Aufholjagd wird in Wetzlar nicht belohnt
Spielberichte Saison 14/15 | 23. Dez 2014

Es waren die letzten zwölf Minuten vor der Halbzeitpause, die den Dankersern das Genick brachen. In dieser Phase mussten gleich vier GWD-Spieler auf die Strafbank, ein Vorteil, den sich die HSG nicht nehmen ließ und sich zur Halbzeit einen komforartikeln 14:9-Vorsprung erspielte.

Dabei hatten die Gäste in den übrigen 48 Minuten der Partie vieles richtig gemacht und waren den Hessen ein mehr als ebenbürtiger Gegner. Die Perkovac-Sieben war ruhig und bedächtig in die Partie gegangen und hatte mit kontrolliertem Spielaufbau bis zum 6:6 (15.) alle Trümpfe in der Hand. Dann mussten die Grün-Weißen in Unterzahl mit ansehen, wie die Wetzlarer Tor um Tor davonzogen. „In dieser Phase haben wir auch im Angriff zu viele Chancen liegen gelassen, waren nicht effektiv genug“, analysierte Manager Horst Bredemeier nach der Partie.

Mit gehörigem Druck kam das GWD-Team dann aus der Kabine und ließ die HSG Wetzlar unmissverständlich spüren, das man sich noch nicht aufgegeben hatte. Konzentriert und mit viel Selbstvertrauen meldeten sich die Dankerser im Spiel zurück. Eine gute Abwehrleistung um den Mittelblock mit Marco Oneto und Magnus Jernemyr, ein starker Gerrie Eijlers im Tor und Christoph Steinert, der großes Durchsetzungsvermögen zeigte, waren wichtige Bausteine im Spiel der Gäste. Beim 18:17 (45.) und 20:21 (52.) war die Perkovac-Sieben ganz nah dran und nötigte der HSG einige schwache Aktionen ab. Am Ende aber waren es ein paar eigene Fehler der Gäste, die den Ausschlag zugunsten der HSG Wetzlar gaben. Angesichts der gebotenen Leistung gab es für das GWD-Team aber keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. „Was unsere Auswärtsauftritte angeht, war das sicherlich ein Schritt nach vorne“, so Bredemeier.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Für die Zuschauer war das bestimmt ein interessantes und spannendes Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit uns in eine schwierige Situation gebracht, weil wir zu viele Zweiminutenstrafen bekommen haben. Dann kommen wir wieder zurück und spielen einen sehr guten und konzentrierten Handball. Am Ende haben wir ein oder zwei Bälle verschenkt, was das Spiel dann entschieden hat.“

Kai Wandschneider: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr stark gestanden. Dann hat sich Minden klar gesteigert. Uns hat am Ende unser eigener Gegenstoß gerettet. Es war heute eine reine Willensleistung meiner Mannschaft.“

Torschützen GWD: Christoph Steinert (7), Aleksandar Svitlica (5), Aljoscha Schmidt (3/1), Dalibor Doder (3), Arne Niemeyer (3), Moritz Schäpsmeier (2), Florian Freitag (1), Marco Oneto (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-60. mit 12 Paraden), Jens Vortmann (bei Siebenmetern).

Torschützen HSG: Guillaume Joli (9/6), Chrstian Rompf (5), Kent Robin Tönnesen (5), Steffen Fäth (3), Ivano Balic (1), Tobias Hahn (1), Florian Laudt (1), Jens Tiedtke (1), Sebastian Weber (1).
Im Tor: Andreas Wolff (1.- 41. mit 7 Paraden), Jose Hombrados (41.-60.).

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:4 (10.), 6:6 (15.), 7:6 (20.), 10:6 (25.), 14:9 (30.), 15:11 (35.), 17:14 (40.),19:17 (45.), 21:19 (50.), 24:21 (55.), 27:25 (60.).

Strafminuten: Oneto (18., 28.), Torbrügge (24.), Steinert (26.) – Rompf (29.), Tönnesen (49.).
Zuschauer: 4.412

Schiedsrichter: Andreas und Marcus Pritschow

  

 
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