Berlin-Spiel als Auftakt zur englischen Woche
Bundesliga | 22. Sep 2014

Mit den Füchsen aus Berlin kommt der amtierende Pokalsieger in die KAMPA-Halle. In einem spannenden Finale setzten sich die Berliner vergangene Saison denkbar knapp mit 22:21 gegen Flensburg-Handewitt durch. Überragender Akteur war in der zweiten Halbzeit Torwartstar Silvio Heinevetter. Die Mannschaft um den exzentrischen Keeper zählt auch in dieser Saison zu den Kandidaten auf einen der vorderen Plätze. Einer Niederlage am ersten Spieltag in Göppingen folgten drei Siege – alle in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Somit rangieren die Berliner derzeit mit 6:2 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Bei den Dankersern spricht man derweil von einem „normalen Saisonstart“, nachdem man das letzte Spiel gegen Friesenheim gewinnen konnte. Der Gegner aus Berlin bringt allerdings eine andere Qualität mit als der Aufsteiger. Stars wie Silvio Heinevetter und Iker Romero werden von Dagur Sigurdsson trainiert, der in dieser Saison sowohl für die Füchse als auch die Deutsche Handball-Nationalmannschaft verantwortlich ist. In zwei Länderspielen gegen die Schweiz am vergangenen Wochenende waren auch die Berliner Paul Drux, Silvio Heinevetter und Fabian Wiede in der DHB-Sieben vertreten. Fabian Wiede reiste allerdings schon am Freitag verletzungsbedingt ab. „Ich gehe aber davon aus, dass er gegen uns wieder spielen wird“, so GWD-Trainer Goran Perkovac.

„Die Füchse sind im Kollektiv sehr stark. Wichtigster Spieler in den letzten Wochen war aber sicherlich Petar Nenadic. Er sorgt für viel Torgefahr. Aber auch auf allen anderen Positionen sind die Berliner mit internationaler Klasse besetzt. Es ist eine sehr gute Mannschaft, aber nicht so ein Kaliber wie die Rhein-Neckar Löwen oder Kiel“ berichtet Perkovac. Beim Sieg gegen die Füchse in der letzten Saison haben die Dankerser von schlechten Leistungen der beiden Torhüter Heinevetter und Stochl profitiert, so Perkovac und erzählt weiter: „Es ist allerdings fast unmöglich, dass wieder beide Torhüter so schlecht spielen wie damals. Aber ich glaube, wenn wir im Angriff diszipliniert spielen und nicht zu schnell den Torabschluss suchen, haben wir eine kleine Chance.“

Auch wenn die Favoritenrolle auf Seiten der Füchse liegt, nimmt Berlins Trainer Dagur Sigurdsson die Partie nicht auf die leichte Schulter: „Das ist auch eine schwierige Aufgabe. Die Liga ist sehr, sehr offen. Man sieht eigentlich jeden Spieltag Überraschungen. Wir werden uns also so gut wie möglich vorbereiten.“

GWD-Spielmacher Dalibor Doder fällt weiterhin verletzt aus. Trainer Perkovac hofft allerdings auf eine Rückkehr in der nächsten Woche, denn mit drei Spielen in den nächsten acht Tagen haben die Mindener ein straffes Programm vor der Brust. Am Samstag geht es zum Bergischen HC nach Solingen bevor es am nächsten Mittwoch erneut ein Heimspiel gibt. Am 1. Oktober kommt der aktuelle Tabellenführer aus Mannheim in die KAMPA-Halle. „Wenn wir aus diesen drei Spielen zwei Punkte holen ist das gut. Wenn wir drei Punkte holen ist das sehr gut“ erklärt der Mindener Coach.

Die Begegnung am Mittwoch beginnt um 20.15 Uhr, Einlass ist um 18.45 Uhr, die Tageskasse öffnet bereits um 18.00 Uhr. Das Spiel wird von den Unparteiischen Ronald Klein und Christoph Immel geleitet.

© GWD Minden – kel

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