Schade, schade GWD!
Allgemein Saison 15/16 Spielberichte | 17. Dez 2015

Es sind die Bergischen und nicht die Dankerser Löwen, die am ersten Maiwochenende die Reise zum REWE Final Four nach Hamburg antreten dürfen. In einem echten Pokalkrimi setzte sich der Erst- gegen den Zweitligisten nach dramatischer Schlussphase mit 24:23 (13:14) durch.

Auch wenn das GWD-Team auf unglückliche Art ein großartiges sportliches Erlebnis verpasst hat, so können sich die Grün-Weißen doch einer Tatsache gewiss sein: Die Frage, ob das Team mit einem Bundesligisten Schritt halten kann, wurde am Mittwochabend in der Wuppertaler Unihalle mit einem klaren „Ja“ beantwortet.

In einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Partie erzielte der spielstarke Dalibor Doder nach sechs Minuten das 5:4 und damit die erste Führung für sein Team. Die Gäste hatten auch weiterhin den Vorteil auf ihrer Seite, überstanden selbst Unterzahlsituationen mit Bravour und ließen den Klassenunterschied nicht einmal erahnen. Im Gegenteil: es war der BHC, der in dieser Phase im Angriff oft kopflos wirkte und zudem in Gerrie Eijlers ein ums andere Mal seinen Meister fand. Doch auch schon vor der Pause traten Schwächen zutage, die später Spiel entscheidend sein sollten. Aleksandar Svitlica hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und scheiterte gleich mehrfach von außen. Auch vom Siebenmeterpunkt zeigten die Grün-Weißen Nerven. Schon in der ersten Halbzeit vergab man dreimal vom Punkt. Den zwischenzeitlichen Dreitore-Vorsprung konnten die Ostwestfalen nicht halten, weil sich der BHC gegen Ende des ersten Durchgangs als die angriffsstärkere Mannschaft erwies. Immerhin brachte Aleksandar Svitlica kurz vor dem Pfiff sein Team noch einmal mit 14:13 in Front.

Von 14:15 auf 17:15 eilten die Hausherren zwischen der 33. und der 37. Minute davon. Die Dankerser taten sich schwer gegen die offensive und aggressive Abwehr der Bergischen, die sich nun anschickten, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch die Ostwestfalen kamen noch einmal zurück. Mit Sören Südmeier und Dalibor Doder, die im Duett mehr Struktur ins Angriffsspiel brachten, und mit einer großen Portion Kampfgeist, machten es die Mindener wieder richtig spannend. Christoffer Rambo sorgte nach 46 Minuten für den erneuten Ausgleich (19:19). Fünf Minuten darauf war es Charlie Sjöstrand, der zum 21:21 und danach zum 21:22 vom Siebenmeterpunkt traf. Auch beim 22:23 durch Sören Südmeier lagen die Grün-Weißen noch vorn. Dann waren es zwei Helden, die zu Spiel entscheidenden Figuren wurden. Auf GWD-Seite war es mit Charlie Sjöstrand der tragische Held, der beim 23:23 einen Siebenmeter über das Tor warf. Beim Bergischen HC durfte sich Christian Hoße als glücklicher Held feiern lassen. Der Mann mit der Nummer 4 hämmerte wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ball von der linken Seite in die Maschen.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir hatten die besseren Szenen in der ersten Halbzeit, der BHC in der zweiten. Am Ende hätte ich mir wenigstens eine Verlängerung für meine Mannschaft gewünscht.“

Sebastian Hinze: „Minden hat heute eine überragende Qualität abgerufen. Am Ende ist es ein ganz enges Spiel. Die Dinge werden dann halt so entschieden.“

Torschützen GWD: Charlie Sjöstrand (7/4), Dalibor Doder (6), Christoffer Rambo (4), Aleksandar Svitlica (3/1), Nenad Bilbija (1), Joakim Larsson (1), Sören Südmeier (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-36. mit 12 Paraden), Kim Sonne (36.-60. mit 5 Paraden).

Torschützen TVN: Fabian Gutbrod (5), Christian Hoße (5/1), Alexander Oelze (5), Kristian Nippes (4), Alexander Hermann (3), Inal Aflitulin (1), Moritz Preuss (1).
Im Tor: Björgvin Gustavsson (1.-60. mit 14 Paraden), Christopher Rudeck (bei einem Siebenmeter)

Spielfilm: 4:3 (5.), 5:5 (10.), 7:8 (15.), 8:11 (20.), 11:12 (25.), 13:14 (30.), 15:15 (35.), 18:16 (40.), 19:18 (45.), 21:20 (50.), 21:22 (55.), 24:23 (60.).

Strafminuten: Rambo (9.), Bilbija (16.), Jungmann (27.), Kozlina (30.) – Jonovski (5., 9.), Hermann (29., 55.), Gutbrod (51.).

Zuschauer: 1.984
Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck und Simon Reich

© GWD Minden – bra

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