GWD macht in Flensburg wenig falsch
Spielberichte Saison 14/15 | 05. Apr 2015

Es war ein ordentliches, aber kein hochklassiges und auch irgendwie kein mitreißendes Handballspiel, das die knapp 6.000 Zuschauer in der Flens Arena zu sehen bekamen. Die Partie plätscherte über weite Strecken dahin. Viele Unterbrechungen mit etlichen Frei- und Strafwürfen sorgten dafür, dass der Funke kaum auf die Zuschauer überspringen wollte und es phasenweise sehr still in der Halle wurde. Diese Stimmungstiefs nahm Gästetrainer Frank Carstens aber durchaus wohlwollend zur Kenntnis: „Es war ja unser Ziel, die Halle zur Ruhe zu bringen. Das hat dann nur leider zum entscheidenden Zeitpunkt nicht mehr geklappt.“

Lange Zeit gelang es den Gästen aus Ostwestfalen die Partie beim Tabellendritten durchaus offen zu gestalten. Die von Verletzungen arg gebeutelten Flensburger lagen zwar zu keinem Zeitpunkt hinten, konnten sich aber erst gegen Ende der zweiten Halbzeit einen etwas deutlicheren Vorsprung erspielen. Das Spiel begann mit einem ganz starken Auftritt von Gerrie Eijlers, der schon in den ersten Minuten vier Chancen der Flensburger zunichte machte. Beide Abwehrreihen standen gut und ließen die Offensivkräfte kaum zur Entfaltung kommen. Getroffen wurde auffallend oft vom Siebenmeterpunkt, auf den Rückraumpositionen hatten beide Kontrahenten ihre Probleme. Allein vier der ersten acht Tore wurden vom Punkt erzielt. So ist es kein Wunder, dass auch in der Endabrechnung Anders Eggert und Aljoscha Schmidt zu den erfolgreichsten Torschützen zählten.

Zwei Zwischenspurts vom 10:10 auf 13:10 am Ende der ersten und vom 22:20 auf 25:20 am Ende der zweiten Halbzeit mögen entscheidend für der Erfolg der Gastgeber gewesen sein. Kaum Kapital konnte die SG allerdings aus dem Überzahlspiel schlagen. Bereits nach zwei Minuten musste die Grün-Weißen die erste Zeitstrafe gegen Magnus Jernemyr hinnehmen. Drei weitere folgten ohne dass die Mindener dabei ihren Spielfluss verloren. Diszipliniert, selbstbewusst und konzentriert wirkte der Auftritt der Grün-Weißen, die sich nicht über sehr viele Fehler ärgern mussten. „In der Schlussphase hat Florian Freitag es nach seinen Angriffsaktionen ein paar Mal versäumt, nach hinten die Lücken zu schließen“, musste sich nur der Youngster nach dem Abpfiff Kritik von seinem Trainer gefallen lassen. Der Mittelmann war in die Partie gekommen, nachdem Dalibor Doder für den glücklosen Arne Niemeyer auf die halblinke Seite beordert wurde, und hatte das Spiel der Gäste durchaus bereichert. So gab es nicht nur Schelte für den Mann mit der Nummer 2: „Im Angriff hat Flo tolle Aktionen gehabt und auch sein Zweikampfverhalten gegen Ahmed Elahmar war gut.“

Nach dem ermutigenden Auftritt an der Förde geht der Blick nun auf zwei wichtige Heimspiele in der nächsten Woche. Die Partien gegen Balingen-Weilstetten am Mittwoch und den TBV Lemgo am Sonntag dürften im Kampf um den Klassenerhalt richtungweisend sein.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben ein sehr umkämpftes Spiel gesehen, das jederzeit knapp war. In der entscheidenden Phase haben wir es leider nicht geschafft, uns nach dem Angriff rechtzeitig zurückzuziehen. Insgesamt haben wir eine engagierte und disziplinierte Leistung gezeigt."

Ljubomir Vranjes: „Ich bin natürlich zufrieden. In den beiden letzten Spielen hatten wir endlich eine andere Intensität in der Abwehr. Ich war von Anfang an zufrieden. Minden spielt im Moment einen sehr guten Handball. Das ist kein Gegner, gegen den man schon früh hoch führen kann. Uns haben ein wenig die Torwartparaden gefehlt. Am Ende hat Kevin Möller wichtige Aktionen gehabt.“

Torschützen GWD: Aljoscha Schmidt (7/6), Aleksandar Svitlica (5/1), Dalibor Doder (4), Christoffer Rambo (3), Florian Freitag (2), Moritz Schäpsmeier (2), Miladin Kozlina (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 10 Paraden), Jens Vortmann (bei Siebenmetern).

Torschützen SG: Anders Eggert (12/8), Anders Zachariassen (4), Drasko Nenadic (3), Thomas Mogensen (3), Lasse Svan (3), Ahmed Elahmar (1), Lars Kaufmann (1).
Im Tor: Mattias Andersson (1.- 46. mit 5 Paraden), Kevin Möller (46.-60. mit 4 Paraden)

Spielfilm: 2:1 (5.), 3:2 (10.), 6:5 (15.), 8:7 (20.), 10:9 (25.), 16:12 (30.), 15:12 (35.), 19:16 (40.), 22:19 (45.), 24:16 (50.), 25:21 (55.), 27:24 (60.).

Strafminuten: Jernemyr (3.), Kozlina (20.), Freitag (23.), Schmidt (50.) – keine.
Zuschauer: 5.927

Schiedsrichter: Matthias Brauer und Kay Holm

 
© GWD Minden – bra

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport