GWD Minden zu Gast im Oberbergischen
Bundesliga | 25. Apr 2014

Der VfL steht mit 20:38 Punkten einen Tabellenplatz hinter GWD Minden (21:37 Punkte) und will sich mit zwei weiteren Zählern möglichst schnell der Abstiegssorgen entledigen. Die Mannschaft, die das Duell der Altmeister für sich entscheiden kann, wird in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen und hat Planungssicherheit. „Zwei Punkte können den Ligaverbleib bedeuten. Die wollen wir mit aller Macht holen“, gibt GWD-Trainer Goran Perkovac das Anforderungsprofil an seine Spieler raus. Auch Manager Hotti Bredemeier möchte die Euphorie im Umfeld etwas dämpfen und verdeutlicht: „21 Punkte sind sehr trügerisch. Uns fehlen zwei Punkte zum sicheren Klassenerhalt, und mit Südmeier, Steinert und Mrvaljevic auch drei Spieler“.

Gefährlichster Angreifer beim nächsten GWD-Gegner ist Linksaußen Raul Santos mit 161 Treffern in 29 Spielen. Der österreichische Nationalspieler wurde im Februar 2013 unter Vertrag genommen und reifte in der laufenden Saison zu einem der Shootingstars der DKB Handball-Bundesliga. Auch ein alter Bekannter ist im Aufgebot des VFL. Barna Putics spielte sechs Monate für GWD, wechselte nach dem Abstieg im Jahr 2010 nach Gummersbach und gehört dort zu den Leistungsträgern. Er, im linken Rückraum, und Marc Bult, vor der Saison von den Füchsen Berlin gekommen, auf Rückraum rechts sorgen für viel Gefahr aus der Distanz. Diese Rückraumachse hat auch Goran Perkovac als große Stärke herauskristallisiert. „Barna Putic hat einen guten Wurf. Ihn müssen wir in den Griff bekommen“, sieht er in dem Ungarn den wichtigeren der beiden Spieler.

Im Tor der Blau-Weißen steht Carsten Lichtlein, Nationaltorhüter und Weltmeister von 2007. Das Team von Trainer Emir Kurtagic geht hoch motiviert in das Heimspiel und hat sich vorgenommen, mit der Unterstützung ihrer Zuschauer die zwei wichtigen Punkte einzufahren. „Wir brauchen die tolle Unterstützung der Fans in dieser entscheidenden Phase sehr“, schiebt Kapitän Christoph Schindler dem Publikum eine wichtige Rolle zu.

Auf Seiten der Mindener haben sich die Karten neu gemischt und die Vorzeichen für die letzten Spiele dadurch etwas verschlechtert. Neben dem Langzeitverletzten Drasko Mrvaljevic und Christoph Steinert, der sich bei einem DHB-Lehrgang einen Innenbandriss zugezogen hatte, fällt jetzt auch Sören Südmeier für längere Zeit aus. Der Mittelmann, der aus der eigenen Jugend den Sprung in den Bundeligakader schaffte und sich als Stammspieler etablierte, muss nach einem Kreuzbandriss für mehrere Monate auf Handball verzichten. „Sören Südmeier ist ein Kopfspieler, der unser Spiel lenkt. Der Ausfall trifft uns sehr hart“, bedauert Horst Bredemeier den Ausfall des Spielmachers. Als Ersatz Südmeiers für die restlichen Spiele stehen einige Optionen zur Verfügung. So könnten Florian Freitag oder Yves Kunkel, der gegen Melsungen auf Linksaußen überzeugte, die vakante Spielmacherposition neben Dalibor Doder ausfüllen. Auch Kapitän Anders Oechsler kommt für diese Position in Frage.

„Wir müssen immer am oberen Level spielen. Mit einer cleveren, sicheren und engagierten Leistung haben wir eine reelle Chance zu gewinnen“, gibt Goran Perkovac seinen Spieler wichtige Attribute vor. „Gummersbach ist eine sehr schwer zu spielende Mannschaft und für sie wird es eine der letzten Chancen sein, in dieser Saison noch zu punkten“, so der Trainer über den Gegner.

Anpfiff in der neugebauten SCHWALBE arena ist am Sonntag um 17:15 Uhr. Der VFL rechnet mit 3.500 Zuschauern.

©  GWD Minden – lha

 

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