„Ein Spiel auf Biegen und Brechen“
Saison 14/15 Spielberichte | 08. Mai 2015

Die Hausherren ließen sich auch von einer frühen Zeitstrafe gegen Aleksandar Svitlica erst einmal nicht aus dem Konzept bringen. Die Dankerser, für die überraschenderweise Nenad Bilbija auch in der Abwehr auflief, liefen zwar von Beginn an einen Rückstand hinterher, verloren die MT aber zu keinem Zeitpunkt aus den Augen. Doch nach dem 6:7 (11.) durch Aleksandar Svitlica riss im grün-weißen Angriffsspiel der Faden. Es gelangen kaum noch zwingende Aktionen, die Absprachen passten nicht. Die Gäste wussten dies zu nutzen und zogen auf 6:11 (17.) davon. Auch die Abwehraktionen des GWD-Teams wirkten irgendwie verkrampft. So kam es nicht zu den erhofften Ballgewinnen, die schnelle Gegenstoßtore ermöglicht hätten.

Die Wende kam dann mit der zweiten Auszeit von Frank Carstens fünf Minuten vor dem Pausenpfiff. Danach organisierten die Hausherren ihr Spiel deutlich besser und kamen noch zu drei Toren. Weil die Melsunger in der 30. Minuten zudem noch reichlich Strafzeiten sammelten, gingen die Grün-Weißen mit einem knappen Rückstand (13:14) und einer deutlichen Überzahl in die Kabine.

Der Ausgleich kurz nach der Pause war so keine Überraschung. Aber gerade als die Gastgeber mit dem 16:15 ihre erste Führung verbuchten, warf eine doppelte Hinausstellung (Niemeyer und Svitlica) die Mannschaft wieder zurück. Aber Gerrie Eijlers, der für Jens Vortmann gekommen war, verhinderte Schlimmeres. Die Partie wurde immer hitziger und hatte Einiges an Spannung zu bieten. Bei ständig wechselnden Führungen wurde das Spiel für alle Beteiligten zu einer reinen Nervensache. Zweimal brachte der überragende Yves Kunkel sein Team beim 19:18 und 23:22 wieder in Führung. Danach überstanden die bravourös kämpfenden Hausherren sogar eine doppelte Unterzahl. Die nächste Zeitstrafe gegen Magnus Jernemyr war dann zuviel für das GWD-Team, das bis dahin fast ein Drittel der Spielzeit in Unterzahl bestritten hatte. Die MT glich durch Momir Rnic zum 25:25 aus und setzte damit den Schlusspunkt unter ein Spiel, das man an der Weser sicher mit sehr gemischten Gefühlen betrachten wird.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben heute schon wieder die Anfangsphase verschlafen. Da gibt es einige Dinge, die ich nicht verstehe. Dann schaffen wir es besser zu verteidigen und kompakter zu stehen. In der zweiten Halbzeit war es ein Kampf auf Biegen und Brechen. Unterm Strich haben wir einen Punkt gegen einen Europacup-Aspiranten geholt und das ist ja auch nicht selbstverständlich.“

Axel Geerken: „Michael hat sich schon gemeldet und ist zufrieden mit einem Punkt. Wir haben gut begonnen, haben dann aber zu viele Zeitstrafen kassiert. Man hat gesehen, dass es für Minden um sehr, sehr viel geht. Am Ende war das Unentschieden wohl gerecht.“

Torschützen GWD: Yves Kunkel (9/4), Aleksandar Svitlica (6/3), Nenad Bilbija (2), Dalibor Doder (2), Christoph Steinert (2), Arne Niemeyer (1), Christoffer Rambo (1), Moritz Schäpsmeier (1), Nils Torbrügge (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-30. und 46.-60. mit 13 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Gerrie Eijlers (30.-46. mit 3 Paraden).

Torschützen MT: Momir Rnic (6), Michael Müller (5), Nenad Vuckovic (4), Michael Allendorf (3), Johannes Sellin (3), Jeffrey Boomhouwer (1), Felix Danner (1), Philipp Müller (1), Malte Schröder (1).
Im Tor: Mikael Appelgren (1.-60. mit 9 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Per Sandström (bei Siebenmetern).

Spielfilm: 2:4 (5.), 5:7 (10.), 6:9 (15.), 7:11 (20.), 10:14 (25.), 14:9 (30.), 16:15 (35.), 16:17 (40.), 19:20 (45.), 21:22 (50.), 24:23 (55.), 25:25 (60.).

Strafminuten: Svitlica (3., 36.), Jernemyr (58.), Niemeyer (36.), Torbrügge (14., 51.), Rambo (53.) – M. Müller (30.), P. Müller (30.), Sellin (30.), Allendorf (34.), Danner (54.).

Zuschauer: 3.010
Schiedsrichter: Christoph Immel und Ronald Klein

  

 
© GWD Minden – bra

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