Carstens folgt auf Perkovac
Bundesliga | 24. Feb 2015

Im Juli 2013 hatte Perkovac die Grün-Weißen als Nachfolger von Sead Hasanefendic übernommen. In seinem ersten Jahr als GWD-Trainer gelang dem Olympiasieger von 1996 schon frühzeitig der Klassenerhalt. Daraus und aus vielversprechenden Neuverpflichtungen erwuchsen für die neue Saison Erwartungen, die das Team bis dato nicht erfüllen konnte. Nach der jüngsten Heimniederlage gegen den Bergischen HC rangiert GWD Minden auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Für diese Situation gibt es viele Erklärungen, unter anderem auch die Ausfälle, die wir in der ersten Saisonhälfte zu verkraften hatten. Daran ist nie der Trainer allein schuld, denn letztendlich steht die Mannschaft auf dem Platz und liefert ihre Leistung ab“, erklärte GWD-Manager Horst Bredemeier in dieser Woche und fügte sichtlich bewegt hinzu: „Das sind immer Entscheidungen, die sehr schwer fallen und Gespräche, die ich lieber nicht geführt hätte.“

Mit Frank Carstens, dessen Verpflichtung für die kommenden beiden Spielzeiten bereits vereinbart war, holt man sich an der Weser nun einen alten Bekannten ins Boot. Von 2000 bis 2003 trug der frühere Bremer das GWD-Trikot als Aktiver, musste nach einer langwierigen Verletzung dann aber sportlich kürzer treten. Beim OHV Aurich in der 2. Bundesliga beendete Carstens 2006 seine aktive Karriere und wechselte auf die Trainerbank. Ein Jahr später erhielt er ein Angebot von der TSV Hannover-Burgdorf, mit der er 2009 den Aufstieg ins Handball-Oberhaus feiern konnte. Ein Jahr später zog es Carstens zum SC Magdeburg, wo er bis zum Dezember 2013 tätig war. Ab September 2011 übte Frank Carstens zusätzlich das Amt des Co-Trainers der Deutschen Handball-Nationalmannschaft aus, legte dieses Amt nach 14 Monaten aber aus beruflichen und familiären Gründen nieder.

„Frank Carstens ist ein Mann, der mit den handelnden Personen hier bestens vertraut ist. Wir glauben, mit ihm einen Trainer gefunden zu haben, der unsere Philosophie teilt und unser Konzept, auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen, mittragen wird“, sagt Horst Bredemeier über seinen neuen Mann auf der Trainerbank. Carstens hat einen Vertrag, der bis zum Juni 2017 datiert ist. Obwohl sein Engagement auch für die 2. Liga Gültigkeit hat, strebt der neue GWD-Coach selbstverständlich den Klassenerhalt an: „Ich stelle mich der Aufgabe bei GWD schon jetzt, um meinen Beitrag zu dem immer noch möglichen Klassenerhalt zu leisten. Minden ist ein Standort für die erste Liga, auch wegen seines tollen Publikums.“

GWD Minden und Frank Carstens freuen sich über die Bereitschaft des SC Magdeburg, namentlich des dortigen Managers Marc-Henrik Schmedt, den noch bis zum 30.6. laufenden Vertrag mit dem Club aus Sachsen-Anhalt kurzfristig und unkompliziert aufzulösen.

© GWD Minden – bra

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