GWD auf Punktejagd im Fuchsbau
Bundesliga | 17. Sep 2013

Der Start der Hauptstädter lässt sich als gelungen bezeichnen. Mit 8:2 Punkten stehen die Füchse momentan auf Platz drei in der Tabelle und insbesondere beim 25:23-Auswärtserfolg am Sonntag in Magdeburg bestätigten die Berliner ihre ansteigende Formkurve. Überragender Akteur war Silvio Heinevetter. Der Nationaltorhüter parierte gegen seinen Ex-Club starke 18 Bälle. Bester Torschütze im Team von Trainer Dagur Sigurdsson ist mit bisher 21 Treffern Neuzugang Fredrik Petersen, der im Sommer vom HSV Hamburg an die Spree wechselte. Ein zweiter „Transfer-Coup“ gelang Geschäftsführer Bob Hanning mit der Verpflichtung von Volker Zerbe als Sportkoordinator. Das Comeback des Ostwestfalen kommt aufgrund der Begleitumstände seines Rücktritts als Manager des TBV Lemgo durchaus überraschend.

Die größte Stärke der Füchse auf dem Feld ist ihre Defensivarbeit. „Die haben eine stabile Abwehr mit einem Weltklasse-Torhüter und starten eine schnelle erste Welle“, analysiert GWD-Coach Goran Perkovac die Spielweise der Gastgeber, die am Mittwoch keine nennenswerten Ausfälle verkraften müssen.

Bei den Mindenern ist die Personalsituation ähnlich entspannt, wobei der Einsatz von Moritz Schäpsmeier aufgrund eines „Pferdekusses“ am linken Oberschenkel noch fraglich ist. Gegen die Hauptstädter gilt es, genauso aggressiv und kämpferisch aufzutreten wie über weite Strecken des Ostwestfalen-Duells am vergangenen Sonntag, sowie an die dort gezeigte Offensivleistung anzuknüpfen. Verbesserungspotential sieht der Trainer der Grün-Weißen hingegen vor allem bei Tempogegenstößen. „Wir müssen einfach besser stehen. Der Gegner darf nicht so einfache Tore machen, wenn uns auf der anderen Seite selbst zu wenige solcher leichten Treffer gelingen. Daran arbeiten wir, aber das braucht seine Zeit.“ In der abgelaufenen Saison gab es für GWD zwei Vier-Tore-Niederlagen gegen die Füchse. 25:29 hieß es gleich am ersten Spieltag in Berlin, während zu Hause mit 27:31 verloren wurde. Die Grün-Weißen fahren aber sicherlich nicht in die Hauptstadt, um kampflos aufzugeben. „Ich erwarte recht viel, in Berlin ist immer eine tolle Atmosphäre. Die Füchse sind eine gute Mannschaft, die wir ärgern wollen. Wir werden versuchen unser Spiel zu spielen und Punkte mitzunehmen“, gibt sich GWD-Linksaußen Aljoscha Schmidt kämpferisch.

Warum auch nicht? Gerade die vielen unerwarteten Ergebnisse an den ersten Spieltagen der noch jungen Saison zeigen: In der stärksten Handball-Liga der Welt ist derzeit alles möglich! Eine Überraschung am Mittwoch im Fuchsbau scheint daher nicht ausgeschlossen.

© GWD Minden – rok

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