Am Ende zu deutlich
Saison 18/19 Bundesliga Spielberichte | 20. Dez 2018

Die grün-weißen Hoffnungen auf einen Punktgewinn bei der SG Flensburg-Handewitt sind in den letzten zehn Minuten jäh geplatzt. Das GWD-Team unterlag dem Meister am Ende deutlich mit  28:35, obwohl man mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabinen gegangen war.

Die Carstens-Sieben erwischte den Tabellenführer zunächst auf dem falschen Fuß und nutzte drei Ballgewinne im Eiltempo zur überraschenden Führung. Die Grün-Weißen demonstrierten in der Flens-Arena in der Anfangsphase eindrucksvoll warum sie momentan den drittbesten Angriff der Liga stellen. Auch wenn sich nach einer Viertelstunde erste Fehler ins Offensivspiel einschlichen, bestimmten die Gäste weiterhin die Partie. Gegen noch nicht meisterlich aufspielende Flensburger verdienten sich vor allem Espen Christensen und Christoffer Rambo Bestnoten. Nach 20 Minuten hatte der eine bereits 5 Paraden, der andere ebenso viele Treffer zu verzeichnen. Nicht nur Christensen, sondern auch die gute Abwehrarbeit der Ostwestfalen waren Grundlage für viele Ballgewinne der Grün-Weißen, die vor allem im Rückzugsverhalten überzeugten. Doch noch vor dem Wechsel erhielten die Mindener Hoffnungen einen Dämpfer. Die Nordlichter verkürzten von 10:14 (26.) auf 14:16 und ließen in diesen Minuten erahnen, dass die Aufgabe für das GWD-Team im zweiten Durchgang keine leichte werden würde.

Zwar nicht perfekt, aber sehr beherzt präsentierten sich die Grün-Weißen dann nach dem Wechsel. Licht und Schatten wechselten sich bei den Gästen ab, die den 17:20-Rückstand mit großem Engagement wieder ausgleichen konnten. Gegen die stärker werdenden Flensburger wahrte das GWD-Team lange seine Chance und profitierte davon, dass auch die nicht etablierten Spieler einen starken Auftritt hinlegten. Aliaksandr Padshyvalau bestätigte auf der Mittelposition das Vertrauen des Trainers und überzeugte nicht nur wegen seiner vier Treffer. Auch Savvas Savvas traf nach seiner Einwechslung doppelt. Doch letzten Endes zeigte sich, dass die SG Flensburg-Handewitt personell gesehen am längeren Hebel sitzt. In den letzten zehn Minuten sprach der Tabellenführer ein sportliches Machtwort und entschied die Partie auf kompromisslose Art und Weise für sich. Das 28:35 war aus Mindener Sicht eine Spur zu hart und lässt nicht erahnen, dass das GWD-Team über 50 Minuten lang in der Flens-Arena ein ebenbürtiger Gegner war.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens:
„Andreas Cederholm hat sich kurz vor dem Spiel verletzt. So haben uns am Ende die Alternativen gefehlt. Dieser Umstand hat dann leider zu einfachen Ballverlusten geführt und Flensburg hatte es leicht, Tore zu erzielen. Aliaksandr hat das Spiel sehr gut gesteuert. Der Sieg ist vielleicht zu hoch ausgefallen, aber so ist das nun Mal im Sport. Immerhin haben wir heute wieder mehr Energie und Spielfreude auf die Platte gebracht als in den beiden letzten Spielen.“

Maik Machulla: „Ich bin sehr überrascht wie wir es schaffen, unsere schlechten Starts dann wieder umzubiegen. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn wir von vornherein dominanter auftreten würden.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (6), Marian Michalczik (5), Kevin Gulliksen (4), Magnus Gullerud (4), Aliaksandr Padshyvalau (4), Luka Zvizej (3/2), Savvas Savvas (2).
Im Tor: Espen Christensen (1.-42. mit 9 Paraden), Kim Sonne Hansen (42.-60. mit 3 Paraden).

Torschützen SG: Rasmus Lauge (7), Marius Steinhause (7), Simon Jeppsson (5), Holger Glandorf (5), Magnus Jondal (4/1), Simon Hald Jensen (2), Magnus Röd (2), Jim Gottfridsson (1), Johannes Golla (1), Lasse Svan (1).
Im Tor: Benjamin Buric (1.-16. mit 1 Parade), Torbjörn Bergerud (16.-60. mit 7 Paraden).

Zeitstrafen: Pusica (12.), Michalczik (26.), Rambo (49., 52.) – Lauge (38.), Jondal (39.).

Spielfilm: 1:3 (5.), 3:5 (10.), 6:8 (15.), 8:12 (20.), 10:13 (25.), 14:16 (30.), 17:17 (35.), 20:19 (40.), 23:22 (45.), 26:25 (50.), 31:26 (55.), 35:28 (60.).

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper
Zuschauer: 6.005

© GWD Minden – bra

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