Ein Gegner, der gelegen kommt
Bundesliga | 21. Feb 2018

Erst holprig gestartet, dann wieder in die Spur gefunden und nun will man auf Kurs bleiben. Nach der enttäuschenden Leistung in Hannover zu Beginn des neuen Handballjahres, zeigte sich das GWD-Team am vergangenen Sonntag gegen Hüttenberg wieder in gewohnter Form und möchte beim nächsten Auswärtsauftritt am Donnerstag in Erlangen ebenfalls überzeugen.

Der HC Erlangen ist in den vergangenen Jahren zum engen Weggefährten der Mindener geworden. Nach der Saison 2014/2015 stiegen beide Teams in die 2. Liga ab, um ein Jahr später Seite an Seite wieder ins Handball-Oberhaus zurückzukehren. Dort erwischte der HCE im vergangenen Jahr eine nahezu perfekte Saison und belegte am Ende den neunten Rang. Eine Leistung, die die Franken in diesem Jahr noch nicht bestätigen konnten. Als Trainer Robert Andersson Anfang Oktober seinen Hut nehmen musste, hatte sein Team gerade einmal fünf Zähler auf dem Konto – an den hohen Erwartungen der Nürnberger gemessen, deutlich zu wenig. Mittlerweile hat Adalsteinn Eyjolfsson das Zepter übernommen und seine Schützlinge wieder in höhere Tabellengefilde führen können.

Der HCE rangiert mittlerweile direkt hinter dem GWD-Team, weist allerdings fünf Zähler Rückstand auf. „Sie haben den Dreh bekommen und legen jetzt auch mehr Selbstvertrauen an den Tag“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens über den nächsten Gegner. Verändert hat sich auch dessen Spielweise. „Isländisch“ wird mittlerweile gedeckt, mit einer offensiven 6:0-Formation, gelegentlich auch mal im 5:1. „Im Angriff sind sie eine kleine Wundertüte“, sagt Carstens, der in Christoph Steinert und Nico Büdel die entscheidenden HCE-Akteure sieht. Mit Nikolas Katsigiannis und Gorazd Skof hätten die Franken zudem eines der besseren Torhüter-Gespanne der Liga, so der Coach.

Die Grün-Weißen sehen sich für die Aufgabe im Süden gut gewappnet. „Diese Mannschaft liegt uns irgendwie. Die wichtigen Spiele haben wir gegen sie immer gewonnen“, heißt es. So sagt Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren: „Natürlich ist es unser Ziel, dort zu gewinnen. So ein Spiel entscheidet darüber, ob wir am Ende Neunter oder Zwölfter werden. Wir sollten uns daran zurückerinnern, was uns da im letzten Jahr gelungen ist.“ Beim 27:23-Erfolg taten die Dankerser im Februar 2017 einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Wenn das GWD-Team bereits heute in den Bus Richtung Süden steigt, wird Andreas Cederholm nicht dabei sein. Der Schwede hat nach einem Trainingsunfall immer noch Probleme mit einer Gehirnerschütterung. Max Staar ist dagegen wieder dabei und wird zusammen mit Maximilian Nowatzki und Lukas Kister das Trio der Nachwuchskräfte bilden. Anwurf in der Arena Nürnberg ist um 19.00 Uhr

 

©  GWD Minden – bra

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