Erfolgreicher Jahresabschluss in Oberluebbe
Bundesliga | 29. Dez 2014

Der heimische Handball-Bundesligist war beim Traditionsturnier zwar erneut haushoher Favorit, hatte im Kampf um den MH-Cup vor dicht gefüllten Rängen aber dennoch nicht immer leichtes Spiel. Daran hatte Oberligist Lit NSM großen Anteil. Der Final-Gegner der Grün-Weißen – tags zuvor Sieger des Holzhauser Turniers – hielt 14 der 20 Minuten Spielzeit tapfer dagegen (bis zum 9:9), bekam aber dann die Wurfstärke von Top-Torschütze Christoffer Rambo, Dalibor Doder und Co. zu spüren. „Über 60 Minuten hätte das anders ausgesehen“, wollte NSM-Coach Daniel Gerling den Teilerfolg nicht zu hoch hängen. Auch sein Gegenüber Goran Perkovac stellte nach dem knappen 16:13-Finalsieg fest: „20 Minuten kann fast jede Mannschaft mitmachen.“

Aber nur fast. Denn auf dem Weg zum Finale schlug sich einzig der Turnier-Neuling und Verbandsliga-Fünfte HSG Hüllhorst gegen den Stargast achtbar (9:12). Oberligist TuS Spenge (7:21) ging im Halbfinale genauso unter wie zuvor Ausrichter Eintracht Oberlübbe (6:17). Beim Bundesligisten fehlten mit Miladin Kozlina, Marco Oneto und Magnus Jernemyr drei internationale Hochkaräter, die bereits auf dem Weg zu ihren Nationalteams und zur WM waren. Auch Christoph Steinert und Moritz Schäpsmeier wurden aus gesundheitlichen Gründen geschont. Doch auch so strahlte das Team um Dalibor Doder großen Glanz aus. „Die Stimmung in der Halle war toll“, lobte Trainer Goran Perkovac die Kulisse. Bevor es für ihn zur Familie in die Schweiz ging, genoss der Coach einen angenehmen Jahresabschluss nach einer Kräfte wie Nerven zehrenden ersten Halbserie der Bundesliga: „Die Spieler haben im Lauf des Turniers immer mehr Spaß an der Sache bekommen“, stellte Perkovac fest.

So soll es sein, denn bei einem Turnier dieser Art steht bekanntlich nicht der Erfolg an erster Stelle, sondern der Spaß. Deshalb war Ulrich Telgheder, Vorsitzender der Eintracht, zufrieden: „Ich glaube, wir konnten das gute Besucher-Ergebnis aus dem vergangenen Jahr ein klein wenig toppen. Dazu haben die Mannschaften tollen Handball gezeigt und unser Ergebnis ist bei diesem Teilnehmerfeld aller Ehren wert.“ Mitorganisator und Frauen-Coach Dieter Löffelmann schloss sich Telgheder an: „Es war einfach nur klasse. Es gab nicht ein einziges Damel-Spiel und die Stimmung war super. Das Turnier war noch stärker als im vergangenen Jahr.“

GWD trat an mit: Jens Vortmann, Gerrie Eijlers – Florian Freitag (4), Artjom Antonevitch (7), Christoffer Rambo (17), Marius Traue (8), Yves Kunkel (9), Nils Torbrügge (6), Arne Niemeyer (2), Marten Franke (2), Aljoscha Schmidt (1), Aleksandar Svitlica (5), Dalibor Doder (5).

© Mindener Tageblatt / GWD Minden 

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