„Es gibt keinen Favoriten“
Bundesliga | 19. Dez 2017

Die Rückrunde der DKB Handball-Bundesliga beginnt für GWD Minden mit einem echten Kracher: am Donnerstag (Anwurf 18.30 Uhr) steht für die Grün-Weißen das 67. Mühlenkreis-Derby beim TuS N-Lübbecke an.

Anders als noch bei den „Dezember-Krachern“ gegen Flensburg, Hannover und Kiel geht GWD Minden im Derby beim TuS N-Lübbecke nicht als klarer Außenseiter in die Partie. Die Favoritenrolle möchte Dankersens Trainer Frank Carstens dennoch nicht annehmen. „In Derbys gibt es für mich keinen klaren Favoriten. Solche Spiele leben durch den Sport auf der einen und die Emotion auf der anderen Seite. Wir sind das bessere Team, aber die emotionale Ebene dürfen wir nicht unterschätzen“, warnt er. Dabei ist für ihn auch nicht entscheidend, dass zum ersten Mal seit geraumer Zeit wieder in Lübbecke gespielt wird: „Beide Fanlager sind immer zahlreich vertreten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Spieler kaum einen Unterschied ausmachen kann!“

Es ist gut möglich, dass die Dankerser in diesem prestigeträchtigen Duell auf ihren Kapitän Dalibor Doder verzichten müssen. Aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel musste der Schwede am Dienstag das Training aussetzen. „Wir hoffen natürlich, dass er rechtzeitig fit ist. Aktuell steht hinter einem Einsatz aber noch ein Fragezeichen“, bedauert Carstens. Sollte dieser unglückliche Fall eintreten, kann sich der 46-Jährige aber auf seine Mannschaft verlassen: „Sören Südmeier, Marian Michalczik, Miljan Pusica und Nenad Bilbija können ebenfalls offensiv und in der Mitte agieren.“

Ob auf Seiten des Gastgebers sämtliche Akteure mitwirken können, lässt sich ebenfalls nur vermuten. Rückraumspieler Marko Bagaric musste in den letzten Partien pausieren und könnte ebenfalls im Mühlenkreis-Derby ausfallen. Sicher mit dabei sein dürften hingegen die ehemaligen Mindener Nils Torbrügge und Joel Birlehm im Tor. „Uns macht es stolz, dass ehemalige GWD-Spieler in anderen Teams jetzt wichtige Rollen einnehmen. Das verdeutlicht, dass wir eine gute Ausbildung bieten“, freut sich Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren.

Insgesamt wechselten in den letzten Jahren einige Spieler die Trikotfarben von grün nach rot. Dennoch unterstreicht von Behren, dass das Derby gegen den TuS immer noch eines der wichtigsten Duelle des Jahres ist. „Da müssen zwei Punkte her. Ich wünsche Lübbecke den Klassenerhalt, aber die Punkte sollten sie nicht gegen uns holen“, appelliert er an seine Grün-Weißen, das Gastspiel für sich zu entscheiden. Und GWD-Torhüter Kim Sonne Hansen vergleicht das anstehende Duell mit der Begegnung beim TV Hüttenberg: „Da waren wir am Anfang sofort präsent, darauf wird es beim Derby auch ankommen!“

Damit am Donnerstagabend nach Schlusspfiff die 21 Kilometer lange Rückreise mit einem Lächeln und zwei Punkten angetreten werden kann, muss die GWD-Mannschaft nicht nur von Beginn an präsent sein, sondern auch möglichst das gute Tempospiel der Lübbecker unterbinden. Denn beim ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in der aktuellen Saison ging eben jenes Tempospiel an den TuS. „Wir dürfen nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern müssen einen geordneten Ballfluss entwickeln und uns nach Toren schnell zurückziehen“, weiß Carstens, der im zweiten Derby als Trainer den zweiten Sieg verbuchen möchte!

© GWD Minden – lvs

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