WM-Quali: Nur Torwart Eijlers trifft
Allgemein | 13. Jun 2016

In den Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich gab es für die aktiven Mindener Spieler nur mäßige Ergebnisse. Nur die Schweden um GWD-Neuzugang Helge Freiman konnten sich gegen Bosnien-Herzegowina deutlich 27:19 durchsetzen. Einziger Torschütze aus Mindener Reihen war der niederländische Torhüter Gerrie Eijles.

Für das schwedische Drei-Kronen-Team ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel mit einem Acht-Tore-Vorsprung beachtlich. „Bosnien-Herzegowina ist ein guter Gegner, aber wir wollen nach dem Rückspiel auch den Gesamtsieg“, gibt sich Auswahltrainer Staffan Olsson optimistisch in Sachen WM-Qualifikation. Die größte Befürchtung besteht darin, dass die frenetischen Fans in Bosnien-Herzegowina noch einmal zum Faktor für eine Aufholjagd des Gegners werden könnten. Beste Torschützen für die Gelb-Blauen waren Fredrik Petersen und Mattias Zachrisson. Helge Freiman konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen.

Mit ganz anderen Vorzeichen gehen die Norweger in das Rückspiel. Mit dem vierten Platz bei der Europameisterschaft in diesem Jahr haben sie die direkte Qualifikation für die WM in Frankreich nur denkbar knapp verpasst. Nach einer 24:18-Niederlage gegen Slowenien im Play-off-Hinspiel ist nun die Teilnahme sogar deutlich in Gefahr geraten. Größtes Problem der Skandinavier: Die Offensivreihe konnte nicht an die beeindruckenden Leistungen der EM anknüpfen. Auch weil die Abwehrformation der Slowenen über 60 Minuten aufmerksam agierte. GWD-Kanonier Christoffer Rambo, der nur wenige Minuten Einsatzzeit bekam, konnte noch keine Akzente setzen und war in dieser Begegnung nicht erfolgreich. „Jetzt müssen wir mit sieben Toren gewinnen und wollen uns noch qualifizieren“, sagt der Rückraumrechte. Da er in den letzten Nationalmannschaftsspielen allerdings mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte, darf er Hoffnung haben, im Rückspiel zu einem entscheidenden Spieler zu werden. Sein Trainer Christian Berge war nach der Niederlage spürbar bedient: „Wir wussten vorher, dass es hart werden wird. Wir haben die Struktur in unserem Spiel verloren und konnten nicht gegensteuern.“

Außenseiter Niederlande um Gerrie Eijlers konnte in Polen mit einem sehr guten Spiel aufwarten. Trotz eines 27:21 für die polnische Nationalmannschaft macht sich Oranje nun Hoffnung, das Gesamtergebnis vor heimischer Kulisse für sich zu entscheiden. Die Favoritenrolle hat dabei weiterhin die erfahrene polnische Auswahl inne. Auf Seiten der Niederlande stachen vor allem GWD-Torwart Gerrie Eijlers und der Abwehrverbund heraus. Gemeinsam hielten sie die Polen bei nur 11 Treffern im ersten Spielabschnitt. Eijlers, bester Spieler der Niederländer, konnte sich bei der Niederlage sogar in die Torschützenliste eintragen. Mit einem genauen Distanzwurf traf er in das verwaiste Tor der Heimmannschaft. Für Mittwoch ist das Rückspiel angesetzt und als Gastgeber werden unsere Nachbarn alles daran setzen, die große Überraschung zu schaffen.

© GWD Minden – lha

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