Besser, aber nicht gut genug
Saison 20/21 Bundesliga Spielberichte | 11. Apr 2021

Derbytime! GWD Minden hat im Wettkampf um den Handballthron in Ostwestfalen hauchdünn den Kürzeren gezogen. Die Gäste verloren beim TBV Lemgo-Lippe mit 27:29 (14:14). Im Duell zweier ersatzgeschwächter Teams gab der größere Kampfgeist den Ausschlag für die Hausherren.

Es war ein Derby, das seinen Namen redlich verdiente. Die Gäste aus Minden zeigten sich nach der Schlappe in Essen deutlich bemüht, in dem temporeichen Spiel aber auch sehr verkrampft. Die im Angriff sehr breit spielenden Lemgoer bestritten die Partie mit viel Druck hinter dem Ball und ließen der GWD-Deckungsreihe nur selten Gelegenheit, sich zu sortieren. Der Mindener Innenblock um Joschua Thiele und Maximilian Janke hatte darum anfangs ein paar Startschwierigkeiten, fand aber mit der Zeit besser ins Spiel. Vor allem Malte Semisch demonstrierte mit seinen insgesamt 14 Paraden seine derzeitige Topform. So gelang es der Carstens-Sieben während der ersten Hälfte zunehmend das Spiel zu übernehmen und beim Stand von 8:12 einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuspielen. In dieser Phase versäumten es die Grün-Weißen dann aber, mehr daraus zu machen. Technische Fehler häuften sich, wurden konsequent und vor allem sehr schnell auf der Gegenseite bestraft. Der Halbzeitstand von 14:14 war für die Mindener zu diesem Zeitpunkt schon eher enttäuschend.

Von nun an war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Besonders Gegenstöße waren das Mittel beider Mannschaften, das zum Torerfolg führte. So profitierten die Mindener Außenspieler von mehr Ballgewinnen in der Abwehr. Angeführt von Juri Knorr konnten vor allem durch Eins-gegen-Eins-Aktionen zusätzliche Räume erlaufen und Platz für die Nebenleute geschaffen werden. Doch je mehr Chancen sich die Grün-Weißen erspielten, desto mehr ließen sie auch liegen. So erlaubte sich Christoffer Rambo, mit sieben Treffern immerhin beste GWD-Schütze, auch acht Fehlversuche und eröffnete dem TBV damit jedes Mal die Möglichkeit zum Gegenstoß. Ohne etatmäßigen Außen warfen die Lipper einiges am Kampfgeist in die Waagschale und wurde dafür am Ende belohnt. Fünf Minuten vor Schluss kassierte GWD Minden eine der wenigen Zeitstrafen in dieser Partie. In Unterzahl lief die Zeit davon und der TBV siegte verdient mit 29:27.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Das Fehlen von Doruk Pehlivan tut uns natürlich weh, aber trotz aller Ausfälle hatten wir die Möglichkeit, dieses Spiel zu gewinnen. Vielleicht sind wir an den Druck gescheitert, den wir uns nach dem Essen-Spiel gemacht haben und konnten uns darum heute nicht freispeilen. Wir müssen jetzt schnell lernen, im Angriff neuen Lösungen zu finden, die dann auch nutzen und mehr Routine entwickeln. Am Ende ist das heute sehr enttäuschend.“

Malte Semisch: „Uns fehlte am Ende die Abgezockheit. Wir müssen in Zukunft einfach von der ersten Minute an hellwach sein und bis zum Ende auch konzentriert bleiben. Nur so kann es gehen.“

Torschützen GWD:  Christoffer Rambo (7), Juri Knorr (6), Max Staar (4), Mats Korte (3), Joshua Thiele (2), Christian Zeitz (2), Justus Richtzenhain (1), Joscha Ritterbach (1), Simon Strakeljahn (1).
Im Tor: Malte Semisch (1.-60. mit 14 Paraden), Carsten Lichtlein (n.e.).

Torschützen TBV: Jonathan Carlsbogad (6), Fynn Hangstein (5), Andreas Cederholm (4), Gedeon Guardiola (4), Maxim Schalles (4), Christoph Theuerkauf (4/2), Andrej Kogut (1), Marcel Timm (1).
Im Tor: Peter Johannesson (1.-60. mit 12 Paraden), Mark van den Beucken (n.e.)

Zeitstrafen: Janke (9., 48.), Richtzenhain (55.), Zeitz (60.)  –  Timm (8.), Theuerkauf (30.), I. Guardiola (41.).

Spielfilm: 3:3 (5.), 4:5 (10.), 8:8 (15.), 8:12 (20.), 12:13 (25.), 14:14 (30.), 16:16 (35.), 19:19 (40.), 20:21 (45.), 22:22 (50.), 25:23 (55.), 29:27 (60.)

Schiedsrichter: Colin Hartmann und Stefan Schneider

Spieltagspartner: Bei den Spielen gegen den TBV Lemgo werden wir unterstützt von unserem Team 17-Partner Avoury.

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