Zweiter GWD-Sieg in Folge anvisiert
Bundesliga | 14. Apr 2016

Am Freitagabend gastiert die GWD-Mannschaft bei der abstiegsbedrohten Eintracht aus Hagen. Vor allem die unorthodoxe Abwehrvariante ist dem Mindener Trainer Frank Carstens aus dem Hinspiel im Gedächtnis geblieben.

Mit 22:42 Punkten steht VfL Eintracht Hagen aktuell auf einem Abstiegsplatz und wird versuchen, in ihren Heimspielen die nötigen Punkte zu holen, um den ungeliebten Gang in Liga drei zu verhindern. Die Stärke des Heimteams liegt in der Offensive. In 32 Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Lars Hepp bereits 839 Tore erzielen und stellt damit die beste Offensive aller Abstiegskandidaten. Gründe für diese starke Angriffsausbeute werden mit Blick auf die Haupttorschützen deutlich:  Die Variabilität und Gegenstoßstärke von Linksaußen Jens Reinarz, die Wurfkraft eines Sebastian Schneider und die Schnelligkeit von Rückraumspieler Pavel Prokopec, zeitgleich sicherer Siebenmeterschütze, haben den gegnerischen Abwehrreihen schon häufig das Leben schwer gemacht. Das Dreigestirn kommt in dieser Spielzeit auf 347 Saisontreffer.

In der Abwehr haben die Grün-Gelben in dieser Saison schon viele verschiedene Varianten ausprobiert, was die Analyse für die Mindener erschwert. „Im Hinspiel haben sie eine doppelte Manndeckung über das ganze Feld gespielt. Gerade auf die offensiven Deckungsvarianten bereiten wir uns akribisch vor. Mit wenigen, präzisen Auslösehandlungen, die wir dann variabel einsetzen, stellen wir uns auf alle Eventualitäten ein“, gibt Frank Carstens einen kurzen Einblick in seine taktischen Gedankenspiele. Im Angriff hofft er auf das Mitwirken von Marian Michalczik, um so den kompletten Ausfall der Rückraumlinks-Position flexibel kompensieren zu können. Nach dem belastungsintensiven Nationalmannschaftslehrgang und den EM-Qualifikationsspielen haben bei ihm Regeneration und Erholung oberste Priorität.  Zu den alternativen Möglichkeiten auf dieser Position sagt der Trainer: „Dalibor Doder und Sören Südmeier sind keine klassischen Rückraumlinken. Wir haben es immer wieder geschafft, den Ausfall auf dieser Position auszugleichen, allerdings nicht konstant in jedem Spiel.“ Neben dem geplanten Einsatz von Marian Michalczik werden auch Mats Korte und Tim Wieling die Fahrt in das Ruhrgebiet antreten.

Nach der Länderspielpause wurde im Training viel Wert auf das Timing und die Entscheidungsqualität im Angriff gelegt sowie an dem Umschaltspiel gearbeitet. Zu der Situation vor dem Spiel äußert sich Frank Carstens abschließend: „In unserer Situation gibt es keine Pflichtsiege. Wir müssen hundert Prozent fighten, um unsere beste Leistung abzurufen. Ich bin optimistisch, dass wir dann ein gutes Spiel auf die Platte kriegen werden.“ Das Auswärtsspiel wird am Freitag um 20:00 Uhr in der Enervie Arena angepfiffen.

© GWD Minden – lha

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