Carstens: „Wir haben einen Plan“
Bundesliga | 03. Apr 2015

„Wir sind noch lange nicht am Ziel. Das war erst ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt“, hatte GWD-Trainer Frank Carstens nach dem Heimsieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf energisch auf die Euphoriebremse getreten. Doch die Grün-Weißen befinden sich zweifellos im Aufwind, haben mit ihrem neuen Coach bereits drei Siege eingefahren und wollen auch beim Tabellendritten nicht von vornherein den Kopf in den Sand stecken. „Natürlich suchen wir auch in Flensburg unsere Chance. Aber in solchen Spielen entscheidet der Gegner darüber. Wenn die SG 100 Prozent bringen kann, werden sie das Ding auch gewinnen“, sagt Carstens. Aber er hofft auch: „Wenn der Gegner am Sonntag Schwächen zeigt, werden wir die ausnutzen.“

Schwächen zeigte die SG Flensburg in den letzten Wochen reichlich. So zum Beispiel am vergangenen Mittwoch als die Nordlichter bei der HBW Balingen-Weilstetten über ein Remis nicht hinauskamen. Aber auch die Niederlagen beim Bergischen HC (31:36) und ein weiteres Remis in Erlagen dürften nicht nach dem Geschmack des Tabellendritten gewesen sein. Nach der schweren Verletzung von Holger Glandorf (Achillessehnenriss) hat die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes offenbar noch nicht wieder richtig in die Spur gefunden. Mit dem heimischen Publikum im Rücken läuft es dagegen nach wie vor gut für die SG. Nur die Rhein-Neckar Löwen und der SC Magdeburg konnten bislang Punkte aus der Flens-Arena entführen. „Flensburg spielt das im Moment sicher nicht immer locker-flockig runter. Aber sie sind auf jeden Fall in der Lage, eine sehr gute 6:0-Dekcung zu stellen, haben mit Mattias Andersson wohl den konstantesten Torwart der Liga und mit Tobias Karlsson einen der besten Abwehrspieler der Liga“, weiß man in Minden über den nächsten Gegner zu berichten.

Bei den Gästen ist die Stimmung mittlerweile leicht optimistisch. Nach dem Trainerwechsel ist eine positive Entwicklung im Team nicht zu verkennen. Der letzte Heimerfolg gegen Hannover beförderte die Grün-Weißen vorübergehend auf Platz 15 und damit seit Wochen wieder an das rettende Ufer. Personell sieht es an der Weser gut aus. Zwar laboriert Nenad Bilbija seit zwei Wochen an einer Knochenprellung im Knie. Für seinen Einsatz an der Förde besteht allerdings noch ein Stück Hoffnung. „Nenad ist schon eine Waffe für uns. Das hat man in Mannheim und Gummersbach gesehen“, betont dessen Trainer wie wichtig ein Einsatz des Slovenen für die Dankerser wäre. Moritz Schäpsmeier, der noch gegen Hannover wegen einer Grippe fehlte, steht dagegen mit Sicherheit wieder im Kader. Nach einer durchaus anstrengenden Trainingswoche sagt Frank Carstens über sein Team: „Alle sind etwas müde, aber es geht ihnen gut!“

Bereits am Samstag wird sich der GWD-Bus auf den Weg Richtung Norden machen. In der Vorbereitung wird also nichts dem Zufall überlassen. „Auch für das Spiel in Flensburg haben wir einen Plan, und es gibt bestimmte Aufgaben, denen wir uns stellen“, sagt Carstens. Seit Team will so am Ostersonntag wenigstens dafür sorgen, dass das Torverhältnis nicht allzu sehr leidet. Nach dem Geschmack der Ostwestfalen dürfte es aber durchaus auch ein bisschen mehr sein.

© GWD Minden – bra 

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