Gut gebrüllt, Löwen!
Bundesliga Spielberichte Saison 17/18 | 01. Mrz 2018

Die Rhein-Neckar Löwen geben sich in Minden keine Blöße gegeben und gewinnen die Partie gegen das GWD-Team deutlich mit 35:24 (17:13). Das sehr klare Ergebnis wird der phasenweise ansprechenden Leistung der Hausherren dabei nicht gerecht.

Aber es begann ganz ordentlich! Nach einer tollen Balleroberung von Youngster Maximilian Nowatzki traf Sören Südmeier zum 3:3-Ausgleich für das GWD-Team. Sechs Minuten waren in der Partie gegen den Deutschen Meister aus Mannheim zu diesem Zeitpunkt gespielt und es sah bis dahin so aus, als wollten sich die Grün-Weißen so gar nicht in die Rolle des Underdogs einfügen. Luka Zivzej und Miljan Pusica kümmerten sich höchstpersönlich um Löwen-Spielmacher Andy Schmid, im Angriff stand überraschend Nenad Bilbija von Beginn an auf dem Feld. Den Hausherren gelang noch das 4:4, aber dann wurde die Carstens-Sieben Opfer ihrer eigenen Abschlussschwäche. Zu häufig nutzten die Rhein-Neckar Löwen Ballverluste der Mindener, um im Tempospiel für klare Verhältnisse zu sorgen. So stand es schnell 7:4 (11.) und 12:6 (18.) für den Favoriten. Erst dann gelang es den Ostwestfalen, den Lauf der Löwen zu stoppen und wieder besser in die Partie zu kommen. Vor allem Christoffer Rambo erwies sich als zuverlässiger Schütze und konnte eine Handvoll Treffer zum 13:17-Pausenstand beitragen.

Nach dem Wechsel bot sich den knapp 2.900 Zuschauern in der KAMPA-Halle wenig Grund zur Aufregung. Die Löwen verwalteten ihren Vorsprung, die Mindener bemühten sich um ein ansehnliches Ergebnis. Der souveräne Auftritt des Deutschen Meisters erstickte alle grün-weißen Hoffnungen auf etwas Zählbares im Keim und so bejubelten die GWD-Fans vor allem die gelungenen Spielzüge ihres Team – wie etwa Magnus Gulleruds schöner Heber zum 19:23 (41.). Viel Applaus gab es auch für Maximilian Nowatzki, der beim 21:27 (50.) sein erstes Saisontor erzielte. Konnten die Dankerser lange Zeit die Niederlage in Grenzen halten, so wurde in den letzten zehn Minuten aus dem achtbaren dann doch noch ein deutliches Ergebnis. Die Löwen schalteten auch in Anbetracht des sicheren Sieges keinen Gang zurück, stellten in der Abwehr mit der 5:1-Deckung eine schwer zu lösende Aufgabe und lagen nach dem 32:22 (54.) durch Henrik Pekeler erstmals mit zehn Toren vorn. Dass es am Ende dann sogar elf Treffer waren, ärgerte Trainer Frank Carstens, der die fehlende Emotionalität seines Teams bemängelte, sichtlich. Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren musste vor allem der Überlegenheit des Gäste Tribut zollen: “Es ist schon brutal, wie schnell das dann innerhalb einer Viertelstunde geht. Ich finde es schade, dass wir es nicht geschafft haben, da noch mal ein Feuer zu entfachen. Es ist aber auch beeindruckend, mit welcher Ernsthaftigkeit die Rhein-Neckar Löwen diese Aufgabe angegangen sind.”

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Das war ein völlig verdienter Sieg für die Löwen. Es fehlte uns heute an Feuer und Biss, den es in solch einem Spiel braucht. Zwar hatten wir ein paar gute Einzelleistungen, unterm Strich muss in solch einem Spiel aber mehr passieren, damit – vor allem zuhause – der Spielstand länger als 45 Minuten eng gestaltet werden kann.”

Nikolaj Jacobsen: „Aus unserer Sicht war das hier in Minden ein komisches Spiel, denn wir haben gut angefangen, nach dem 12:6 waren wir dann aber zu ungeduldig und Minden hat uns sofort mit Gegenstößen bestraft. Nach der Pause kann ein Vier-Tore-Vorsprung dann kippen, weil Minden gute Phasen hatte und wir im Angriff nicht so gespielt haben, wie ich mir das vorgestellt habe. Wenn man dann das Ergebnis sieht, muss ich gestehen, die elf Tore sind ein wenig zu hoch.”

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (8), Sören Südmeier (3), Luka Zvizej (3/1), Marian Michalczik (2), Nenad Bilbija (2), Aleksandar Svitlica (1), Magnus Gullerud (2), Miljan Pusica (1), Maximilian Nowatzki (1), Kim Sonne Hansen (1).
Im Tor: Espen Christensen (1.-43. mit 10 Paraden), Kim Sonne Hansen (43.-60. mit 4 Paraden).

Torschützen Rhein-Neckar Löwen: Gudjon Valur Sigurdsson (11/3), Mads Mensah Larsen (7), Andy Schmid (5), Henrik Pekeler (5), Patrick Groetzki (3),  Rafael Baena Gonzalez (2), Harald Reinkind (1), Filip Taleski (1).
Im Tor: Mikael Appelgren (1.-42. mit 7 Paraden), Andreas Palicka (42.-60. mit 9 Paraden).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:6 (10.), 6:10 (15.), 7:12 (20.), 10:14 (25.), 13:17 (30.).  15:20 (35.) 18:23 (40.), 20:26 (45.), 21:28 (50.), 22:32 (55.), 24:35 (60.).

Strafminuten: Mansson (26.) – Petersson (31.).

Zuschauer: 2.883

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