Erneut auf der Suche nach den letzten Prozenten
Saison 17/18 Bundesliga Spielberichte | 22. Apr 2018

Drei Wochen nach Ostern scheint die Handball-Fastenzeit für die Fans von GWD Minden noch nicht beendet. Die Grün-Weißen unterlagen vor eigenem Publikum dem SC Magdeburg mit 29:41 (12:21) und offenbarten dabei eine enttäuschend schwache Leistung. Der SCM wahrte mit dem Erfolg seine Ansprüche auf die Champions League-Plätze und bleibt seit November 2017 in der DKB Handball-Bundesliga ungeschlagen.

Es war so ein Spiel, bei dem am Ende die Suche nach Erklärungen das Geschehen beherrscht. Harte Worte fielen nach dem Abpfiff in der Pressekonferenz, in der Trainer Frank Carstens und Frank von Behren nur mit Mühe die Fassung bewahren konnten. Mindens Sportlicher Leiter: „Ich glaube, jeder Zuschauer hat gesehen, dass es an allen Ecken und Enden gefehlt hat. Ich bin mir sicher, dass wir ein größeres Potential haben, als wir es heute gezeigt haben. Wir haben jetzt ein paar interessante Tage vor uns und haben am Donnerstag in Gummersbach die Chance, das Bild wieder zurecht zu rücken.“

Eines war schon früh deutlich: Der SC Magdeburg hatte die beiden heftigen Niederlagen in der KAMPA-Halle aus den Vorjahren nicht vergessen, und wollte schnell für klare Verhältnisse sorgen. Eine zunächst schwächere Defensivleistung der Gäste sorgte dann aber dafür, dass das GWD-Team zumindest bis zum 4:5 (9.) noch im Rennen blieb. Dann zog der SCM auf 8:4 davon und war die spielbestimmende Mannschaft. Während die Gäste hauptsächlich über die Flügel mit Matthias Musche und Robert Weber erfolgreich waren, trafen auf Mindener Seite Magnus Gullerud und Marian Michalczik noch am zuverlässigsten. Den Grün-Weißen fehlten aber vor allem die Ballgewinne in der Defensive. Dort bekam Dankersen wenig Zugriff auf das Spiel, auch die Torhüter waren weit von ihrer Bestform entfernt. Sinnbildlich war da der Treffer zum 12:21-Pausenstand, den Kim Sonne Hansen durch die sprichwörtlichen „Hosenträger“ bekam.

Aleksandar Svitlicas Treffer zum 13:21 und 14:22 brachten die Ostwestfalen nach dem Seitenwechsel zunächst wieder auf acht Treffer heran, doch damit hatten die Grün-Weißen ihr Pulver auch schon so gut wie verschossen. Beim 15:25 (35.) lagen die Gäste aus Sachsen-Anhalt zum ersten Mal mit zehn Toren vorn, hatten ihren Torhunger damit aber längst noch nicht gestillt. Über die Stationen 16:29 (38.) und 22:36 (50.) nahm das Dankerser Debakel seinen Lauf. Inzwischen hatten auch die SCM-Fans die Stimmgewalt in der Halle übernommen. Frank Carstens wechselte den Torhüter und die Abwehrformation, doch das Achselzucken ob der Vorstellung der Hausherren blieb. Vergebener Siebenmeter durch Svitlica, Rote Karte gegen Marian Michalczik, Empty-Net-Goal durch Michael Damgaard – die Gesichter auf der Mindener Bank wurden immer länger. Der SC Magdeburg jedoch zog sein Spiel unbarmherzig durch und imponierte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Der letzte Treffer der Partie war Christoffer Rambo vom Siebenmeterpunkt vorbehalten. Immerhin etwas…..

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Ich muss die Zuschauer um Entschuldigung bitten ob unsere Leistung. Ich bin verantwortlich für eine solche Leistung. Von der Tendenz her ist es nicht das erste Spiel, in dem uns einige Prozentpunkte fehlten. Wir werden jetzt Konsequenzen und Lehren ziehen und dann hoffentlich einen Turnaround schaffen. So können wir die Saison auf jeden Fall nicht zu Ende spielen. So wollen wir nicht Handball spielen und jetzt liegen interessante Tage vor uns.“
Bennet Wiegert: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung meines Teams. Einzelne Spieler möchte ich deshalb nicht herausstellen. Ich bin sehr glücklich, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben. Ich kann mich noch sehr gut an die herbe Niederlage in Minden in der letzten Saison erinnern, deswegen freut es mich umso mehr. Zur Spielanalyse lässt sich sagen, dass wir uns anfangs schwer taten und zu leichte Würfe zugelassen haben. Dann sind wir allerdings souverän und professionell mit der hohen Pausenführung umgegangen.“

Torschützen GWD Minden: Aleksandar Svitlica (7/1), Christoffer Rambo (7/1) Marian Michalczik (4/1), Magnus Gullerud (4), Dalibor Doder (4), Miljan Pusica (2), Andreas Cederholm (1).
Im Tor: Espen Christensen (1.-16. Minute und 38. – 50. mit einer Parade), Kim Sonne Hansen (16. – 38. und 50. bis 60. mit vier Paraden).

Torschützen SC Magdeburg: Michael Damgaard (12), Robert Weber (8/5), Matthias Musche (6), Mads Christiansen (4), Nemanja Zelenovic (3), Marko Bezjak (2), Zeljko Musa (2), Piotr Chrapkowski (1), Christian O’Sullivan (1), Lukas Mertens (1), Daniel Petterson (1).
Im Tor: Jannick Green Krejberg (1. – 60. mit elf Paraden, davon zwei Siebenmeter).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:6 (10.), 7:10 (15.), 8:14 (20.), 10:17 (25.), 12:21 (30.), 15:26 (35.), 18:30 (40.), 21:33 (45.), 23:36 (50.), 26:38 (55.).

Strafminuten: Zvizej (14.), Michalczik (20., 35., 53.).
Rote Karte: Michalczik (53.)

Zuschauer: 2014
Schiedsrichter: Christoph Immel und Ronald Klein

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