GWD bei Fortbildung zum Thema Neuroathletiktraining
Allgemein | 23. Sep 2020

GWD Minden Trainer Frank Carstens und Athletiktrainer Philipp Roessler sammelten unter Anleitung von Lars Lienhard viele neue Erkenntnisse im Bereich der Neuroathletik, die nun im Training der Grün-Weißen Anwendung finden werden.

Es mag kurios wirken, steigert jedoch Motorik, Kraft und kann auch bei Verletzungen helfen – hierbei ist die Rede von Neuroathletik. Der führende deutsche Experte auf diesem Gebiet, Lars Lienhard, konnte vom amerikanischen Entwickler der Neuroathletik Dr. Eric Cobb lernen. Er hat schon viele namhafte Leistungssportler nach dieser Methode trainiert, ihre Schwachstellen identifiziert und diese verbessert, sowie nach Verletzungen ihre Leistung wieder gesteigert. „Die Neuroathletik ist ein aktueller Trend, der im Individualsport schon länger Einzug gehalten hat und die Bedeutung des Gehirns für die Ansteuerung von Bewegungen und Wahrnehmung sowie Verarbeitung von Signalen anspricht,“ so GWD Mindens Coach Frank Carstens. Im Unterschied zu anderen Trainingsformen und Rehabilitationsmethoden bezieht sich die Neuroathletik nicht nur auf Muskeln, Gelenken und physiologischen Prozessen, sondern bindet Schwerpunktmäßig das Gehirn und seine bewegungssteuernden Funktionen mit ein.

Bei dem zweitägigen-Workshop wurden zum einen die entscheidenden theoretischen Grundlagen und zum anderen die wichtigsten Basiselemente des neurozentrierten Trainings praxisrelevant vorgestellt. Im Anschluss der Fortbildung erzählte Mindens Athletikcoach Philipp Roessler: „Im Wesentlichen ging es darum, dass die Informationen welche wir über unsere Sinnesorgane, also z.B. Augen und Gleichgewicht sowie das propriozeptives System bekommen, schneller analysieren und dadurch eine schnellere Reaktion auf das Wahrgenommene generieren können. Dies führt zu einer höheren reflexiven Stabilität, welche zum Beispiel zu einer stabileren Position des Spielers in der Abwehr führt.“ Die Inhalte sind mit jahrelanger Erfahrung im Spitzensport entwickelt worden und zielen auf die direkte Anwendbarkeit des Erlernten in der eigenen Trainingspraxis ab. Rückblickend war für Frank Carstens besonders die Berücksichtigung von Organisationsformen im Mannschaftssport bei der Fortbildung interessant. Dem fügte er hinzu, dass es dort für ihn und Athletiktrainer Philipp Roessler viele hilfreiche Anwendungsbeispiele gab, die sie jetzt im Training umsetzen können.

© GWD Minden – luc

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