GWD im Duell der Traditionsmannschaften in der Pflicht
Bundesliga | 08. Nov 2013

Sicherlich mit einem gewissen Bedauern werden ältere Handball-Fans auf die aktuelle Situation des VfL Gummersbach blicken. Den Traditionsverein plagen ernsthafte finanzielle Sorgen und auch sportlich liegen die besten Tage des zwölfmaligen deutschen Titelträgers in der Vergangenheit. Aktuell belegt das Team von Trainer Emir Kurtagic mit 8:16 Punkten den dreizehnten Tabellenplatz und steckt folglich mitten im Abstiegskampf. Hoffnungsträger des Bundesliga-Dinos ist Neuzugang Carsten Lichtlein, der sich letztes Wochenende beim Supercup in einer guten Form präsentierte. „Ich hoffe natürlich, dass wir viele Zuschauer mit Emotionen, Leidenschaft und Kampf hinter uns bringen können“, unterstreicht der deutsche Nationaltorhüter. Die SCHWALBE arena, die neue Heimstätte des VfL, bietet auf jeden Fall genügend Platz für die Fans aus der handballverrückten Region. Ein weiterer Lichtblick ist der österreichische Linksaußen Raul Santos, der als bester Schütze des Teams aus dem Oberbergischen Kreis bisher immerhin 77-mal einnetzte. „Gummersbach ist eine Mannschaft, die viel wirft und eine aggressive Deckung spielt. Das kann nach hinten losgehen, aber wenn sie in einen Rausch verfallen, dann wird es schwierig“, lautet die Analyse von GWD-Coach Goran Perkovac. Seine Rückkehr in die KAMPA-Halle wird Barna Putics feiern, der das grün-weiße Trikot in der Saison 2009/10 trug. Mit einer 21:35-Heimklatsche gegen Berlin und einem angeschlagenen Mark Bult tritt der fünfmalige Pokalsieger die Reise an die Weser an. Ideale Voraussetzungen sind das nicht.

Unglücklicherweise stehen die Vorzeichen bei GWD Minden nicht viel besser. Das Team musste am Mittwoch ebenfalls eine Niederlage bei der MT Melsungen hinnehmen, kann aber ob der Leistung erhobenen Hauptes in das Heimspiel gehen. Erst in den Schlussminuten setzten sich die Nordhessen entscheidend ab, davor blieben die Grün-Weißen lange in Schlagdistanz. Dennoch gab es am Ende keine Punkte und nur die zählen bekanntlich. „Es geht um sehr viel für beide Mannschaften. Im November entscheidet sich, ob wir den Anschluss schaffen oder nicht“, fasst sich Trainer Perkovac kurz und Horst „Hotti“ Bredemeier ergänzt: „Der Druck wird natürlich immer höher, aber das ist nun mal so im Spitzensport. Wir kennen es nicht anders.“ Verteidigt die Abwehr ähnlich gut wie gegen Melsungen und resultieren daraus schnelle Gegenstöße, stehen die Chancen für den ersten Sieg der Saison gut. Positiv stimmt die Tatsache, dass alle Mann mit an Bord sind. Außerdem ist aus der Vorsaison noch eine Rechnung zu begleichen, als der VfL Gummersbach an der Weser mit 31:27 gewann. Dass die GWD-Mannschaft in der Bundesliga mithalten kann, hat sie oft genug bewiesen. Sonntag muss der Tag sein, an dem die Grün-Weißen sich endlich dafür belohnen.

Gelingt dann der erste Ligaerfolg, atmen sicherlich nicht nur die Zuschauer in der KAMPA-Halle auf. Es wäre der ideale Auftakt für die anstehenden Aufgaben gegen Eisenach sowie Balingen. Sechs Punkte sind in den kommenden Wochen möglich, wofür es auch der Unterstützung des Publikums bedarf. Also runter vom Sofa und ab zum Handball! Die Tageskasse öffnet ab 15:00 Uhr.

©  GWD Minden – rok

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