Eine Reise ins Ungewisse
Bundesliga | 05. Dez 2013

Auch wenn es schwer wird: In die Partie beim SC Magdeburg gehen die Grün-Weißen mit dem nötigen Rückenwind, um den dritten Erfolg hintereinander und den ersten Auswärtssieg zu holen. Anwurf in der GETEC-Arena ist 15:00 Uhr.

Die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt haben das Verletzungspech wirklich gepachtet. Wer weiß, wo der SCM in der Tabelle stehen würde, wenn das Team nicht ständig Ausfälle kompensieren müsste. Wozu eine gesunde Magdeburger Mannschaft in der Lage ist, zeigte sie gleich zu Beginn der neuen Saison. 6:0 Punkte nach drei Spielen lautete die tadellose Bilanz. Doch dann brach die Seuche bei den Ostdeutschen aus. Zeitweise fehlte fast die Hälfte des Profikaders verletzungsbedingt und so folgte nicht überraschend der Absturz ins Mittelfeld der DKB Handball-Bundesliga. Kein Wunder ist es deswegen auch, dass die Leistungen der Gastgeber derzeit an eine Wundertüte erinnern. So setzte es im letzten Heimspiel gegen die MT Melsungen eine 19:29-Klatsche, während die Elbstädter das Derby in Eisenach vergangenen Samstag wiederrum ungefährdet mit 31:23 gewannen. „Bei Magdeburg weiß man nicht, was kommt. Die Mannschaft hat das Potential, eines der besten Teams in der Liga zu sein, aber ist aufgrund der vielen Verletzungen kaum gefestigt. Wenn ständig vier oder fünf Spieler fehlen, geht das auch gar nicht“, kann GWD-Coach Goran Perkovac die schwierige Situation der Gastgeber nachvollziehen. Zwar verbessert sich die Personallage beim SCM langsam, doch auch am Sonnabend werden wieder einige Akteure fehlen oder angeschlagen ins Spiel gehen. Das betrifft vor allem die Positionen am Kreis und auf Linksaußen, wo Matthias Musche (Muskelfaserriss in der Fußsohle) sowie Bartosz Jurecki (Innenbandriss im Knie) definitiv ausfallen und Yves Grafenhorst, Marco Oneto wie auch Abwehrchef Kjell Landsberg noch nicht wieder bei 100 Prozent sind. Die Magdeburger deswegen zu unterschätzen wäre allerdings ein schwerwiegender Fehler, wie der überraschende 34:31-Heimerfolg am 9. Spieltag gegen den THW Kiel beweist.

Der Start der Grün-Weißen in die Adventszeit ist als gelungen zu bezeichnen. Mit dem verdienten 31:28 über FRISCH AUF! Göppingen erarbeiteten sich die Dankerser einen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze und sollten nach zwei Siegen in Folge das nötige Selbstvertrauen haben, um in Sachsen-Anhalt bestehen zu können. „Wir haben uns gesteigert, sind als Team reifer geworden und schauen zunächst auf unser eigenes Spiel, egal gegen wen. Die Mannschaft ist gut genug, um auch starke Gegner zu schlagen“, lautet die klare Linie von Goran Perkovac. Zudem erinnern sich die Ostwestfalen wahrscheinlich gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit den Elbstädtern, gab es doch den Klassenerhalt nach dem 26:26-Unentschieden in der KAMPA-Halle zu feiern. Allerdings darf bei allem, was gerade für GWD spricht nicht vergessen werden, dass die Mannschaft aus dem Mühlenkreis noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt und eine sehr schwere Rückrunde bevorsteht, in der sich nicht ausschließlich auf die Heimstärke verlassen werden sollte. Die Grün-Weißen müssen endlich auch auswärts punkten. „In der Rückrunde haben wir fast alle Großen zu Hause, da sind zehn Punkte gefährlich“, warnt der Dankerser Trainer. Die erste Chance für ein paar Zähler in der Fremde gibt es beim SCM. Bis auf Vignir Svavarsson, der weiterhin mit Rückenproblemen zu kämpfen hat und den langzeitverletzten Moritz Schäpsmeier sind alle Mann topfit.

Ziel in Magdeburg ist es dementsprechend, zumindest einen Zähler zu holen. Wenn die Mannschaft ihr Leistungsvermögen abruft und diszipliniert spielt, dürfte das kein aussichtsloses Unterfangen sein.

©  GWD Minden – rok

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