Besser, aber noch nicht gut genug: GWD verliert gegen Wetzlar
Saison 22/23 Bundesliga Spielberichte | 13. Nov 2022

GWD Minden hat dem Überraschungssieg gegen die Füchse Berlin in dieser Woche nicht vergolden können. Auch im zweiten Pflichtspiel nach dem ersten Saisonerfolg blieb die Carstens-Sieben erfolglos und musste sich gegen die HSG Wetzlar in eigener Halle mit 26:29 (11:13) geschlagen geben.

Während die Hessen mit ihren Fans auf der Tribüne den Auswärtssieg feierten, mussten sich die Gastgeber mit der Erkenntnis auseinandersetzen, dass selbst nach dem Coup gegen den Tabellenführer noch viel Arbeit auf Frank Carstens und seine Schützlinge wartet. „Mit unseren Neuzugängen bräuchten wir jetzt eigentlich noch ein paar Wochen Vorbereitung, um uns zu finden. Die haben wir aber nicht und müssen uns jetzt in den Punktspielen finden“, erklärt der Coach.

In der turbulenten Anfangsphase fielen die Treffer im Minutentakt, ohne dass sich eines der beiden Teams dabei einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Bis zum 7:7 (12.) lieferten sich die 14 Akteure in der KAMPA-Halle einen offenen Schlagabtausch, wobei die Hausherren ihr Spiel sehr variabel aufzogen und sowohl über den Kreis und die Außen als auch aus dem Rückraum erfolgreich waren. Zwei Paraden von Wetzlars Nationalkeeper Till Klimpke und technische Fehler der Ostwestfalen verhalfen der HSG in den folgenden zehn Spielminuten zu einem Vier-Tore-Vorsprung (8:12). Mit viel Emotionen und einem hohen Risiko bemühte sich die Carstens-Sieben wieder um den Anschluss. In der ersten Welle wurden dabei allerdings klare Chancen nicht genutzt, im gebundenen Spiel haperte es an der Abstimmung und der Ordnung im Spielaufbau. Oft ließen sich die Grün-Weißen von der offenen Wetzlarer Deckung aus dem Konzept bringen und nahmen einen Zwei-Tore-Rückstand mit in die Kabine.

Mats Korte und Luka Sebetic stellten nach dem Wechsel innerhalb von drei Minuten den Gleichstand her. Die Partie blieb hart umkämpft und bot weiterhin beste Unterhaltung für die 1.850 Zuschauer in der KAMPA-Halle. Der Wetzlarer Innenblock leistete auch in dieser Phase ganze Arbeit und ließ das GWD-Team über die Angriffsmitte kaum zur Entfaltung kommen. Die Tore fielen dennoch, weil Malte Semisch für Ballgewinne sorgte und Tomas Urban und Philipp Ahouansou von den Halbpositionen erfolgreich waren. Den ersten Führungstreffer der Ostwestfalen im zweiten Durchgang markierte in der 48. Minute (20:19) Justus Richtzenhain nach einer schnellen Kombination über Amine Darmoul. Ein Lattentreffer und zwei Anspielfehler verpassten allen grün-weißen Hoffnungen in den nächsten drei Angriffen dann aber einen Dämpfer und die HSG hatte beim 21:24 (54.) den Vorteil wieder auf ihrer Seite. Als Justus Richtzenhain drei Minuten vor dem Ende seine zweite Zeitstrafe abbrummen musste und Lars Weissgerber den fälligen Siebenmeter verwandelte war die Partie entschieden. Die Gäste aus Wetzlar agierten in ihrer stärksten Phase des Spiels defensiv weiterhin solide und blieben in der Offensive ohne Fehlversuch. Sie wurden am Ende mit einem 29:26-Erfolg belohnt.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Ich habe hier heute zwei unterschiedliche Hälften gesehen. In der ersten Halbzeit standen wir gut in der Defensive und hatten vorne in einigen Situationen zittrige Hände. Nach dem Wechsel war es dann eher umgekehrt. Wetzlar hat in der entscheidenden Phase kaum einen Fehler im Angriff gemacht und das ist in so einem engen Spiel dann eben entscheidend. Wir haben am Ende zu viele schlechte Entscheidungen getroffen und die Abläufe haben noch nicht gepasst. Wir werden immer besser, was unsere Abstimmung und die Eingliederung der Neuzugänge angeht, aber wir sind da noch nicht gut genug.“

Benjamin Matschke: „Die Woche war sehr emotional für uns. In der 50.Minuten haben wir heute gedacht, dass wir wieder mit leeren Händen aus der Halle gehen. Ich möchte unsere jungen Spieler herausheben, die in der Endphase Lösungen gefunden haben.“

Torschützen GWD: Philipp Ahouansou (5), Tomás Urban (5), Amine Darmoul (5), Mats Korte (4/2), Justus Richtzeinhain (3), Max Staar (2), Timo Stoyke (1), Luka Sebetic (1).
Im Tor: Malte Semisch (mit 5 Paraden), Yahav Shamir.

Torschützen HSG: Emil Mellegard (6), Vladan Lipovina (5), Lars Weissgerber (3/1), Jonas Schelker (3), Adam Nyfjäll (2), Jovica Nikolic (2), Lukas Becher (2), Hendrik Wagner (2), Radojica Cepic (2), Lenny Rubin (2).
Im Tor: Till Klimpke (mit 10 Paraden), Anadin Suljakovic (mit 2 Paraden).

Zeitstrafen: Sebetic (5.), Richtzenhain (24., 57.), Janke (38.), – Mellegard (4.), Rubin (22.),

Rote Karte: .

Spielfilm: 3:3 (5.), 6:6 (10.), 8:9 (15.), 8:11 (20.), 9.13 (25.), 11:13 (30.), 13:13 (35.), 16:16 (40.), 18:19 (45.), 21:19 (50.), 22:24 (55.), 26:29 (60.).

Schiedsrichter: Christian & Fabian vom Dorff

Zuschauer: 1.858

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© GWD Minden – bra / Foto: Angela Metge

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