Europameister und bester Linksaußen!
Bundesliga | 04. Aug 2014

Mit einem gut aufgelegten Jonas Maier zwischen den Pfosten und einer sicheren Abwehr begann die DHB-Sieben mit einem 4:0-Lauf in das Spiel. Der erste Gegentreffer wurde erst nach neun Minuten zugelassen. Über die Zwischenstände 10:7 und 12:7 (24.) wurde die Kronenauswahl auf Distanz gehalten. Allerdings spielten die Schweden zum Ende der ersten Halbzeit nochmal stark auf und konnten auf 12:10 verkürzen, verwarfen bei diesem Zwischenstand allerdings einen Strafwurf. Zur Halbzeit stand es 13:11.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Yves Kunkel zur Lebensversicherung der Auswahl, als er bis zum 18:15-Zwischenstand in der 39. Minute alle fünf Treffer für seine Mannschaft erzielte. Die Blau-Gelben steckten aber nie auf, standen in der Abwehr wieder deutlich besser und konnten den Deutschen über die Zwischenstände 19:20 (46.), 20:21 (47.) und 22:23 (55.) den Schneid abkaufen. In der 56. Minute gingen die Skandinavier 24:23 in Führung und setzten das Team um Kunkel damit gehörig unter Druck. In den letzten Minuten des Finales wurde die Abgeklärtheit der Mannschaft deutlich, die sie schon während des gesamten Turniers auszeichnete. Fabian Wiede und zwei Mal Tim Suton brachten die Adlerauswahl in Führung und markierten den 26:24-Endstand.

Mit Abpfiff fiel die Anspannung der letzten sechs Wochen, in denen sich die Mannschaft auf das Turnier vorbereitete und spielte, ab. Die Spieler feierten untereinander und mit den Fans ihren Coup. „Unsere Spieler haben alles auf dieses Turnier ausgerichtet und jetzt feiern wir mit Milch und Wasser. Nein, wenn es hier irgendwo einen Ort zum Feiern gibt, werden wir ihn auch finden“, flachste Trainer Baur nach dem Spiel.

Bei der Wahl zum wertvollsten Spieler einer Position schafften es zwei frisch gebackene Europameister in das All-Star-Team des Turniers. Yves Kunkel wurde bester Linksaußen und mit 50 Treffern auch bester Torschütze aus den Reihen des DHB.  Im Halbfinale gegen Spanien und im Finale traf er jeweils neun Mal. Ebenfalls den Sprung in die Mannschaft des Turniers schaffte Kunkels Nebenmann im linken Rückraum, Paul Drux von den Füchsen Berlin.

 Stimmen zum Spiel:

Yves Kunkel: „Die Geschichte hat sich genauso wieder abgespielt wie 2012, Österreich ist ein gutes Pflaster für uns. Am Anfang haben wir gut losgelegt, am Ende hatten wir einen kleinen Durchhänger, ganz am Schluss haben wir das Spiel rumgebogen. So haben wir uns das vorgestellt, sechs Wochen hart gearbeitet und jetzt wird gefeiert.“

DHB-Präsident Bernhard Bauer: „Imposant, nervenstark und erfolgreich: Unsere Junioren haben gezeigt, dass wir zurecht auf sie bauen. Glückwunsch an die Mannschaft, die Trainer Markus Baur und Axel Kromer und das gesamte Team hinter dem Team. Dieses Endspiel war allerbeste Werbung für den Handballsport.”

Niklas Mörk (Spieler Schweden): „Wir hatten einen sehr schlechten Start und haben dann viele Zwei-Minuten-Strafen bekommen. Wir sind dann herangekommen, haben gedacht, der Titel wäre möglich, daher haben wir in der zweiten Halbzeit voll attackiert. Es war so eng am Ende, aber wir konnten sie nicht bezwingen. Wir sind sehr enttäuscht!“

Deutschland – Schweden 26:24 (13:11)

Tor: Jonas Maier (5 Paraden), Christopher Rudeck (6 Paraden).

Feld: Yves Kunkel (9), Tom Spieß, Paul Drux (2), Marcel Engels, Lars Spieß, Tim Suton (4), Simon Ernst (1), Max Emanuel, Fabian Wiede (4), Florian Baumgärtner, Timo Kastening (3), Jannik Kohlbacher (3), Fabian Wiederstein

Foto Copyright: ÖHB

©  GWD Minden – lha

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