„Ab in den Süden“ Teil 3
Bundesliga | 10. Okt 2014

Zweimal ging es für die Grün-Weißen in dieser Saison bereits in Richtung Süden und bei jeder dieser Fahrten erwischte der GWD-Tross einen Megastau. Stundenlang bewegte sich der Mannschaftsbus keinen Zentimeter, zu allem Überfluss gingen die anschließenden Partien in Bietigheim und Balingen verloren. Nun soll es in Göppingen nicht nur auf dem Hinweg deutlich geschmeidiger laufen.

Die Punktejagd dürfte sich gegen das Team vom Hohenstaufen allerdings als schwierig erweisen. Mit 11:3 Zählern belegen die Göppinger den dritten Tabellenplatz und könnten mit einem Sieg sogar am THW Kiel vorbeiziehen. Ein derart guter Saisonstart war dabei nicht unbedingt zu erwarten, hat Mittelmann Michael Kraus doch schon vor Serienbeginn für Negativschlagzeilen gesorgt. Nach drei verpassten Dopingkontrollen drohte ihm eine Sperre, der er aber gerade noch entgehen konnte.
Diese Unannehmlichkeiten scheinen die Göppinger allerdings nicht beeindruckt zu haben, sie gewannen alle vier Heimspiele und ließen lediglich auswärts zwei Punkte bei den Rhein-Neckar Löwen und einen Punkt in Magdeburg liegen und sind mittendrin im Rennen um die vorderen Plätze.

Angesichts der Zielvorgabe von Manager Horst Bredemeier wären Punkte in Göppingen für das GWD-Team so etwas wie das Sahnehäubchen im Monat Oktober: „Ich erwarte zwei Heimsiege gegen Erlangen und Gummersbach und ein Weiterkommen im Pokal gegen Emsdetten.“ Trotzdem geht man natürlich mit höchster Motivation in das Spiel in der EWS-Arena. In der letzten Saison sprang in der heimischen KAMPA-Halle immerhin ein Sieg gegen den Altmeister heraus. An das Auswärtsspiel hat man an der Weser allerdings keine guten Erinnerungen. Man musste nicht nur eine 28:32-Niederlage hinnehmen, in dieser Partie zog sich Nenad Bilbija einen Kreuzbandriss zu und wird bis heute schmerzlich in der GWD-Mannschaft vermisst.

Die zehntägige Spielpause dürfte den Dankerser Handballern gut getan haben. Die Zeit wurde zur Regeneration genutzt und somit konnten die angeschlagenen Spieler Florian Freitag und Marco Oneto ihre Verletzungen auskurieren und werden nun wieder voll angreifen. Über die Rückkehr von Dalibor Doder gibt es bislang nur Spekulationen. Am Donnerstagnachmittag hat sich der Schwede noch einer MRT-Untersuchung unterzogen und es ist ungewiss, ob und in welchem Umfang er wieder in das Spielgeschehen eingreifen kann. Aufgrund einer Knorpelprellung im Knie konnte er in dieser Saison lediglich zwei Spiele bestreiten. Sein Comeback wäre für die Mindener Handballer eine deutliche Verstärkung, bringt er doch viel Kreativität im Spielaufbau mit und könnte den jungen Florian Freitag auf der Mitte entlasten.

„Arne Niemeyer, Florian Freitag und Marco Oneto haben in der Spielpause drei Tage ausgesetzt, aber anschließend konnten wir sehr gut trainieren und uns optimal auf die kommenden Partien vorbereiten“, beschreibt Trainer Goran Perkovac die vergangenen Tage mit Blick auf das Wochenende. Daraus nährt sich auch sein Optimismus in Bezug auf die kommende Aufgabe: „Ich bin überzeugt, dass wir gegen die Göppinger eine Chance haben. Auch im letzten Jahr haben wir bis zur fünfzigsten Minute gut mitgehalten und kamen erst mit der Verletzung von Bilbija aus dem Konzept.“

©  GWD Minden – kel

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