Das Derbyglück ist auf Mindener Seite
Saison 19/20 Bundesliga Spielberichte | 29. Sep 2019

So geht ein Derby! Spannung, Leidenschaft, Begeisterung, Kampf und am Ende GWD Minden als Sieger! Viele Gegenstöße prägten die Partie zwischen den Dankersern und dem TBV Lemgo. Die meisten der über 3.000 Zuschauern konnte nach 60 Minuten einen 33:31-Erfolg der Hausherren bejubeln.

Das war neu in der KAMPA-Halle: Bis zum ersten GWD-Tor sollten sich die gut 3.000 Zuschauer von ihren Plätzen erheben. Drei Minuten mussten sie ausharren, ehe Lucas Meister zum 1:2 für die Hausherren traf. In der stürmischen Anfangsphase schwappte die Partie hin und her, ohne dass sich eines der beiden Teams einen deutlichen Vorteil erkämpfen konnte. Der Derbycharakter drückte dem Spiel seinen Stempel auf und sorgte für viel Hektik und zerfahrene Aktionen. Wie erwartet, trumpften die Gäste aus Lemgo vor allem im Gegenstoßspiel auf und erzielten einen Großteil ihrer Treffer über den schnellen Bjarki Elisson. Aber auch die Grün-Weißen hatten mit Kevin Gulliksen einen Konterspezialisten an der Spitze der Torjägerliste. Die letzten Minuten vor dem Wechsel gehörten dem GWD-Team, das zwar einen Zwei-Tore-Führung mit in die Kabine nehmen konnte, sich aber dennoch ärgern musste, weil ein noch größerer Vorteil möglich gewesen wäre.

Etwas träge kam das GWD-Team aus der Pause und musste nach ein paar technischen Fehlern den TBV vorbeiziehen lassen. Ohne Marian Michalczik (wegen Adduktorenproblemen ausgeschieden) und Christoffer Rambo, der zunächst nur auf der Bank saß, fehlte es den Dankersern an Durchschlagskraft im Rückraum, was sich vor allem im Positionsangriff bemerkbar machte. Doch es ging auch anders: nach zwei Gegenstoßtoren von Juri Knorr waren die Gastgeber nach gut 40 Minuten wieder da (22:21). Leidenschaft, Siegeswille und die Unterstützung des Publikums waren drei weitere Trümpfe, die die Grün-Weißen in die Waagschale werfen konnten. Und so ging der verbissene Kampf um die beiden Derbypunkte weiter. Die Einwechslung von Espen Christensen brachte für die Hausherren noch einmal frischen Wind und wichtige Impulse. In einer Phase, in der jede Aktion spielentscheidend war, markierte der starke Juri Knorr die 32:31-Führung für seine Farben. Die GWD-Abwehr und Espen Christensen hielten hinten dicht und Magnus Gullerud traf, wie auch sonst, im Gegenstoß zum 33:31.

„Dass wir den Ausfall von Marian so gut verkraftet haben, macht mich stolz. Nach den letzten zwei Wochen, die für uns alle nicht einfach waren, haben Mannschaft und Zuschauer hier ein wichtiges Zeichen für den Handball in Minden gesetzt. Nach dem, was ich hier heute gesehen habe, ist mir nicht bange um die Zukunft der Mannschaft“, so Frank von Behren nach der Partie.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Natürlich bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben. Das Spiel heute konnte in beiden Richtungen ausgehen. Ich fand trotz der viele Tore die Verteidigungsreihen auf beiden Seiten gut. Nach der Verletzung von Marian war es für uns schwierig, die richtige Formation zu finden. Allerdings haben wir hier heute 17 Kontertoren bekommen. Wir sind sehr glücklich, dass wir das Spiel trotzdem gewonnen haben.“

Florian Kehrmann: „Wir haben in der ersten Halbzeit einen offenen Schlagabtausch gesehen. Nach der Pause wollten wir direkt wieder rankommen, dabei waren wir aber nicht konsequent genug. Am Ende war es ein Spiel Spitz auf Knopf. Kompliment an die Schiedsrichter.“

Torschützen GWD: Kevin Gulliksen (8), Juri Knorr (7), Magnus Gullerud (5), Aliaksandr Padshyvalau (4), Christoffer Rambo (3), Mats Korte (2), Lucas Meister (2), Christoph Reißky (2).
Im Tor: Malte Semisch (1.-53. mit 8 Paraden), Espen Christensen (53-60. mit 2 Paraden).

Torschützen TBV: Bjarki Elisson (12/2), Jonathan Carlsbogard (6), Dani Baijens (3), Andreas Cederholm (2), Christian Klimek (2), Bobby Schagen (2), Piotr Wyszomirski (2), Isaias Guardiola (1), Fabian von Olphen (1).
Im Tor: Piotr Wyszomirski (1.-52. mit 12 Paraden davon 1 Siebenmeter), Peter Johannesson (52.-60.).

Zeitstrafen: Reißky (24.), Pusica (30.), Meister (40.), Rambo (50., 57.) – van Olphen (23., 36.).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:4 (10.), 7:7 (15.), 8:8 (20.), 14:12 (25.) 17:15 (30.), 18:18 (35.), 21:21 (40.), 25:25 (45.), 27:27 (50.), 29:30 (55.), 33:31 (60.).

Schiedsrichter: Christoph Immel und Ronald Klein
Zuschauer: 3.044

© GWD Minden – bra

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