GWD steht sich gegen Göppingen selbst im Weg
Saison 18/19 Bundesliga Spielberichte | 16. Dez 2018

„Gebrauchter Tag“ lautete das Fazit für GWD Minden nach der Partie gegen Frisch Auf! Göppingen. Die Grün-Weißen unterlagen am 3. Adventssonntag knapp, aber verdient dem Altmeister mit 28:29 (15:16) und wirkten dabei über weite Strecken verkrampft und gehemmt.

Es dauerte genau 8 Minuten und 43 Sekunden bis die knapp 3.300 GWD-Fans zum ersten Mal aus dem Häuschen gerieten. Keeper Espen Christensen hatte nämlich mit einem spektakulären Wurf von der eigenen Torlinie aus den 4:4-Ausgleich für die Gastgeber erzielt. Nicht weniger atemberaubend dann der erste Führungstreffer als Christoffer Rambo den Ball per Unterarmwurf zum 7:6 (13.) unter die Torlatte hämmerte. Doch die Göppinger übernahmen danach wieder das Kommando und das lag auch daran, dass das GWD-Team in der Defensive die nötige Aggressivität vermissen ließ. Während die Grün-Weißen ein geordnetes Angriffsspiel aufzogen und von allen Positionen trafen, machte man es auf der anderen Seite vor allem den Rückraumschützen der Gäste zu leicht. So entstammten auch die beiden Treffer, die den Baden-Württembergern eine knappe Pausenführung bescherten der Kategorie „vermeidbar“.

Mit drei Paraden innerhalb von fünf Minuten war Kim Sonne Hansen Mindens Lebensversicherung nach dem Wechsel. Ohne den Mann mit der Nummer 16 hätte es für die Grün-Weißen schon zu diesem Zeitpunkt verdammt eng werden können. Zweimal Dalibor Doder und einmal Kevin Gulliksen brachten die Ostwestfalen in Führung, doch es war nicht zu übersehen, dass das GWD-Team nun auch im Angriffsspiel zusehends Probleme mit der gut aufgestellten Göppinger Deckung bekam. Nach dem 21:20 durch den norwegischen Rechtsaußen blieb das GWD-Team darum auch einige Angriffe lang ohne Erfolg und Frisch Auf! Göppingen drängte auf die Entscheidung. Beim 21:23 (48.) lagen die Gäste wieder einmal mit zwei Treffern in Front, beim 23:27 (53.) waren es zum ersten Mal vier. Das Fünkchen grün-weißer Hoffnung verschwand als Christoffer Rambo vier Minuten vor dem Ende den Ball freistehend nur an den Pfosten warf. Stattdessen traf Marcel Schiller im Gegenzug und sorgte damit für die Vorentscheidung. Doch das GWD-Team steckte nicht auf, erkämpfte sich dank einer offenen Deckung noch eine letzte Chance und verkürzte von 25:29 auf 28:29. Die Möglichkeit, mit dem letzten Angriff noch einen Punkt zu ergattern, verpuffte aber in den Armen von FA-Keeper Primoz Prost.

„Heute hat Göppingen gezeigt, was sie normalerweise drauf haben. Bei uns hat vielleicht der unbedingte Wille zum Sieg gefehlt und darum hatten wir die Punkte auch nicht wirklich verdient. Wir müssen jetzt wieder unseren Mut und unsere Sicherheit in den nächsten beiden Spielen wiederfinden“, so Mindens Frank von Behren nach der Partie.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Wir haben es zuerst nicht geschafft, die Wucht der Göppinger in der Defensive zu bremsen. Dann haben uns die einfachen Tore gefehlt und wir haben mit zunehmender Spieldauer vorne immer verhaltener gespielt. Die Energie, die Kim uns nach dem Wechsel mit seinen Paraden gegeben hat, haben wir dann leider nicht nutzen können. Im Moment scheint bei uns ein wenig der Wurm drin zu sein und das müssen wir jetzt schnell in den Griff bekommen.“

Hartmut Mayerhoffer: „Das war unnötigerweise ein Zitterspiel für uns. Wir haben es zu Beginn der zweiten Halbzeit versäumt, deutlicher wegzuziehen. Dann haben wir den Vier-Tore-Vorsprung fast weggeben. Unter dem Strich war unser Erfolg aber verdient, weil es uns vor allem gelungen ist, das Tempospiel von Minden zu unterbinden.“

Torschützen GWD: Kevin Gulliksen (6), Dalibor Doder (5/3), Magnus Gullerud (5), Marian Michalczik (5), Christoffer Rambo (3), Espen Christensen (1), Andreas Cederholm (1), Miljan Pusica (1), Luka Zvizej (1).
Im Tor: Espen Christen (1.-14. mit 1 Parade), Kim Sonne Hansen (14.-60. mit 7 Paraden).

Torschützen Frisch Auf!: Marcel Schiller (9/4), Ivan Sliskovic (6), Nemanja Zelenovic (6), Kresimir Kozina (5),Tim Kneule (2), Marco Rentschler (1).
Im Tor: Daniel Rebmann (1.-25. mit 3 Paraden), Primoz Prost (25.-60. mit 10 Paraden).

Zeitstrafen: Gullerud (12., 45.), Pusica (49.) – Heymann (24.), Sliskovic (36.).

Spielfilm: 1:3 (5.), 5:5 (10.), 7:9 (15.), 10:11 (20.), 13:12 (25.), 15:16 (30.), 16:17 (35.), 18:18 (40.), 21:21 (45.), 23:26 (50.), 25:27 (55.), 28:29 (60.).

Schiedsrichter: Thomas Kern und Thorsten Kuschel
Zuschauer: 3.282

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