Ein Spiel der Superlative
Saison 18/19 Bundesliga Spielberichte | 30. Sep 2018

GWD Minden hat seine Heimstärke gegen den TVB Stuttgart eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im vierten Heimspiel der Saison sammelten die Schützlinge von Frank Carstens die Punkte Nummer 5 und 6 und erstickten beim souveränen 38:25 (20:12) jedes Fünkchen Hoffnung der Gäste im Keim.

Es waren noch nicht einmal acht Minuten in der KAMPA-Halle gespielt und die Stimmung unter den knapp 2.200 Zuschauern hätte kaum besser sein können. Mit 4:2 lagen die Hausherren bereits in Führung als Espen Christensen das Siebenmeter-Duell gegen Michael Kraus gewann und Dalibor Doder im Gegenzug die Lücke im Innenblock der Stuttgarter nutzte. Das Mindener Stimmungsbarometer schlug weiter in Richtung „Hoch“ aus, weil das GWD-Team sich im Angriff sehr zweikampfstark präsentierte und so direkte Treffer erzielte, vor allem aber viele Siebenmetersituationen nutzen konnte. Die Abwehr um den starken Keeper Espen Christensen war die zweite große Trumpfkarte der Ostwestfalen. Immer wieder gelang es, die Angriffsspielzüge der Stuttgarter zu unterbrechen und in schnelle Gegentore umzuwandeln. Das 13:8 (20.) von Christoffer Rambo leitete die intensivste Phase der Grün-Weißen ein, die im Minutentakt Treffer von Kevin Gulliksen und Espen Christensen folgen ließen. Malte Noltings erster Bundesligatreffer zum 16:9 (25.) war eine schöne Randnotiz, der 20:12-Halbzeitstand die erfreuliche Bilanz der ersten Hälfte des Arbeitstages der GWD-Akteure.

Nach dem Wechsel taten sich die Grün-Weißen schwer, die Konzentration aus den ersten 30 Spielminuten wieder zu finden. Ballverluste im Angriff waren die Folge und nun waren es die Gäste, die im Tempospiel zum Erfolg kamen. Doch die Mindener kamen, angeführt vom starken Christoffer Rambo, wieder in den optimalen Spielmodus und ließen im vierten Heimspiel der Saison nichts mehr anbrennen. Beim 27:19 (43.) war der Acht-Tore-Abstand wiederhergestellt und es blieb sogar noch Zeit für Kabinettstückchen: das 30:22 (47.) erzielte Marian Michaczik nach toller Vorarbeit von Luka Zvizej per Kempa-Trick. Nächste Station auf dem Weg zum perfekten Handballnachmittag war die erste Zehn-Tore-Führung. Youngster Max Staar traf nach 52 Minuten zum 33:23. Doch der Torhunger des GWD-Teams war damit noch lange nicht gestillt. Nach fünf Treffern in den letzten fünf Minuten fehlte am Ende nur ein Hauch zur magischen 40-Tore-Marke. Doch auch mit 38 Toren war es für GWD Minden schon das Spiel der Superlative. Über den höchsten Saisonsieg und die beste Trefferausbeute sagt Frank von Behren: „Ich bin wirklich sehr froh, dass wir über 60 Minuten eine gute Leistung gebracht und das Spiel bis zum Ende souverän dominiert haben. Das ist gut für das Selbstvertrauen und ein Meilenstein für unsere weitere Entwicklung.“

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Wir haben heute wirklich eine Leistung gesehen, die positiv aus dem Rahmen gefallen ist. Es gibt kaum ein Element, das wir gegenüber den Spielen vorher nicht verbessert haben. Ich möchte keinen Spieler herausheben, weil es heute eine sehr geschlossene Leistung war.“

Jürgen Schweikardt: „Es ist für mich extrem hart, weil bei uns einfach die Grundlage für Leistungssport gefehlt hat, was Kampf und Einsatz angeht. Es fällt schwer, das jetzt schnell abzuhaken. Für mich sah das heute so aus, als hätten zwei Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen gespielt.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (9), Dalibor Doder (8/3), Marian Michalczik (6), Luka Zvizej (4/1), Kevin Gulliksen (4), Andreas Cederholm (2), Magnus Gullerud (2), Espen Christensen (1), Malte Nolting (1), Max Staar (1).
Im Tor: Espen Christen (1.-60. mit 16 Paraden), Kim Sonne Hansen (n.e.).

Torschützen TVB: Lukas von Deschwanden (5), David Schmidt (4), Bobby Schagen (3/1), Tobias Schimmelbauer (3), Manuel Späth (3), Robert Markotic (2), Dominik Weiß (2), Sascha Pfattheicher (1), Samuel Röthlisberger (1), Michael Schweikardt (1).
Im Tor: Jonas Maier (1.-27. mit 5 Paraden), Johannes Bitter (27.-60. mit 5 Paraden).

Zeitstrafen: Gullerud (24.), Pusica (39.) – von Deschwanden (21.).

Spielfilm: 4:2 (5.), 5:4 (10.), 9:6 (15.), 13:8 (20.), 16:10 (25.), 20:12 (30.), 22:16 (35.), 24:18 (40.), 28:21 (45.), 31:23 (50.), 35:23 (55.), 38:25 (60.).

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper
Zuschauer: 2.171

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