Gute Leistung wird nicht belohnt
Saison 21/22 Spielberichte | 03. Okt 2021

GWD Minden kann dem THW Kiel über 50 Spielminuten Paroli bieten, muss am Ende aber doch eine deutlichere Niederlage hinnehmen, als es der Spielverlauf vermuten lässt. Der Rekordmeister gewinnt nach hartem Kampf 34:25 (19:15). 

Die Anfangsphase gehörte dem THW, der die zu statisch agierende Abwehr der Grün-Weißen mit wenig Aufwand über die Halbpositionen durchbrechen konnte. Beinahe jeder Angriff der Kieler führte in den ersten zehn Minuten mindestens zum Siebenmeter. Vom zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand ließen sich die Ostwestfalen aber immer weniger beeindrucken. Die Deckungsleistung gewann mehr und mehr an Agilität, durch die das Angriffsspiel der Kieler früh unterbrochen wurde. Nach den Torabschlüssen der Zebras schalteten die Grün-Weißen schneller um und erzielten über ihr hohes Laufpensum und der schnellen Mitte einfache Tore, gegen die die Gastgeber kaum ein Mittel fanden. Auch im Positionsangriff fanden die Mindener Jungs gegen die offensive 3:2:1-Deckung mehr und mehr Lücken, die allen voran Mohamed Amine Darmoul in zählbares verwandelte. Dabei ging auch der Spielwitz nicht verloren, denn die Gäste platzierten ihre Würfe teilweise frech per Kempa-Trick oder Dreher hinter Niklas Landin. Nach dem 11:7 konnten die Gäste somit verdient auf 12:10 (19. Spielminute) verkürzen und die Partie weiterhin offen gestalten. Die Carstens-Sieben überzeugte in dieser Phase mit viel Übersicht und Treffsicherheit über alle Positionen hinweg. Zur Pause stand es 19:15 für den Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel machte die Carstens-Sieben dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Das hohe Tempo und die nötige Durchschlagskraft in den Zweikämpfen wurden weiter mit Treffern belohnt. Auch das Nachsetzen in der Abwehr zeigte Wirkung und unterbrach das Positionsspiel der Zebras. Die Stationen 20:18 (35. Spielminute) und 21:19 (37. Spielminute) ließen die Gäste weiter hoffen. Doch der THW kam über die Entschlossenheit zurück und überzeugte mit viel Übersicht und der nötigen Effektivität vor dem Mindener Tor. Die zugestellte Spielfeldmitte durch die Grün-Weißen bot nun viel Platz auf den Außenbahnen, die die Kieler souverän ausnutzten. Im Angriff machte sich nun auch der stark dezimierte Kader der Ostwestfalen bemerkbar, die vor dem Tor mehr Nerven zeigten und klare Chancen nicht nutzen konnten. Niklas Landin wurde zum entscheidenden Faktor in der Kieler Defensive. Zehn Minuten vor Schluss zogen die Hausherren davon und bauten ihren Vorsprung auf neun Treffer aus. Nach dem Schlusspfiff zeigte die Hallen Uhr die deutliche 34:25-Niederlage.

Die Mindener Jungs reisen morgen von Kiel direkt zum Pokal-Spiel, das übermorgen bei den Eulen Ludwigshafen ausgetragen wird.

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Wir hatten viele Phasen im Spiel, die okay waren und in denen wir auch im Angriff viel gegenhalten konnten. Ein besseres Ergebnis haben wir am Ende leider liegen lassen, weil wir zu oft an Niklas Landin gescheitert sind. Die Differenz ärgert mich sehr, weil wir insgesamt besser waren und es knapper hätten halten können. Zurzeit zahlen wir viel Lehrgeld, weil die Neuzugänge erst in ihre Rollen schlüpfen müssen. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg.“

Niclas Pieczkowski: „Heute haben wir uns nur auf unsere Leistung konzentriert und das umgesetzt, was wir im Training besprochen hatten. Die letzten zehn Minuten waren dann doch viel zu wenig und haben gezeigt, dass wir insbesondere in 1:1-Situationen noch Probleme haben. Daran müssen wir jetzt weiterarbeiten. Nach dem brutalen Auftaktprogramm kommen jetzt die Gegner, bei denen es besonders drauf ankommt. Ich bin sehr zuversichtlich bei den kommenden Partien, weil die Mannschaft ihre Leistung insgesamt sehr gut einordnen kann.“

Torschützen GWD: Mohamed Amine Darmoul (8/1), Mats Korte (4), Niclas Pieczkowski (4), Lucas Meister (2), Nikola Jukic (2), Max Staar (2), Joshua Thiele (1), Miro Schluroff (1), Tomas Urban (1).

Im Tor: Carsten Lichtlein (1.-53. Minute mit 6 Paraden), Lukas Grabitz (54.- 60. Minute mit 1 Parade). 

Torschützen Kiel: Niclas Ekberg (11/8), Harald Reinkind (6), Patrick Wienczek (4), Hendrik Pekeler (4), Sven Ehrig (2), Magnus Landin (2), Nikola Bilyk (2), Sander Sagosen (1), Steffen Weinhold (1), Leon Benitez (1).
Im Tor: Niklas Landin (1.- 60. mit 15 Paraden, davon 2 Siebenmeter).

Zeitstrafen: Meister (16.), Staar (23., 47., 54.), Janke (29.), Darmoul (35.), Richtzenhain (57.) – Horak (30., 60.), Wiencek (42.).

Rote Karte: Max Staar (54.)

Spielfilm: 3:1 (5.), 7:3 (10.), 11:7 (15.), 13:10 (20.), 16:12 (25.), 19:15 (30.), 20:18 (35.), 23:19 (40.), 26:21 (45.), 28:22 (50.), 29:23 (55.), 34:25 (60.).

Schiedsrichter: Marijo Zupanovic, Martin Thone

Zuschauer: 9000

Spieltagspartner: Bei den Spielen gegen den THW Kiel werden wir von unserem Team-17 Partner Meyer Jumbo unterstützt!

© GWD Minden – vog / Foto: Sascha Klahn

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