„Berechenbar ist nur die Unberechenbarkeit“
Bundesliga | 21. Apr 2015

Schwankende Leistungen zeigte das Team von Trainer Jens Häusler zuletzt reichlich. So dürften die zwei Auswärtsniederlagen in Berlin (28:25) und in Erlangen (34:31) nicht nach dem Geschmack des Trainers gewesen sein, der knappe Sieg zuhause gegen FRISCH AUF! Göppingen (30:29) schon eher. Nach dem Abgang einiger Spieler nach Ende der letzten Saison hat der HSV zwar immer noch eine gute erste Sieben, jedoch nicht mehr eine so starke Zweitbesetzung wie in der Vorsaison, was ein Grund für die wechselhaften Leistungen sein dürfte. Durch die englische Woche der Hamburger hofft man in Minden auf etwas erschöpfte Gegner, wobei man selbst eine etwas längere Spielpause hatte. Verzichten müssen die Hamburger auf ihren Routinier Hans Lindberg, der dem HSV nach seiner schweren Verletzung weiterhin fehlen wird.

Die Tage nach der Heimniederlage gegen den TBV Lemgo hat man in Minden genutzt, um an den Dingen zu arbeiten, die zuletzt nicht gepasst haben. „Wir müssen die Deckung stärken und eine diszipliniertere Angriffsleistung zeigen als gegen den TBV. Die Pause hat uns die Zeit gegeben, an kleineren Schwächen der Spieler zu arbeiten“, sagt Trainer Frank Carstens. Trotzdem musste man an der Weser feststellen, dass der zerklüftete Liga-Spielplan nicht unproblematisch ist. „Wir sind jetzt zehn Tage mit dem Negativerlebnis herumgelaufen und konnten das nicht gleich wieder in positive Erlebnisse umändern. Nichtsdestotrotz ist der Glaube an den Klassenerhalt weiterhin da“, so der Coach. Dabei wollen die Grün-Weißen ihr Schicksal natürlich selbst in die Hand nehmen und nicht auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen: „Im Moment gibt es so viele verrückte Ergebnisse. Da muss man schon selbst für Sicherheit sorgen. Berechenbar ist nur, dass alles unberechenbar ist.“

Gegen den HSV, der alle Varianten des Tempospiels abdeckt und nutzt, wird das Rückzugsverhalten elementar sein. „Die Mannschaft hat mehrere Facetten und ist ein spielerisch starkes Team, das über Power aus dem Rückraum verfügt. Beim HSV kann der komplette Rückraum das Spiel gestalten und entscheiden“, so Frank Carstens. Zu unterbinden ist vor allem die Spielfreude von Kentin Mahé, der sehr agil spielt und ein ständiger Unruheherd ist. In bester Spiellaune ist mittlerweile auch wieder Petar Djordjic, der nach langer Pause wieder so langsam in Fahrt kommt. GWD Minden geht zwar als klarer Außenseiter in die Partie, will sich jedoch wie im Hinspiel die Punkte sichern: „Wir müssen die Aufgaben annehmen und unseren Plan ausführen. Wir haben nichts mehr zu verschenken und müssen immer bereit sein, unsere Chancen zu nutzen. Zeigen wir eine gute Leistung, liegt es am HSV Hamburg, wer mit den Punkten nach Hause geht.“

Personell sieht es an der Weser gut aus. „Kein Spieler ist verletzt oder hat große Defizite aufzuweisen“, so Frank Carstens, der erneut auf einen Kader von 16 Mann zurückgreifen kann.

Anpfiff gegen den HSV Hamburg ist am Mittwoch um 19.00 Uhr in der O2 World Arena in Hamburg. Das GWD-online-Team bietet wie gewohnt einen Liveticker mit Zusatzkommentaren in unserer Smartphone App an.

©  GWD Minden – isa

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