GWD Minden spielt gegen Weltklasseakteur Balic
Bundesliga | 27. Mrz 2014

Die Hessen stehen mit 23:29 Punkten aktuell auf dem 11. Tabellenplatz, können aufgrund geringerer Minuspunkte aber bis auf Platz neun vorrutschen. Die letzten drei Spiele wurden gewonnen und am vergangenen Dienstag konnte die Mannschaft um Trainer Kai Wandschneider den ThSV Eisenach auswärts 28:27 in die Schranken weisen. Das Hinspiel gegen die Hessen ging in der KAMPA Halle 24:24 unentschieden aus. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 16:8 Pausenführung kam ein Bruch in das Dankerser Spiel und die Grün-Weißen mussten beim 22:21 sogar einen Rückstand hinnehmen und egalisieren. „Wir haben die Abwehr von Wetzlar mit unseren schnellen, beweglichen Spielern vor schwere Aufgaben gestellt. Nach der Pause hatten wir allerdings große Probleme mit der umgestellten 5:1-Deckungsvariante mit Ivano Balic auf der Spitze“, beschreibt GWD-Trainer Goran Perkovac die entscheidenden Szenen aus dem Hinspiel.

Ivano Balic ist seit dieser Saison das Gesicht der HSG Wetzlar. Der kroatische Weltklassehandballer wurde zu Saisonbeginn verpflichtet. Dieser Transfer sorgte für viel Aufsehen im Umfeld der Hessen und bereicherte die DKB Handball-Bundesliga um eine weitere Attraktion. Der exzentrische Spielmacher besticht durch die Fähigkeiten, ein Handballspiel lesen und durch individuelle Klasse ganze Abwehrreihen alleine überwinden zu können. Das kann der 34-Jährige wie kaum ein anderer Handballer. Desweiteren können sich die Hessen auf ihren starken Schlussmann Magnus Dahl verlassen. Der norwegische Nationaltorhüter, der mit GWD-Spieler Christoffer Rambo bei der Golden League antritt, hat bei dem Auswärtserfolg in Eisenach, durch zwei gehaltene Bälle in den Schlusssekunden, den doppelten Punktgewinn für seine Farben gesichert. Ein Wiedersehen gibt es mit Evars Klešniks, der von 2009-2013 die Handballschuhe für die Mindener schnürte und sich 2013 der Handballspielgemeinschaft anschloss. Der Lette hat in den vier Jahren die Strukturen und die Mannschaft von GWD kennengelernt und wird mit diesem Wissen versuchen, die zwei Punkte in der Rittal Arena zu halten. Mindens Coach Perkovac hat die Nervenstärke der Hessen als großes Plus herausgestellt: „Wetzlar gewinnt die Spiele, auch wenn sie nicht besser waren, weil die Spieler immer an sich glauben und dadurch enge Partien für sich entscheiden.“

Bei der Mindener Mannschaft stehen die Vorzeichen für das Auswärtsspiel sehr gut, da bis auf Drasko Mrvaljevic, der seine Knieverletzung weiter auskuriert, alles Spieler fit sind und gut trainiert haben. „Nur hinter Nenad Bilbija steht noch ein Fragezeichen, da wir kein Risiko eingehen und ihn bei anhaltenden Adduktoren-Schmerzen nicht spielen lassen werden“, beschreibt Perkovac den möglichen Ausfall seines Leistungsträgers vom Nettelstedt-Derby. Dalibor Dador hat seine Verletzung komplett überstanden, trainierte diese Woche bisher ohne Schmerzen und wird auch in Wetzlar spielen können. „Die zweiwöchige Pause nach dem Derby hat uns gut getan, da wir genug Zeit hatten, Verletzungen auszukurieren und uns intensiv auf das nächste Spiel vorzubereiten“, ist Perkovac mit dem Trainingsverlauf der letzten Wochen sehr zufrieden.

Einen Vorteil für die Grün-Weißen könnte die Tatsache sein, dass die HSG die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zusammen hat und laut dem Mindener Trainer „nicht mehr zwangsläufig ums Überleben kämpfen muss“. Manager Horst Bredemeier würde am liebsten schon in Wetzlar die nächsten zwei Punkte für den Verbleib in der Eliteliga des deutschen Handballs holen. „Bei unserem ersten Auswärtssieg beim Bergischen HC sind uns Zentnerlasten vom Herzen gefallen. Jetzt benötigen wir noch vier Punkte um mit 22 Pluspunkten für die erste Liga planen zu können“, macht er eine ganz einfache Rechnung auf. Mit den möglichen Zählern aus Hessen wäre der Verein von der Weser diesem Ziel einen großen Schritt näher.

©  GWD Minden – lha

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