GWD macht es in Gummersbach!
Saison 14/15 Spielberichte | 21. Mrz 2015

 „Das kann man mal so machen“, sagte ein sehr zufriedener Frank Carstens nach der Partie und attestierte seinem Team, dass es in den 60 Minuten zuvor viele „tolle Sachen“ auf das Parkett der Schwalbe-Arena gebracht hatte. Aber Carstens wäre nicht Carstens, wenn dem akribischen Coach nicht auch ein paar negative Dinge aufgefallen wären: „Wir haben Aktionen dabei gehabt, die einem im Tabellenkeller halt passieren. Da haben manchmal Selbstbewusstsein und Sicherheit gefehlt.“

Über weite Strecken der Partie agierten die Gäste aber sehr abgeklärt und souverän. Gab es Schwächen, so konnten die enttäuschenden Gummersbacher kein Kapital daraus schlagen. Deren Pulver war nach einer fulminanten Auftaktphase bereits verschossen. Als der VfL mit 5:2 nach 6 Minuten in Führung lag, hatten die knapp viertausend Zuschauer in der Schwalbe-Arena eine hektische und von vielen Fehlern geprägte Anfangsphase gesehen. Die Gäste aus Minden brauchten auch danach noch einige Zeit, um im Angriffsspiel eine gewisse spielerische Qualität zu erreichen, aber mit einer großen Portion Hartnäckigkeit fanden die Grün-Weißen dann doch in die Partie. Aus dem anfänglichen Rückstand wurde so eine 9:6-Führung (15.).

In der Folge profitierten die Mindener davon, dass das offene Abwehrsystem nun besser funktionierte und der VfL nicht mehr so häufig aus dem Rückraum erfolgreich war. Auch die Hereinnahme von Gerrie Eijlers erwies sich als Glücksgriff. Der Holländer führte sich mit fünf Paraden hervorragend ein und brachte das Angriffsspiel des Gegners so mächtig ins Stocken. Kurz vor der Pause verwandelte Arne Niemeyer im Alleingang den 12:13-Rückstand in eine 15:13-Führung. Mit insgesamt acht Treffern, eine fast makellose Quote und einigen schönen Anspielen gehörte der Blondschopf zu den auffälligsten GWD-Akteuren.

Mit einer neuen 5:1-Abwehr mit Moritz Schäpsmeier auf der vorgezogenen Position, überraschten die Ostwestfalen dann nach dem Wechsel und stellten den VfL damit vor eine Aufgabe, die ihm gar nicht schmeckte. Für die Dankerser lief es in dieser Phase geradezu märchenhaft. Beim 16:23 (44.) betrug das Polster zwischenzeitlich sogar sieben Tore und erste Pfiffe waren in der Schwalbe-Arena zu hören. Drei schnelle Treffer brachten die Oberbergischen dann zwar wieder heran, aber was immer die Mannschaft von Emir Kurtagic danach auch versuchte – GWD Minden hatte eine passende Antwort. Dalibor Doder, Aljoscha Schmidt per Siebenmeter und Nenad Bilbija im Nachwurf erzielten nun wichtige Treffer, die den VfL immer auf Distanz hielten.

So hatte das Zittern für die mitgereisten GWD-Fans schon ein paar Minuten vor dem Abpfiff ein Ende. Mit seinem siebten Treffer markierte Dalibor Doder mit der Schlusssirene den 32:27-Endstand.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Natürlich sind wir sehr erleichtert. Wir haben viele tolle Sachen gemacht, aber auch typische Situationen erlebt, die man im Tabellenkeller so hat. Aber wir hatten heute immer gute Antworten. Auf den starken Beginn des VfL und auf die Deckung des VfL. Heute haben wir wirklich kollektiv eine gute Leistung gebracht, vor allem aber Arne Niemeyer und Dalibor Doder, aber auch Nenad Bilbija hat mit vielen wichtigen Aktionen zum Erfolg beigetragen.“

Emir Kurtagic: „Wir haben heute sehr müde gewirkt. Wir haben über 60 Minuten unglücklich verteidigt. Es gab immer viele Rückschläge. Am Ende haben uns Kleinigkeiten richtig weh getan. Minden hat heute unheimlich erfahren gespielt, hat viel Geduld bewiesen. Das war die große Qualität unseres Gegners. Das war heute wohl unsere schwächste Leistung in dieser Halle. Das ist enttäuschend.“

Torschützen GWD: Arne Niemeyer (8), Dalibor Doder (7), Aleksandar Svitlica (5), Nenad Bilbija (3), Yves Kunkel (3), Marco Oneto (2), Christoph Steinert (2), Moritz Schäpsmeier (1), Aljoscha Schmidt (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-24. mit 2 Paraden davon 1 Siebenmeter), Gerrie Eijlers (24.-60. mit 10 Paraden).

Torschützen VfL: Florian von Gruchalla (5), Raul Santos (5), Andreas Schröder (5), Magnus Persson (4), Mark Bult (3), Julius Kühn (2), Alexander Becker (1), Simon Ernst (1), Gunnar Jonsson (1).
Im Tor: Carsten Lichtlein (1.- 30. mit 7 Paraden), Matthias Puhle (30.-60. mit 9 Paraden)

Spielfilm: 4:2 (5.), 5:5 (10.), 7:9 (15.), 10:9 (20.), 13:12 (25.), 13:15 (30.), 14:17 (35.), 20:16 (40.), 23:16 (45.), 20:25 (50.), 24:28 (55.), 27:32 (60.).

Strafminuten: Schäpsmeier (20., 24.), Svitlica (41.) – Kühn (38.).

Zuschauer: 3.920

Schiedsrichter: Florian Gerhard und Tobias Küsters

 

 
©  GWD Minden – bra

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