Grün-Weiß triftt auf Grün-Weiß in Wetzlar
Bundesliga | 22. Dez 2014

Trainer Goran Perkovac weiß allerdings, dass es ganz schwierig wird, in Wetzlar etwas Zählbares zu holen. Die HSG steht derzeit auf dem neunten Tabellenplatz und hat dabei ein Punktekonto von 18:20 aufzuweisen. Zuletzt schienen die Leistungen allerdings ein wenig schwankend zu sein, gegen den Tabellenvorletzten aus Lemgo schaffte man nur ein Unentschieden, bewies dabei aber Moral und machte dabei einen Vier-Tore-Rückstand wett. Zuvor konnte man dagegen dem amtierenden Champions-League Sieger aus Flensburg einen Punkt abknöpfen.

Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider hat eine gewisse Qualität aufzuweisen, welche insbesondere durch Ivano Balic verkörpert wird. In seiner Vita hat er neben den Erfolgen bei den Olympischen Spielen 2004 und der Weltmeisterschaft 2003, auch den Titel des Welthandballers im Jahre 2003 stehen. „Mit Fäth, Balic und Tönnesen hat Wetzlar einen ganz starken Rückraum und auch die groß gewachsene Abwehr ist nur schwer zu knacken“, analysiert GWD-Trainer Goran Perkovac die Stärken der HSG. Insbesondere Steffen Fäth konnte sich beim Spiel in Lemgo mit neun Toren auszeichnen.

Perkovac freut sich auf die Partie in der Rittal-Arena: „Das Spiel wird sehr schwer, denn die Mannschaft ist sehr gut eingespielt, aber es ist immer schön dort zu spielen. Die Halle ist voll und es herrscht eine gute Stimmung.“ Die Hoffnung auf weitere Punkte für die Grün-Weißen ist allerdings nicht ganz unbegründet. Von einer „Heimmacht“ kann bei den Hessen nicht unbedingt die Rede sein: in der heimischen Halle haben sie in dieser Saison erst drei Mal gewonnen und verloren unter anderem auch gegen Lübbecke und das aktuelle Tabellenschlusslicht aus Bietigheim.

Viel Selbstvertrauen dürften die Grün-Weißen auch aus Ihrem Auftreten beim Mühlenkreis-Derby am vergangenen Samstag ziehen. Gerade der vor dem Spiel zum Problemfall deklarierte Rückraum konnte überzeugen. Arne Niemeyer traf gegen seinen ehemaligen Klub gleich sieben Mal und auch Dalibor Doder machte auf der Mittelposition ein gutes Spiel. Dabei zeigte die Mannschaft sehr viel Engagement und Kampfbereitschaft. Tugenden, die auch in Wetzlar mit Sicherheit für einen Erfolg nötig sind, die das Team in den letzten Wochen aber nicht immer konstant abrufen konnte. Goran Perkovac sprach in diesem Zusammenhang vor kurzem von einer „emotionalen Variabilität“, die die Mannschaft an den Tag legt.

Der Kader wird aller Voraussicht nach der gleiche sein wie gegen Lübbecke. Eine vage Hoffnung besteht für Christoffer Rambo. Vielleicht kann der Norweger nach seiner Sprunggelenksverletzung schon morgen in das Team zurückkehren. Anwurf der Partie ist um 20:15 Uhr.

©  GWD Minden – kel

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