GWD spielt gegen Göppingen nicht Frisch Auf
Bundesliga | 17. Dez 2014

Mit dem wieder genesenen Marco Oneto und ohne den Druck des Liga-Alltags begegnete GWD Minden dem Favoriten aus dem Süden in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Die Deckung der Hausherren stand ordentlich, lediglich in der Offensive musste man sich den Vorwurf gefallen lassen, den ein oder anderen Angriff nicht konsequent ausgespielt zu haben. Bis zum 5:5 (12.) war die Partie vollkommen offen, dann nutzen die Gäste ein paar Unachtsamkeiten der Mindener, um sich etwas Luft zu verschaffen. Das 6:10 (22.) war aus Sicht der Dankerser der höchste Rückstand vor der Pause. Zwei tolle Paraden von Gerrie Eijlers gegen Alix Nyokas im Gegenstoß und Marcel Schiller vom Siebenmeterpunkt verliehen den Grün-Weißen gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal neuen Schwung. Trotzdem nahmen sie einen Drei-Tore-Rückstand mit in die Kabinen.

Als die Göppinger in der zweiten Hälfte ziemlich schnell auf 17:11 (36.) davonzogen, schien die Partie schon so gut wie entschieden. In der Tat ließen die Schwaben in der Folgezeit nicht mehr viel anbrennen, ohne dabei aber handballerisch aus dem Vollen schöpfen zu müssen. Das GWD-Team spielte zwar nach wie vor ordentlich mit, für mehr reichte es aber nicht. Das musste auch Goran Perkovac erkennen und gönnte seinen etablierten Kräften ein wenig Schonung. Mit Artjom Antonevich, Moritz Schäpsmeier, Florian Freitag, Arne Niemeyer und Nils Torbrügge waren nun immerhin fünf Spieler auf dem Parkett, die schon in der Jugend das GWD-Trikot getragen haben. Die offensive Deckung funktionierte mit dieser Formation zwar einigermaßen gut, der Leistungsunterschied zwischen beiden Teams wurde aber auch in dieser Phase mehr als deutlich. „Wir waren alle ein wenig ausgelaugt und haben nicht so ein druckvolles Spiel aufziehen können“, so Arne Niemeyer nach der Partie. Sein Trainer fand in der anschließenden Pressekonferenz deutlichere Worte.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Es war für Göppingen heute wohl gar nicht schwer, hier zu gewinnen. Wir waren überhaupt nicht präsent. Ich bin maßlos enttäuscht, dass die Mannschaft so eine desolate Leistung abgeliefert hat. Das gilt insbesondere für unsere wichtigen Spieler, die Leistungsträger sein sollten. Ich muss darüber jetzt erst einmal schlafen und dann analysieren.“

Magnus Andersson: „Ich bin unglaublich zufrieden mit unserem Spiel. Wir haben in den letzten Wochen ein paar Probleme gehabt. Die Mannschaft hat darauf gut reagiert. Auch wir haben viele Verletzte gehabt, darum bin ich froh, dass wir das heute geschafft haben.“

Torschützen GWD: Aljoscha Schmidt (6/3), Arne Niemeyer (4), Aleksandar Svitlica (3), Nils Torbrügge (3), Moritz Schäpsmeier (2), Dalibor Doder (2), Florian Freitag (1), Yves Kunkel (1), Christoph Steinert (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 11 Paraden davon 1 Siebenmeter), Jens Vortmann (bei Siebenmetern).

Torschützen FAG: Manuel Späth (6), Zarko Sesum (5), Marcel Schiller (5/4), Tim Kneule (4), Felix Lobedank (4), Jona Schoch (4), Dragos Oprea (2), Bojan Beljanski (1), Anton Halén (1).
Im Tor: Nikola Marinovic (1.- 60. mit 13 Paraden).

Spielfilm: 3:3 (5.), 4:4 (10.), 5:7 (15.), 6:8 (20.), 8:10 (25.), 10:13 (30.), 11:16 (35.), 14:18 (40.), 16:21 (45.), 18:24 (50.), 22:27 (55.), 23:32 (60.).

Strafminuten: Oneto (21.), Torbrügge (43.), Steinert (49.) – Späth (21.), Sesum (36.).
Zuschauer: 790

Schiedsrichter: Sebastian Grobe und Adrian Kinzel

  

 
© GWD Minden – bra

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport