DHB Junioren: Jetzt geht es um eine Medaille
Allgemein | 28. Jul 2017

Der Siegeszug geht weiter und auch die Michalczik-Quote passte wieder! Beim 27:21 (14:11)-Viertelfinalerfolg der DHB-Junioren über Tunesien erzielte der GWD-Halblinke fünf Treffer. Er und sein Team spielen nun am Samstag gegen Spanien um den Einzug ins Finale.

Der Erfolg am Donnerstagabend war der siebte Sieg im siebten WM-Spiel der Mannschaft des Trainergespanns Erik Wudtke/Klaus-Dieter Petersen und bedeutete den sechsten Halbfinaleinzug bei einer U21-WM seit 2005. Nur 2013 hatte eine DHB-Auswahl seither die Vorschlussrunde verpasst. 2009 und 2011 war Deutschland Weltmeister geworden.

Im Gegensatz zum Zittersieg gegen Schweden im Achtelfinale am gestrigen Mittwoch hatte die deutsche Mannschaft das Viertelfinale gegen den Afrikameister mit Ausnahme einer kurzen Schwächeperiode nach dem Wechsel immer unter Kontrolle und setzten sich dominant durch. Gegen Tunesien war erneut der Magdeburger Lukas Mertens der beste deutsche Werfer mit sechs Treffern – insgesamt erhöhte der Linksaußen sein WM-Torkonto somit auf 36 Tore. Sebastian Heymann, Marian Michalczik und Lars Weissgerber steuerten je fünf Treffer bei.

Die deutschen Jungs gestalteten die Anfangsphase souverän. Torwart Joel Birlehm (TuS N-Lübbecke) hatte seine herausragende Form aus dem gestrigen Achtelfinale gegen Schweden konserviert, die bärenstarke Abwehr sorgte für viele Ballgewinne – und die wurden eiskalt per Gegenstoß in Tore umgemünzt. Nach zehn Minuten hieß es 5:2, nach 19 Minuten 10:4 – die DHB-Auswahl schien einem sicheren und deutlichen Sieg entgegenzusteuern. Sieben der 14 Treffer vor dem Wechsel kamen indes von den Außen Mertens und Weissgerber.

Doch dann zeigte Tunesien, warum man im Achtelfinale Island besiegt hatte: Mit viel Kampfkraft und Physis stemmte sich der Afrikameister gegen die Niederlage, der anfängliche deutsche Schwung stockte. Skander Zaied, Führender der WM-Torschützenliste mit jetzt 66 Treffern, war Tunesiens Alleinunterhalter mit insgesamt acht Toren. Zur Pause war sein Team beim 11:14 auf Schlagdistanz, sieben Minuten nach dem Wechsel drohte die Partie beim 15:16 sogar zu kippen.

Doch dieser Treffer war so etwas wie der Weckruf für die deutsche Mannschaft, die wieder ihr wahres Gesicht zeigte und sich binnen fünf Minuten wieder auf 20:15 absetzte. Und spätestens als Stefan Hanemann, der mittlerweile Birlehm zwischen den Pfosten abgelöst hatte, beim 25:20 einen Siebenmeter von Yassine Bouteffaha abgewehrt hatte (53.), standen die Zeichen auf Sieg und Halbfinale. In dieser entscheidenden Phase ging – wie schon tags zuvor gegen Schweden – der Mindener Marian Michalczik voran und markierte wichtige Treffer.

 

© GWD Minden – bra / dhb

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