Alles muss stimmen
Bundesliga | 13. Dez 2017

Spiel eins wurde verloren, Spiel Nummer zwei ging Unentschieden aus. Wie sieht es für Handball-Bundesligist GWD Minden also zum Abschluss des „Dezember-Kracher-Trios“ am Donnerstag (Anwurf 19 Uhr) beim wiedererstarkten Rekordmeister THW Kiel aus?

Diesen Saisonstart möchten sie in Kiel am liebsten vergessen. Acht Minuspunkte aus sieben Spielen bedeuteten den schlechtesten Beginn seit 15 Jahren. Nicht wenige forderten bereits den Rauswurf von Trainer Alfred Gislason, doch die Schleswig-Holsteiner hielten am Isländer fest und strotzen ihren Kritikern. Denn mit den Rekonvaleszenten Steffen Weinhold und Domagoj Duvnjak steigerte sich die Kieler Variabilität und nach und nach wurden wieder Siege eingefahren. Mittlerweile sind die Schwarz-Weißen wieder auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe und die zwei Derbysiege binnen elf Tagen gegen Flensburg-Handewitt in Liga und Champions League geben noch mehr Rückenwind. „Am Sonntag im Derby hat man gesehen, wie gut Kiel sein kann und wieder ist. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn wir früher gegen sie hätten spielen müssen. Aber wir nehmen die Aufgaben so, wie sie kommen“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens. Besonders der Mix aus Angriff und Defensive imponiert dem 46-Jährigen. „Andreas Wolff und Niklas Landin im Tor werfen die Bälle schnell nach vorne, darauf müssen wir eingestellt sein“, warnt er.

Vor allem die Variabilität mache die Norddeutschen so unberechenbar, wie Carstens eingestehen muss: „Wir müssen uns auf verschiedene Formationen einstellen. Das bedeutet für uns, dass wir aggressiv gegen die Rückraumspieler agieren und eine geschlossene Kompaktheit am Kreis bilden müssen.“ Bei diesem Vorhaben wird allerdings Max Staar fehlen. Aus schulischen Gründen wir der 19-Jährige nicht mit nach Kiel reisen können. Für ihn rückt der 26-jährige Jannik Oevermann aus der Reserve ins Team der Grün-Weißen. Lukas Kister, der seit Sonntag beim U20-Nationalmannschaft-Lehrgang verweilt, reist direkt an die Förde. Ansonsten kann Carstens höchstwahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Miljan Pusica musste mit Fußbeschwerden während der ersten Trainingseinheiten nach dem Hannover-Spiel kürzer treten. Wie wichtig ein Einsatz des Montenegriners sei, verdeutlichte Carstens: „Miljan hat gegen Hannover sensationell verteidigt.“

Sensationell muss auch die Leistung der Dankerser sein, dann können sie sich nach den zuletzt starken Partien erneut endlich wieder belohnen. Mut macht das 23:23-Unentschieden aus der Vorsaison beim THW. Doch auch wenn am Ende gegen den Favoriten nicht gepunktet wird, die aktuelle Gemütslage der Mindener wird dies keinesfalls schmälern. „Die Grundleistung bei uns stimmt. Wir haben weniger schlechte Spiele und haben gegen alle direkten Konkurrenten gewonnen“, freut sich Carstens. Höchste Zeit also, beim THW Kiel das nächste Ausrufezeichen zum Abschluss der Hinrunde zu setzen!

© GWD Minden – lvs

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