GWD beschert sich mit dem vierten Heimsieg in Folge
Saison 20/21 Bundesliga Spielberichte | 22. Dez 2020

GWD Minden hat Willensstärke bewiesen und den vierten Heimsieg in Folge eingefahren. In der taktisch sehr variantenreichen Partie fanden die Mindener vor allem durch die souverän aufspielende Abwehr den besseren Zugriff. Der SC DHfK Leipzig hatte viele Überraschungen im Gepäck und stellte die Gastgeber mit seinen wechselnden Deckungsformationen ständig vor neue Aufgaben. Die vorweihnachtliche Begegnung endete 23:20 (13:10).

 Die Mindener starteten mit viel Tempo und hoher Laufbereitschaft in das letzte Heimspiel des Jahres. Vor allem die Abwehr überzeugte mit vielen Ballgewinnen, die das Umschaltspiel einleiteten. Jeder war bereit, die freien Räume bis zum letzten Meter zuzustellen. Das war auch am Spielverlauf abzulesen. Der SC erzielte im ersten Durchgang nur wenige Tore aus dem Positionsangriff und kam nur selten an dem stark aufspielenden Innenblock um Joschua Thiele vorbei. Die Hausherren konnten sich stehts auf ihre Absprachen verlassen und agierten in vielen kleinen Überzahlsituationen gegen die Leipziger Angriffsreihen. Hinzu kam ein hellwacher Malte Semisch, der einen sicheren Rückhalt bot und über das gesamte Spiel 13 Paraden beisteuerte.

Im Angriff waren es die beiden Eigengewächse Mats Korte und Justus Richtzenhain, die mit ihren insgesamt 13 Treffern maßgeblich zum Ausgang der Partie beitrugen. Generell gab es bei den Mindenern aber nicht den einen Spieler, der für Tore und Vorlagen verantwortlich war. Vielmehr spielte die Carstens-Sieben mit einer Vielzahl an Varianten über alle Positionen hinweg und war damit nur schwer auszurechnen. Als GWD zum Schluss der ersten Halbzeit gleich eine doppelte Zeitstrafe kassierte, wurde die Stimmung hitziger. Im gleichen Zuge stellte Leipzig die Abwehr auf eine komplett offensive 0:6-Variante um, mit der die Grün-Weißen ihre Probleme hatten. Der komfortable Sechs-Tore-Vorsprung schmolz in Kürze zusammen und die Mannschaften gingen mit einem 13:10 in die Kabinen.

Die offensive Deckungsvariante sollten die Leipziger auch nach dem Wechsel in vielen Situationen beibehalten. Gerade wenn sich die Mindener in Unterzahl befanden, stellte sich die Deckung der Gäste direkt an der Mittellinie auf. Die Grün-Weißen trafen jetzt vermehrt durch Einläufer und Kreisanspiele. Justus Richtzenhain machte auch hier erneut eine gute Figur, ersetze den mit einer Bänderverletzung ausgeschiedenen Joshua Thiele im Innenblock und erkämpfte sich offensiv freie Räume, in denen er angespielt werden konnte. Auch die solide Abwehrarbeit setzte sich fort und sicherte die bis zum Schluss bestehende Führung der Hausherren. Mats Korte sorgte eine Minute vor dem Ende per Siebenmeter für die endgültige Entscheidung. Simon Strakeljahns letzer Treffer zum 23:20 war schon ein Art Luxus und leitete den kollektiven Jubel der Mindener ein.

Das nächste Spiel bestreiten die Grün-Weißen erst wieder im neuen Jahr, da die Auswärtspartie am zweiten Weihnachtsfeiertag bei FRISCH AUF! Göppingen verlegt werden muss.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Am Ende ist das wohl ein gerechtes Ergebnis. Trotzdem haben wir viele Fehler gemacht, gerade gegen die Manndeckung. Damit haben wir unsere komfortable Situation noch einmal in Gefahr gebracht. Aber das ist das Suchen nach dem Haar in der Suppe, denn wenn wir in unserer aktuellen Besetzung Leipzig schlagen, ist das schon klasse. Ich bin stolz darauf, wie wir die vielen Rückschläge der letzten Wochen weggesteckt haben. Die Spielabsage gegen Göppingen kommt uns, ehrlich gesagt, sehr gelegen, denn die Kräfte sind inzwischen wirklich aufgebraucht.“

André Haber: „Wir haben heute einfach zu viele Fehlwürfe gehabt und eine zu hohe Fehlerzahl an den Tag gelegt. Mit der Manndeckung haben wir viele Bälle gewonnen und auch Joel hat uns toll unterstützt. Wir haben daraus aber kein Kapital geschlagen und darum auch mit Recht verloren.“

Torschützen GWD: Mats Korte (8/2), Justus Richtzenhain (5), Doruk Pehlivan (3), Juri Knorr (2), Simon Strakeljahn (2), Christoffer Rambo (1), Max Staar (1), Joshua Thiele (1).
Im Tor: Malte Semisch (1.-60. mit 13 Paraden), Carsten Lichtlein (3 gehaltene Siebenmeter).

Torschützen SC DHfK: Philipp Weber (6/3), Lukas Binder (5), Lukas Krzikalle (3/2), Maciej Gebala (2), Marko Mamic (2), Martin Larsen (1), Nicolas Neumann (1).
Im Tor: Joel Birlehm (1.-60. mit 15 Paraden), Kristian Saeveras (bei Siebenmetern).

Zeitstrafen: Zeitz (30.), Richtzenhain (28., 51.), Knorr (45.) –  Mamic (39.), Milosevic (47.).

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:3 (10.), 7:4 (15.), 8:6 (20.), 12:7 (25.) 13:10 (30.), 15:10 (35.), 16:12 (40.), 17:15 (45.), 18:16 (50.), 21:17 (55.), 23:20 (60.).

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper
Zuschauer: keine

Spieltagspartner: Bei den Spielen gegen den SC DHfK Leipzig werden wir von unserem Team 17-Partner porta Möbel unterstützt.

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