Achtbares Ergebnis in Mannheim
Saison 14/15 Spielberichte | 18. Mrz 2015

Mit einigen Startschwierigkeiten ging es für die Gäste in beiden Halbzeiten los. Fünf Gegentreffer in den ersten fünf Minuten musste der ansonsten blendend aufgelegte Jens Vortmann zu Beginn hinnehmen. Die Löwen lagen mit 5:2 in Front und es sah aus, als solle die Partie ihren standesgemäßen Verlauf nehmen. Doch eine Auszeit von Frank Carstens verfehlte ihre Wirkung nicht, die Mindener Abwehr fand zu deutlich mehr Stabilität und plötzlich wurde das Spiel wieder spannend. Als Arne Niemeyer nach einer Viertelstunde das 8:7 für seine Farben markiert hatte, wurde es merklich ruhiger in der SAP Arena. Die Löwen zogen danach zwar wieder leicht davon, aber beim 12:12 (25.) nutze Aljoscha Schmidt noch einmal die Chance zum Remis. Weil die Hausherren im Angriffsspiel erstaunlich viele Abstimmungsprobleme offenbarten und der überragende Jens Vortmann allein vor dem Wechsel elf Bälle parierte, war der Halbzeit-Vorsprung der Mannheimer mit zwei Toren denkbar dünn.

Drei Treffer nach der Pause verschafften den Löwen wieder etwas Luft und die Grün-Weißen brauchten einige Minuten, um wieder zu ihrem Spiel zu finden. Doch dann agierten die Dankerser wieder mit sehr viel Disziplin im Angriff und ließen sich nur selten zu verfrühten Abschlüssen verleiten. Die Bemühungen der Gäste um ein ordentliches Resultat schienen sich beim 21:23 (50.) durch Moritz Schäpsmeier zu erfüllen. „Vielleicht haben wir in dieser Phase aber gar nicht an unsere Chance geglaubt und waren darum nicht konsequent genug“, ärgerte sich Frank Carstens nach der Partie, dass sein Team dann den Druck nicht aufrecht erhalten konnte. Ansonsten hatte der Coach aber viel Lob für seine Mannen übrig, auch wenn es am Ende kam wie es vermeintlich kommen musste. In den letzten zehn Minuten ließ der Favorit nichts mehr anbrennen und brachte den Erfolg relativ sicher über die Zeit.

Doch nicht nur das relativ knappe Ergebnis und die spielerische Vorstellung des GWD-Teams waren am Mittwochabend erfreulich, sondern auch das Comeback von Nenad Bilbija. Rund zehn Monate nach seinem Kreuzbandriss feierte der Slovene in der 43. Minute seinen erneuten Einstand im Bundesligateam und konnte dabei immerhin zwei Treffer erzielen.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Ich denke, das Ergebnis spricht für sich. Die Rhein-Neckar Löwen waren von der ersten Sekunde an sehr konzentriert. Wir haben auch ein paar erfolgreiche Aktionen setzen können. Mit unserer Abwehrleistung im stehenden Spiel bin ich zufrieden. Jens Vortmann hat eine Klasseleistung geboten. Von der Spielanlage waren auch ein paar gute Aktionen dabei. Aber es ärgert mich ein wenig, dass wir nicht den Eindruck vermittelt haben, dass wir hier an unsere Chance glauben.“

Nikolaj Jacobsen: „Wir waren zu Beginn beider Halbzeiten sehr konzentriert und hatten da unsere besten Szenen. Es gab aber auch Phasen, in denen wir zu unkonzentriert waren. Wir haben nicht über 60 Minuten mit dem Druck gespielt, den ich mir gewünscht hätte. Vielleicht war die Niederlage von Freitag noch im Hinterkopf.“

Torschützen GWD: Moritz Schäpsmeier (7), Aljoscha Schmidt (5/1), Aleksandar Svitlica (3), Nenad Bilbija (2), Arne Niemeyer (2), Marco Oneto (2), Christoffer Rambo (1), Miladin Kozlina (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-60. mit 17 Paraden), Gerrie Eijlers (bei 1 Siebenmeter mit 1 Parade),

Torschützen RNL: Uwe Gensheimer (5/1), Patrick Groetzki (5), Alexander Petersson (4), Gedéon Guardiola (3), Bjarte Myrhol (3), Kim Ekdahl du Rietz (2), Mads Mensah Larsen (2),
Harald Reinkind (2), Andy Schmid (1), Stefan Sigurmansson (1).
Im Tor: Niklas Landin (1.- 60. mit 10 Paraden).

Spielfilm: 5:2 (5.), 7:5 (10.), 8:8 (15.), 10:9 (20.), 13:12 (25.), 14:12 (30.), 18:13 (35.), 20:16 (40.), 22:16 (45.), 23:20 (50.), 26:21 (55.), 28:23 (60.).

Strafminuten: Jernemyr (35.), Niemeyer (44.), Svitlica (51.) – Ekdahl du Rietz (55.).
Zuschauer: 4.237

Schiedsrichter: Thomas Hörath und Timo Hofmann

 
© GWD Minden – bra
 

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