„Steine in das Getriebe werfen“
Bundesliga | 18. Nov 2016

Am Sonntag reist GWD Minden zum Tabellensechsten nach Leipzig. Die Leipziger spielen im „schweren“ zweiten Bundesligajahr bislang eine überragende Saison und weisen mit 13:7 Zählern ein positives Punktekonto auf. Auch die Grün-Weißen stehen mit 9:11 Punkten und Tabellenplatz elf so gut wie lange nicht mehr dar. Es erwartet uns ein interessantes Aufeinandertreffen zweier Teams, die gut in Form sind. Anpfiff ist um 15:00 in der Arena Leipzig.

Die Gastgeber aus dem Osten konnte bislang sechs Siege verzeichnen. Lediglich gegen die Topteams der Liga setzte es Niederlagen. Damit etablierten sich die Sachsen in der oberen Tabellenhälfte und dürften in Zukunft den Blick nach vorne richten. Nach drei Liga-Heimsiegen in Folge gegen Erlangen (24:23), Magdeburg (34:24) und Coburg (23:20) distanzierte sich Minden vorerst von den Abstiegsplätzen. Bislang gelang es der Mannschaft von der Weser ausschließlich gegen direkte Konkurrenten auswärts zu Punkten. GWD will den positiven Schwung aus den Heimspielen mit in den Osten nehmen und hofft „Bonuspunkte“ aus der Arena in Leipzig entführen zu können.

Das letzte Spiel der Leipziger liegt schon über eine Woche zurück. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop musste sich am 09. November dem Vereinsweltmeister Füchse Berlin mit 20:29 geschlagen geben. Dabei war die Chancenauswertung der jungen Sachsen gegen die aggressive Füchse-Deckung nicht ausreichend, um dem Gegner gefährlich werden zu können. Zur neuen Saison konnte sich der SC DHfK Leipzig mit Niclas Pieczkowski (Tus Nettelstedt Lübbecke), Roman Becvar (HC Empor Rostock), Tobias Rivesjö (HC Erlangen) und dem Routinier Andreas Rojewski (SC Magdeburg) verstärken. Für die Gäste gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Mindener Christoph Steinert, der sich in den letzten Wochen jedoch mit Schulterproblemen herumplagen musste.

Ein breit aufgestellter Kader mit einer laufstarken, aggressiven Deckung wartet auf das Team von Trainer Frank Carstens, der über eine hohe Passqualität die Leipziger Defensive vor Probleme stellen will. Vor allem der Positionsangriff müsse sich, so der Coach, im Vergleich zum Spiel gegen Coburg durch eine gute Beinarbeit und Vorwärtsbewegung verbessern. Carstens beschreibt die Deckung der Leipziger als „schnell, hart und leidenschaftlich“. Nicht umsonst stellen die Sachsen eine der besten Abwehrreihen der Liga. Vor allem die Souveränität, die der SC an den Tag legt, überrascht den GWD-Trainer. Er sieht die Hausherren in einer „besonderen Verfassung“, jedoch nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht, „wenn sich die Chance ergibt, diese auch konsequent zu nutzen“. Mats Korte wird auf Grund von Schulterproblemen weiterhin ausfallen. Der Einsatz von Magnus Jernemyr ist trotz anhaltender Rückenprobleme wahrscheinlich.

„Wir müssen alle Waffen schärfen und Sand oder sogar Steine in das stark verzahnte Getriebe der Leipziger werfen“, so Carstens. Eines ist sicher, auf die Grün Weißen wartet in den nächsten Wochen viel Arbeit gegen die drei besten Abwehrreihen der Liga.

© GWD Minden – pook

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