GWD Mindens gute Jugendarbeit zum 13. mal mit Jugendzertifikat belohnt!
Allgemein | 16. Jan 2020

Bei der diesjährigen Handball-Europameisterschaft zeigt sich einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit der deutschen Erst- und Zweitligisten. Fast der komplette von Bundestrainer Christian Prokop für die EM nominierte Kader wurde in den Leistungszentren der Klubs der 1. und 2. Bundesliga ausgebildet. Jetzt hat die Handball-Bundesliga zum insgesamt dreizehnten Mal das Jugendzertifikat für hervorragende Nachwuchsarbeit vergeben. Auch GWD ist wieder unter den ausgezeichneten Vereinen!

2007 wurde das Jugendzertifikat als ligaübergreifendes Gütesiegel geschaffen. Seit 2008 wird es an Proficlubs vergeben, die in ihren Leistungszentren für die Nachwuchs-Handballer entsprechend gute Rahmenbedingungen bieten. Das Jugendzertifikat setzt voraus, dass Nachwuchsspieler in Club und im Umfeld möglichst optimale Bedingungen für die Ausbildung zum Spitzenhandballspieler vorfinden. Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie z. B. Ausbildungs- und ausgereifte Betreuungskonzepte (Duale Karriere), Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training.

Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Voraussetzungen geschaffen werden, um in ihren Klubs zu Spitzenspielern zu reifen. Auch in den DHB-Nachwuchsteams trägt die Ausbildung der Talente Früchte. So gewann die U20 zu Beginn des Jahres durch drei Siege gegen die Weltelite das Vier-Länder-Turnier in Portugal. Die U19 wurde im vergangenen Jahr sogar Vize-Weltmeister. Bei beiden Veranstaltungen sicherten sich die deutschen Nachwuchsteams zudem auch mehrere individuelle Auszeichnungen. Diese Leistungen stimmen Frank Bohmann (Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH) zu der Aussage „[…], dass sich die Nachwuchsförderung in Deutschland durch den DHB und die Klubs der Handball-Bundesligen auf internationalem Topniveau befindet.“

Insgesamt wurden in diesem Jahr 25 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga mit dem Jugendzertifikat für ihren ressourcenintensiven und nachhaltigen Aufbau hervorragender Rahmenbedingungen für die Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Somit sind es im Jahr 2020 nun mal zwei Vereine mehr als im Vorjahr. Sechs Erstligisten und der Zweitligist VfL Gummersbach erwerben das ligaübergreifende Gütesiegel gar mit Stern für eine hervorragende Qualität der Nachwuchsförderung. Mit besonderem Prädikat wurden wie schon im Vorjahr die Erstligisten Füchse Berlin, TSV Hannover-Burgdorf, SG Flensburg-Handewitt, SC DHfK Leipzig, SC Magdeburg und MT Melsungen dekoriert.

Dass GWD nicht unter diesen sieben Vereinen ist, liegt unter anderem daran, dass kein zweiter hauptamtlicher Jugendtrainer bei den Grün-Weißen aktiv ist, was Voraussetzung für die Stern-Vergabe ist. Aber auch so ist Minden mit seinem Kooperationspartner, dem Besselgymnasium als NRW-Sportschule, bestens aufgestellt und möchte auch an diesem Konzept nichts verändern. Lars Halstenberg, der auch in diesem Jahr bei den Grün-Weißen für das Zertifikat verantwortlich ist, fügt dem hinzu, dass der Verein mit dem Konzept ebenso gut fahren würde wie die Vereine, die mit einem Stern ausgezeichnet wurden. „Nicht ein einziges Mal haben wir keine Auszeichnung bekommen. Diese Bestätigung ist sehr wichtig und immer ein Ansporn für unsere Arbeit“, so der GWD Jugendkoordinator. Ebenfalls wird dies im aktuellen Profikader deutlich, denn mit Marian Michalczik, Mats Korte, Max Staar, Justus Richtzenhain, Leon Grabenstein, Simon Strakeljahn und Maximilian Nowatzki lassen sich stolze sieben Spieler aus der GWD-Jugend in dem Profikader finden. „Dadurch, dass Sebastian Bagats als Trainer der A-Jugend auch gleichzeitig Lehrer am Besselgymnasium ist, sind wir in der Förderung und Betreuung der Nachwuchsspieler qualitativ bestens aufgestellt. Die Auszeichnung mit Stern stellt für unseren Fall also nicht unbedingt ein höheres Qualitätsmerkmal für die Nachwuchsförderung dar”, so Lars Halstenberg.

© GWD Minden – luc

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