Die Hölle Nord erwartet GWD
Bundesliga | 13. Dez 2013

Dass die Reise zur SG Flensburg-Handewitt wahrhaftig zu einem Höllentrip werden kann, durften zuletzt der THW Kiel und der ThSV Eisenach feststellen. Zunächst erwischte es den amtierenden deutschen Meister, der bei seiner 30:34-Niederlage absolut chancenlos war, aber zumindest mit einem erträglichen Ergebnis nach Hause fuhr. Die Thüringer hatten nicht soviel Glück und wurden mit 24:43 deklassiert. Momentan ist das Team von der Ostsee einfach höllisch gut drauf. Mit Trainer Ljubomir Vranjes, Anders Eggert, Thomas Mogensen, Lasse Svan, Michael Knudsen und Matthias Andersson stehen gleich sechs Akteure des All Star Game 2014 bei den Nordlichtern unter Vertrag. „Das ist ein absolutes Top-Team. Sie sind noch stärker als Magdeburg“, bringt es GWD-Coach Goran Perkovac ohne Umschweife auf den Punkt. Dabei lief der Saisonstart bei der SG zunächst nicht wie erwartet. Gerade einmal 6:4 Punkte nach fünf gespielten Partien standen auf der Habenseite, eindeutig zu wenig für die von vielen Experten zum Meisterschaftsfavoriten erklärten Flensburger. Inzwischen aber hat sich die Mannschaft eingespielt und bestätigt als aktueller Ligaprimus die Vorschusslorbeeren. Für GWD wird es daher am Sonnabend extrem schwer in der Hölle Nord, zumal die Gastgeber personell aus dem Vollen schöpfen können.

Doch genau darin liegt immer die Chance der vermeintlich schwächeren Mannschaft. Von den Dankersern werden keine Wunder erwartet, daher können sie befreit aufspielen. „Flensburg ist eigentlich eine sehr einfache Partie. Wir wollen eine ordentliche Leistung abliefern und dann schauen wir, was rauskommt“, meint der GWD-Trainer. Aus den Fehlern der Partie in Magdeburg wurde hoffentlich gelernt und so muss es sicherlich der Anspruch sein, eine ansprechende Leistung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten abzuliefern. Wenn dabei ein Punkt herausspringen sollte, wäre das natürlich optimal. In der letzten Saison setzte es an der Flensburger Förde eine 19:30-Niederlage. Angesichts der Tatsache, dass es am Ende im Abstiegskampf auch auf das Torverhältnis ankommen könnte, ein verbesserungswürdiges Resultat. „Man muss mit einer guten Einstellung dahin fahren, sonst verlierst du dort hoch. Ich will ein besseres Angriffsspiel als gegen Magdeburg sehen“, macht Goran Perkovac klar und GWD-Geschäftsführer Horst Bredemeier fügt hinzu: „Eine ordentliche Abwehrleistung beginnt in der Offensive. Ich erwarte von jedem, dass bis zum Schluss gekämpft wird!“ Weiterhin verzichten müssen die Ostwestfalen auf Vignir Svavarsson, der seine Rückenverletzung noch nicht auskuriert hat. Ansonsten sind alle Mann mit an Bord.

Dass die SG Flensburg-Handewitt nicht unverwundbar ist, zeigte am Mittwoch eindrucksvoll der EHV Aue. Die Erzgebirgler aus der zweiten Liga lieferten dem Favoriten beim 26:27 einen richtigen Pokal-Fight, lagen sogar mit drei Treffern zur Pause vorn. Daran sollten sich die Grün-Weißen für Sonnabend ein Beispiel nehmen. Es ist das 50. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine.

©  GWD Minden – rok

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