Der Weltmeister zeigt GWD die Grenzen auf
Bundesliga Saison 16/17 Spielberichte | 14. Sep 2016

Zur Pause waren es sieben Tore, am Ende zehn. Gegen den frisch gebackenen Klub-Weltmeister von den Füchsen Berlin war das GWD-Team am Mittwochabend auf verlorenem Posten und unterlag mit 26:36 (13:20).

Vor dem Anpfiff in der Max-Schmeling-Halle wurden die Gäste aus Minden noch einmal eindrucksvoll daran erinnert, mit wem sie es an diesem Abend zu tun haben würden. Die Ehrung für den Vereins-Weltmeister hatte schon einiges an Spezialeffekten zu bieten. Und die Füchse taten alles dafür, diesem Ruf in ihrem ersten Liga-Heimspiel auch gerecht zu werden. Das GWD-Team, bei dem Moritz Schäpsmeier und Dalibor Doder angeschlagen waren und lediglich hinter der Bank Platz nehmen konnten, war durchaus bemüht, die Abwehr der Gastgeber in Bewegung zu bringen, doch Drago Vukovic und seine Nebenleute boten den Grün-Weißen kaum eine Lücke. Da gestaltete sich das Spiel der Berliner schon einfacher. Bis zum 12:6 (17.) hatten die Hausherren mit vielen ihrer Offensivaktionen Erfolg und trafen aus allen Lagen. Dann ließ man die Zügel allerdings etwas locker und GWD Minden bis auf drei Treffer (13:10) herankommen. Ebenso schnell wurden die Verhältnisse aber wieder zurechtgerückt. Zur Pause sahen die 5.853 Zuschauer mit den Füchsen Berlin die deutlich aktivere Mannschaft klar mit 20:13 in Führung liegen.

So nahm die Niederlage des GWD-Teams schon früh Konturen an. Symptomatisch für den Spielverlauf: nach 38 Minuten schließt Sören Südmeier mit einem Wurf ab, den Silvio Heinevetter mühelos fangen kann und direkt auf Mattias Zachrisson weiterleitet, der das 25:18 für den Klub-Weltmeister erzielt. Die Füchse verwalteten ihren Vorsprung und bei GWD Minden nutzten einige Akteure den Auftritt in der Hauptstadt, um sich auf der Bundesliga-Bühne zu beweisen. Florian Freitag hatte nach dem Wechsel Sören Südmeier auf der Mittelposition ersetzt und machte bis zu seiner unglücklichen Roten Karte ein gutes Spiel. Gegen die kompakte Füchse-Abwehr erwies sich Marian Michalczik im linken Rückraum als die torgefährlichere Wahl. Mindens Junioren-Nationalspieler gehörte am Ende mit fünf Treffern zu den erfolgreichsten Schützen seiner Mannschaft. Mats Korte erzielte seine ersten Bundesligatreffer und blieb dabei ohne Fahrkarte. Er und sein Team mussten letztendlich in eine Zehn-Tore-Niederlage einwilligen und einsehen, dass die Füchse Berlin nicht zu den Teams gehören, mit denen sich GWD Minden in dieser Saison messen muss.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir waren hier die schlechtere Mannschaft. Es gab ein paar Momente, wo wir vielleicht das Ergebnis besser hätten gestalten können. Das haben wir zeitweise genutzt und es dann aber wieder verworfen. Das ist es, was mich heute ärgert. Berlin hat das souverän runtergespielt und dazu kann ich nur gratulieren.“

Erlingur Richardsson: „Heute haben wir relativ gut gespielt. Mit der Aggressivität in der Abwehr und den Gegenstößen war ich zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir diese Aggressivität teilweise verloren.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (7/2), Marian Michalczik (5), Christoffer Rambo (5), Mats Korte (3), Florian Freitag (2), Joakim Larsson (2), Helge Freimann (1), Sören Südmeier (1).
Im Tor: Kim Sonne (1.-60. mit 8 Paraden davon 1 Siebenmeter).

Torschützen Füchse: Mattias Zachrisson (9), Paul Drux (5), Bjarki Elisson (5), Fabian Wiede (5/1), Drago Vukovic (4), Petar Nenadic (3), Kresimir Kozina (2), Steffen Fäth (1), Jakov Gojun (1), Kent Robin Tönnesen (1).
Im Tor: Silvio Heinevetter (1.-47. mit 9 Paraden), Petr Stochl (47.-60. mit 2 Paraden).

Spielfilm: 4:2 (5.), 6:3 (10.), 10:5 (15.), 13:8 (20.), 16:10 (25.), 20:13 (30.), 23:15 (35.), 25:18 (40.), 27:20 (45.), 30:24 (50.), 33:26 (55.), 36:26 (60.).

Strafminuten: Michalczik (21.) – Tönnesen (21.), Gojun (32.), Kozina (57.).
Rote Karte: Florian Freitag (52.)

Zuschauer: 5.853
Schiedsrichter: Colin Hartmann und Stefan Schneider

© GWD Minden – bra

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