GWD gegen Erlangen unter Zugzwang
Bundesliga | 16. Okt 2014

Die Erlanger dürften mit viel Schwung aus den letzten Begegnungen an die Weser kommen. Im letzten Heimspiel gegen den TBV Lemgo holten sie einen verdienten 31:25-Heimsieg, am vergangenen Dienstag feierte die Mannschaft den ersten Bundesliga-Auswärtspunkt der Vereinshistorie. In Berlin zeigte die Spieluhr nach 60 Minuten ein 26:26-Unentschieden an und somit dürfte die Stimmung im Flieger zurück nach Erlangen bestens gewesen sein.

Die Franken bringen zwei Spieler mit in die Domstadt, die auch den meisten Mindenern bekannt sein dürften. Zum einen steht bei den Erlangern Nikolas Katsigiannis im Tor, der in der Saison 2009/2010 das GWD Trikot trug. Der zweite Bekannte ist Sebastian Preiss. Er spielte zwar nicht für die Ostwestfalen, holte aber 2007 den Weltmeistertitel mit der deutschen Nationalmannschaft und ist nun stolz, mit seinem Heimatverein in der Bundesliga spielen zu dürfen.

Das Lazarett der Mindener füllt sich dagegen weiter. Miladin Kozlina zog sich in der letzten Woche im Training eine Leistenverletzung zu und wird vermutlich nicht zur Verfügung stehen. Ähnlich groß sind die Bedenken bei Marco Oneto. Der Chilene klagt seit dem Spiel in Göppingen über Schmerzen in der Schulter, ein Einsatz in der kommenden Partie ist auch bei ihm sehr fraglich. Dalibor Doder hat nach seiner Knorpelprellung im Knie das Training zwar wieder aufgenommen, ein Einsatz am Sonntag könnte für ihn aber noch zu früh kommen. Lediglich Arne Niemeyer hat seine Handprellung überwunden und kann gegen Erlangen spielen.

Auf die Verletzung von Kozlina im Abschlusstraining am vergangenen Freitag reagierte Coach Perkovac sehr schnell und nominierte Drasko Mrvaljevic für das Spiel in Göppingen. Vor allem in der Defensive zeigte er eine gute Leistung „Er stand in der Abwehr sehr gut und hat dazu noch zwei Tore gemacht. Das war ein starkes Spiel von ihm“, bewertet Trainer Perkovac die schnelle Hilfe. Ob Mrvaljevic am Wochenende wieder im Kader steht ist aber noch offen.

Aber auch ohne ihn muss am Sonntag in der Abwehr wieder ordentlich zugepackt werden, denn es gilt vor allem Ole Rahmel in den Griff zu bekommen. Der Rückraum- und Rechtsaußenspieler ist momentan in Top-Form und erzielte in den letzten beiden Spielen 23 Tore. Der Dankerser Trainer ist gewarnt vor dem gefährlichen Spiel der Franken: „Die Erlanger sind sehr diszipliniert und wissen das sie im Angriff nicht übermächtig sind und spielen daher sehr geduldig. Sie kommen über eine sehr aggressive Deckung und laufen dann einen schnellen Gegenstoß“. Wie hart die Abwehr zu Werke geht sieht man daran, dass mit Preiss und Hess zwei Erlanger die Tabelle der meisten Zeitstrafen anführen.

Dennoch kann man durchaus mutig in die Partie gehen. In Göppingen zeigten die Mindener eine starke Leistung und verloren lediglich mit einem Tor. Über die entscheidenden Szenen in der Schlussphase sagt Goran Perkovac: „Zwei dumme Schiedsrichterentscheidungen und zwei oder drei dummer Fehler von uns am Ende, dann reicht das für den Gegner.“ Am kommenden Sonntag sollten diese Fehler vermieden werden, wenn man die nächsten Punkte holen will, die gegen den Mitkonkurrenten um den Abstieg umso wichtiger sind.

Anpfiff in der KAMA-Halle ist um 17:15 Uhr, die Kasse ist ab 15:15 Uhr geöffnet. Das Spiel wird von den Unparteiischen Philipp Dinges und Daniel Kirsch geleitet.

© GWD Minden – kel

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