Das Wunder von Flensburg – Teil 2?
Bundesliga | 18. Mai 2018

Am Sonntag (Anwurf 12:30 Uhr) muss GWD Minden am 32. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt bestehen. Doch vor dem Duell gegen den Tabellenzweiten richten die Ostwestfalen aus gegebenem Anlass einen Blick in die Vergangenheit.

Flensburg, da war doch was? Wir erinnern uns gerne zurück: vor ziemlich genau zehn Jahren, nämlich am 17. Mai 2008, feierte GWD Minden das wohl größte Handball-Wunder der jüngeren Vereinsgeschichte bei den Nordlichtern. Praktisch tot und mit einem Bein in der 2. Bundesliga siegten die Grün-Weißen am letzten Spieltag bei der SG Flensburg-Handewitt 29:28 und schafften den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt – aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber des TuS-N-Lübbecke, der trotz eigenen Siegs den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste.

„Dieses Spiel bleibt für mich immer unvergessen“, schwelgt Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren noch heute in Erinnerungen an seine aktive Zeit. Dieser Sieg mutet noch spektakulärer an, da GWD in der Saison 2007/2008 zuvor nur einen einzigen Auswärtspunkt holte.

Zehn Jahre später sind die Mindener frei jedweder Abstiegssorgen, dennoch ist die Stimmung nach der jüngsten Heimniederlage gegen den TVB Stuttgart ein wenig getrübt. „Als Team waren wir nicht gut, das Ergebnis hat uns hart getroffen“, sagte GWD-Coach Frank Carstens. Mit einer couragierten und geschlossenen Teamleistung wollen sich die Dankerser die Sympathien zurück erkämpfen. Nicht mit dabei sein können wird wahrscheinlich Nenad Bilbija. Der Slowene klagt über Probleme in der Schulter.

Doch die Schleswig-Holsteiner werden höchstwahrscheinlich auch nicht wie vor einer Dekade einen Gang runterschalten, stecken sie doch noch mitten im Rennen um die Deutsche Meisterschaft. Die 23:29-Niederlage des Ligaprimus Rhein-Neckar Löwen gegen die Füchse Berlin gibt der SG neuen Mut und Grund zum Optimismus. „Wir wollen die letzten drei Spiele unbedingt alle gewinnen“, verspricht SGFH-Spieler Thomas Mogensen auf der Vereinshomepage. Und die Statistik spricht ebenfalls für das Nordteam. Aus 55 Duellen verließ die Mannschaft von Maik Machulla 42 Mal als Sieger die Platte, GWD lediglich neun Mal.
Folgt am Sonntag in der „Hölle Nord“ zehn Jahre nach dem Wunder der zehnte Mindener Sieg? Es wäre der perfekte Zeitpunkt.

© GWD Minden – lvs

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