Ein R(h)einfall in Mannheim
Saison 17/18 Bundesliga Spielberichte | 07. Sep 2017

Mit einer Handball-Lehrstunde wurde die Reise des GWD-Teams zum Deutschen Meister nach Mannheim „belohnt“. Die Grün-Weißen waren bei den Rhein-Neckar Löwen von Beginn an chancenlos und unterlagen mit 22:37 (11:20).

Das zwischenzeitliche 1:2 durch Magnus Gullerud war der einzige Offensiv-Lichtblick für die Gäste in den ersten acht Minuten der Partie beim Deutschen Meister. Die Löwen-Abwehr drängten Dalibor Doder & Co. immer wieder in aussichtslose Wurfpositionen und bestraften die missglückten Abschlüsse dann im Handumdrehen per Gegenstoß. Auf der anderen Seite kamen die Mannheimer mit schnellen Spielzügen immer wieder gefährlich zum Abschluss und ließen Espen Christensen im GWD-Gehäuse dabei kaum eine Chance. Beim Blick auf die Ergebnistafel mögen sich die GWD-Spieler gefühlt haben, wie noch am Sonntag der Derbygegner aus Lübbecke. Die Zwischenstände beim 1:6 (8.), 3:10 (15.) und 6:13 (21.) ließen nicht Gutes erahnen. Der Wechsel von Christoffer Rambo auf Andreas Cederholm machte sich dann immerhin bezahlt. Der Schwede tat dem Mindener Spielfluss gut und zeigte sich zudem noch zielsicher. Sieben Tore des überragenden Andy Schmid waren der Grundstein der 20:11-Pausenführung für die Löwen.

Auch nach dem Wechsel liefen die Ostwestfalen dem hohen Rückstand der Anfangsphase hinterher. Die anfängliche Spielfreude des Dalibor Doder verwandelte sich in Übermut und nach dem 12:21 durch den schwedischen Mittelmann gelang erst einmal gar nichts mehr. Was die Mindener im Angriff zustande brachten, stellte Weltklasse-Keeper Mikael Appelgren vor keine ernsthaften Probleme. Die Dankerser agierten zu ungeduldig und lieferten gerade von den Halbpositionen eine unbefriedigende Wurfquote ab. Vornehmlich über die linke Seite schwappte währenddessen eine Löwen-Angriffswelle nach der anderen auf das GWD-Tor, das mittlerweile von Nachwuchsmann Maurice Paske gehütet wurde. Dem Keeper des Mindener Drittligateams war in seiner knapp 20 Minuten Einsatzzeit aber keine Parade vergönnt, er musste bei den Löwen-Treffern Nummer 29 bis 38 noch einige Male hinter sich greifen. Nenad Bilbija betrieb mit seinen drei Toren in der Schlussphase noch Ergebniskosmetik für den Außenseiter.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir waren zu keiner Zeit ein ebenbürtiger Gegner und es war klar, wo das Spiel hingehen würde. Ab der 12. Minute beim 9:2 war das Spiel für uns vorbei. Wir haben 60 Minuten lang eine Lektion bekommen, was besonders Tempo und Gradlinigkeit angeht. Bei uns hakte es vor allem im Angriff, wo wir es dem Torwart mit schlechten Abschlüssen leicht gemacht haben. Es fehlten Geschwindigkeit und Ballfluss. Die magere Ausbeute an Paraden auf unsere Seite zeigt ebenfalls die fehlende Konkurrenzfähigkeit. Nun gilt es die Lektion schnellstmöglich zu verarbeiten und das Gelernte im Heimspiel gegen Göppingen umzusetzen.“

Torschützen GWD: Nenad Bilbija (4), Andreas Cederholm (4), Dalibor Doder (4), Christoffer Rambo (3/2), Mats Korte (2), Aleksandar Svitlica (2), Marian Michalczik (1), Magnus Gullerud (1), Max Staar (1/1).

Im Tor: Espen Christensen (1.-43. mit 3 Paraden), Maurice Paske (43.-60.)

Torschützen RNL: Andy Schmidt (9/6), Jerry Tollbring (8), Patrick Groetzki (4), Larsen Mads Mensah (4), Harald Reinkind (3), Bogdan Radivojevic (2), Rafael Baena Gonzalez (2), Momir Rnic (2), Henrik Pekeler (2), Filip Taleski (1).
Im Tor: Mikael Appelgren (1.-24. mit 15 Paraden davon 1 Siebenmeter), Andreas Palicka (bei Siebenmetern)

Spielfilm: 3:1 (5.), 7:2 (10.), 10:3 (15.), 12:6 (20.), 15:8 (25.), 20:11 (30.), 23:12 (35.), 27:13 (40.), 29:14 (45.), 32:17 (50.), 36:18 (55.), 37:22 (60.).
Strafminuten: Michalczik (14.), Pusica (20.), Cederholm (28.), Gullerud (48.) – Guardiola (48.), Bliznac (58.).

Zuschauer: 4.639
Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff

© GWD Minden – bra

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