Carstens: „Wir müssen uns jetzt steigern“
Saison 15/16 Spielberichte | 06. Sep 2015

GWD Minden hat sich seinen ersten Saisonerfolg hart erarbeiten müssen. Gegen den Aufsteiger aus Ferndorf behielten die Grün-Weißen in eigener Halle mit 28:25 (16:12) die Oberhand, taten sich dabei aber lange Zeit sehr schwer.

Die Hausherren begannen mit Kim Sonne im Tor, Dalibor Doder auf der Mittelpositionen, Joakim Larsson am Kreis und Miladin Kozlina und Moritz Schäpsmeier auf den beiden Halbpositionen. Mit hohem Tempo gingen die Grün-Weißen in die Partie und sorgten schnell dafür, dass die 1:0-Führung der Gäste nur eine Momentaufnahme war. Nach einer Viertelstunden lag das GWD-Team bereits mit 10:4 in Front. Kim Sonne und seine Vorderleute leisteten in der Abwehr ganze Arbeit, erkämpften viele Bälle und legten so den Grundstein für schnelle Gegenstoßtore. Doch nach dem 14:7 durch Charlie Sjöstrand blieben die Mindener fast zehn Minuten lang ohne Tor. Mangelnde Abstimmung, individuelle Fehler und auch ein wenig Abschlusspech waren dafür verantwortlich. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und nutzten die Flaute im GWD-Angriff, um auf 14:10 zu verkürzen. Erst ein Gewaltwurf von Christoffer Rambo ließ die Dankerser Fans zwei Minuten vor dem Wechsel wieder jubeln. Der 16:12-Pausenvorsprung der Gastgeber hätte somit auch gern etwas höher ausfallen können.

Auch in Durchgang zwei ging der erste Treffer auf das Konto der Gäste. Charlie Sjöstrand, Moritz Schäpsmeier und Nenad Bilbija gelang es danach aber, das Ergebnis aus GWD-Sicht wieder positiver zu gestalten. Aber die Grün-Weißen fanden auch dann nicht zu der Souveränität aus der Anfangsphase zurück. Das Angriffsspiel wirkte mühevoll und verkrampft, oft kam man nur durch Einzelaktionen zum Erfolg. Die Gäste aus Ferndorf nutzen ihre Chance, steckten nicht auf und blieben dem Favoriten so immer dicht auf den Fersen. Auf mehr als drei oder vier Treffer konnten sich die Hausherren nicht absetzen und so dauerte es lang, ehe man in der KAMPA-Halle aufatmen konnte. Beim 26:24 (55.) wurde es sogar noch einmal richtig knapp. Florian Freitag und Dalibor Doder setzten mit ihren Toren den Schlusspunkt und sicherten den 28:25-Erfolg.

Zu den bemerkenswerten Aktionen der Partie gehörte die äußerst faire Geste von Miroslav Volentics. Der Gästespieler korrigierte in der Schlussphase eine Entscheidung des Schiedsrichtergespanns, die dem TuS einen Einwurf zugesprochen hatten. Valentins gab zu, den Ball noch berührt zu haben und GWD bekam den Ball. „So etwas erlebt man im Profihandball nicht jeden Tag“, zog auch Trainer Frank Carstens vor Volentics Sportsgeist den Hut.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben nach 20 Minuten den Faden verloren. Danach hat uns die Souveränität gefehlt, um das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Das ist natürlich nicht die Leistung, die wir uns vorgenommen haben. Wir müssen uns jetzt steigern und zwar schnell, denn in Bietigheim wird es nicht leicht.“
Michael Lerscht: „Absolutes Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben uns gut zurückgebissen in das Spiel. Am Ende hatten wir zwei, drei Fehler mehr, die das Spiel entschieden haben.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (9/6), Dalibor Doder (6), Charlie Sjöstrand (4/1), Moritz Schäpsmeier (3), Nenad Bilbija (2), Christoffer Rambo (2), Florian Freitag (1), Sören Südmeier (1).
Im Tor: Kim Sonne (1.-51. mit 17 Paraden davon 1 Siebenmeter), Gerrie Eijlers (51.-60. mit 2 Paraden).

Torschützen TuS: Daniel Mestrum (8), Miroslav Volentics (8/4), Uros Paladin (4), Alexander Koke (2), Florian Baumgärtner (2), Julian Schneider (1).
Im Tor: Lucas Puhl (1.-60. mit 13 Paraden davon 2 Siebenmeter), Kai Rottschaefer (bei 2 Siebenmetern).

Spielfilm: 3:2 (5.), 7:4 (10.), 10:4 (15.), 14:7 (20.), 14:9 (25.), 16:12 (30.), 19:13 (35.), 20:17 (40.), 22:18 (45.), 24:21 (50.), 27:24 (55.), 28:25 (60.).

Strafminuten: Larsson (43.), Rambo (57.) – John (7.), L. Schneider (13.).
Zuschauer: 1.875
Schiedsrichter: Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro

© GWD Minden – bra

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