Eine Niederlage, mit der es sich leben lässt
Bundesliga Saison 16/17 Spielberichte | 03. Dez 2016

GWD Minden hat, gemessen an seiner personellen Situation, ein achtbares Ergebnis beim Gastspiel in Flensburg erzielt. Die Grün-Weißen unterlagen in der Flens-Arena mit 23:30 und konnten nach dem 10:17-Pausenrückstand den zweiten Durchgang immerhin offen gestalten. Torhüter Kim Sonne überzeugte nach seiner Einwechslung mit 17 Paraden. 

Ohne Marian Michalczik, aber immerhin mit dem zuletzt angeschlagenen Christoffer Rambo war das GWD-Team in die Partie beim Tabellenzweiten gegangen. Coach Frank Carstens hatte Gerrie Eijlers im Tor aufgeboten, Helge Freiman begann zunächst im linken Rückraum. Der Mindener Plan, den Gegner in den Positonsangriff zu zwingen ging über weite Strecken der Partie auf. Eine disziplinierte Angriffsleistung der Gäste minimierte die Ballverluste am gegnerischen Kreis und so blieben die gefürchteten Gegenstoß-Treffer des Tabellenzweiten aus. Mit einer sehr disziplinierten und konzentrierten Spielweise und einem bärenstarken Kim Sonne, der nach einer Viertelstunde in die Partie kam, betrieben die Mindener äußerst erfolgreich Schadensbegrenzung.

Einige Minuten lang durften sich die Grün-Weißen in der Flens-Arena sogar im Vorteil wähnen, ehe der SG-Express Fahrt aufnahm. Charlie Sjöstrand, Moritz Schäpsmeier, Magnus Gullerud, Sören Südmeier und Aleksandar Svitlica warfen bis zum 5:4 (7.) jeweils die Führung für die Gäste heraus. Doch dann blieb Flensburgs starker Keeper Mattias Andersson immer häufiger Sieger im Duell mit den GWD-Schützen. Heinl, Jakobsson & Co. warfen den Gastgeber nach der ersten Viertelstunde mit 11:5 in Front. Erst dann konnten die Ostwestfalen, den Sturmlauf der SG wieder bremsen und den Abstand zum Favoriten bis zur Pause gleich zu halten. So nahmen die Dankerser einen 10:17-Rückstand mit in die Kabine.

Auch nach dem Wechsel gelang es der Carstens-Sieben, den Spielverlauf offen zu gestalten. Die Nordlichter kontrollierten zwar nach wie vor die Partie, einen ähnlich hohen Vorsprung wie schon gegen einige der GWD-Tabellennachbarn, konnten sie aber zunächst nicht herausspielen. Das GWD-Team spielte gut mit und überstand nach vierzig Minuten selbst eine doppelte Hinausstellung gegen Helge Freiman und Joakim Larsson ohne großen Schaden. Erst ein Flensburger Sololauf vom 23:17 zum 27:17 brachte die Mindener nach 50 Minuten zum ersten Mal mit 10 Toren ins Hintertreffen. Doch die Gäste bewiesen auch in den Schlussminuten noch Moral. Dalibor Doder, Aleks Svitlica mit einem Dreierpack sowie Magnus Gullerud und Charlie Sjöstrand sorgten dafür, dass es am Ende „nur“ ein 30:23 für die SG Flensburg-Handewitt gab. Mit der Sieben-Tore-Niederlage und der Tatsache, dass man die zweite Spielhälfte immerhin ausgeglichen gestalten konnte, zeigte sich auch Teammanager Günter Gieseking zufrieden: „Das war eine sehr disziplinierte und konzentrierte Vorstellung unserer Mannschaft. Nach der Pause haben wir den starken Willen gezeigt, hier ein achtbares Ergebnis zu erzielen.“

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Natürlich gibt es ein paar Kleinigkeiten, die noch besser hätten laufen können. Mir hat es gefallen, dass wir die Grundvoraussetzungen des Kampfes bis zu letzten Minute aufrecht erhalten haben und auch bis zum Schluss immer nach Lösungen gesucht haben. Aber wenn man gegen Flensburg spielt, gibt es immer auch ein paar Probleme, die man einfach nicht lösen kann. “

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (6/2), Christoffer Rambo (4), Charlie Sjöstrand (4), Magnus Gullerud (3), Hege Freiman (2), Moritz Schäpsmeier (2), Dalibor Doder (1), Sören Südmeier (1).

Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-15. mit 4 Paraden), Kim Sonne (15.-60. mit 17 Paraden davon 1 Siebenmeter).

Torschützen SG: Holger Glandorf (5), Jacob Heinl (5), Johan Jakobsson (5), Rasmus Lauge Schmidt (4/4), Hampus Wanne (4), Jim Gottfridsson (3), Lasse Svan (3), Thomas Mogensen (1).
Im Tor: Mattias Andersson (1.-52. mit 10 Paraden), Kevin Möller (52.-60. mit 2 Paraden).

Spielfilm: 3:4 (5.), 7:5 (10.), 11:6 (15.), 12:7 (20.), 14:8 (25.), 17:10 (30.), 19:13 (35.), 20:14 (40.), 24:17 (45.), 27:17 (50.), 29:20 (55.), 30:23 (60.).

Strafminuten: Freiman (9., 39.), Rambo (20.), Larsson (41.) – Karlsson (7.), Mahé (54.).

Zuschauer: 6.203
Schiedsrichter: Colin Hartmann und Stefan Schneider

© GWD Minden – bra

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