Carstens: „Das Derby wird im Kopf und im Herzen entschieden“
Bundesliga | 01. Sep 2017

Es ist mal wieder soweit. Am Sonntag kämpfen GWD Minden und der TuS N-Lübbecke um Punkte im Handball-Oberhaus. Ob das Derby auch in diesem Jahr wieder bemerkenswerte Geschichten schreibt, wird sich ab 15.00 Uhr in der KAMPA-Halle zeigen.

„Und jetzt freue ich mich auf das Derby!“, hatte Frank von Behren direkt nach dem ersten Punktgewinn der Saison am Donnerstag in Wetzlar gesagt. Und mit dieser Vorfreude steht  Mindens Sportlicher Leiter keinesfalls alleine da. Auch wenn Jahreszeit, Blasheimer Markt und Blaues Band der Weser die Derby-Euphorie ein wenig gedämpft haben, wird die KAMPA-Halle am Sonntag um 15.00 Uhr ordentlich beben. Immerhin hat man im Mühlenkreis fast drei Jahre lang ohne das Spiel der Spiele auskommen müssen. Am 20. Dezember 2014 standen sich GWD Minden und der TuS N-Lübbecke zum letzten Mal in der DKB Handball-Bundesliga gegenüber. Zwar durften die Mindener in diesem Spiel jubeln, mussten am Saisonende aber den Gang in die zweite Liga antreten. Im Jahr darauf erwischte es den TuS, mittlerweile sind beide Teams wieder erstklassig und fiebern dem 66. Aufeinandertreffen entgegen.

Zwar belegen die Gäste vom Wiehen zurzeit nur den letzten Tabellenplatz, das ist angesichts des Auftaktprogramms allerdings auch nicht verwunderlich. Gegen die Topteams aus Flensburg und Kiel gab es für den Aufsteiger wenig auszurichten. Und auch am Sonntag sieht TuS-Coach Aaron Ziercke die Gastgeber „leicht im Vorteil, allein schon deshalb, weil sie ein Heimspiel haben“. Andererseits bedeute dies aber auch, „dass Minden mehr Druck hat als wir“. Chancenlos sei man bei GWD aber „gewiss nicht“, selbst wenn hinter dem Einsatz von Lübbeckes Abwehrgröße Piotr Grabarczyk ein dickes Fragenzeichen steht.

Auf GWD-Seite klingen die Töne nach dem ersten Punktgewinn in Wetzlar ein wenig anders. „So ein Derby ist ein Spiel, das wir gerade zu Hause unbedingt gewinnen wollen“, sagt Frank von Behren und meint ganz losgelöst vom besonderen Charakter des Aufeinandertreffens: „Der TuS ist als Aufsteiger eine Mannschaft, die wir natürlich in der Tabelle hinter uns lassen wollen.“ Trotzdem weiß Mindens Sportlicher Leiter natürlich um die Schwere und Brisanz der Aufgabe. „Gegen den THW haben die Lübbecker eine sehr gute Spielanlage gezeigt und mit Peter Tatai einen starken Rückhalt gehabt“, heißt es. Trainer Frank Carstens macht sich nach den beiden sehr engen und kräftezehrenden Spielen gegen Leipzig und Wetzlar Gedanken über die Regeneration seiner Schützlinge: „Wir müssen die drei Tage bis Sonntag möglichst optimal nutzen.“ Als ehemaliger GWD-Spieler weiß Carstens nur zu genau, was von seinen Schützlingen am Sonntag verlangt wird. „Das Derby wird im Kopf und im Herzen entschieden und ich rechne damit, dass es sehr emotional und kämpferisch wird. Trotzdem müssen wir in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf behalten“, sagt der Coach.

3.100 Tickets sind bislang für das Derby verkauft, 600 Sitz- und 300 Stehplatzkarten warten noch auf einen Abnehmer. Die Tickets gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.gwd-minden.de oder ab 13.30 Uhr an der Tageskasse.

© GWD Minden – bra

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