Rhein-Neckar Löwen sind die Stars in der Mindener Manege
Saison 14/15 Spielberichte | 01. Okt 2014

Zwei Handballwelten sind am Mittwochabend in der Mindener KAMPA-Halle aufeinandergeprallt. Gegen die souverän aufspielenden Rhein-Neckar Löwen kam GWD Minden für einen Sieg zu keinem Zeitpunkt in Frage, weil die Dankerser mit zuviel Respekt in die Partie gegangen waren und auch später nie die spielerischen Qualitäten hatten, um dem Favoriten das Wasser zu reichen.

Gegen den Tabellenführer hatten sich die Dankerser einiges vorgenommen, mit der Umsetzung hatten die Grün-Weißen allerdings von Beginn an Probleme. Die konzentriert aufspielenden Gäste nutzten jeden Fehler des GWD-Teams gnadenlos aus. So eröffneten undisziplinierte Abschlüsse immer wieder die Chance zu schnellen Kontertoren und auch im Positionsspiel hatten die Rhein-Neckar Löwen die Nase um Einiges vorn. So lagen die Hausherren nur nach dem 1:0 durch Miladin Kozlina in Führung, danach übernahmen die Mannheimer das Zepter. Bereits nach 16 Minuten hatte Goran Perkovac beide Auszeiten in Anspruch genommen, wirklich viel konnten die Worte des Trainers aber nicht bewegen. Beim 7:17 (26.) sah es für die Mindener schon nach einem herben Debakel aus. Immerhin erzielten die Gastgeber danach aber vier Treffer in Folge und konnten das Resultat damit etwas freundlicher gestalten. Großen Anteil am Mindener Mini-Aufschwung hatten nach seiner Einwechslung Keeper Gerrie Eijlers und Christoffer Rambo. Der Halbrechte erzielte die GWD-Treffer 5 bis 9 und war insgesamt elf Mal auf der Torschützenliste zu finden.

Auch nach dem Wechsel wurden viele der Mindener Verzweiflungswürfe zur leichten Beute von Weltklassekeeper Niklas Landin. Immerhin spielten die Hausherren jetzt etwas besser mit, profitierten aber auch davon, dass es die Löwen mittlerweile etwas ruhiger angehen ließen. Nicolai Jacobsen gönnte nun auch seiner zweiten Garnitur Einsatzzeiten und selbst die war noch eine Klasse besser als die Mindener. So wurde es nach 60, für die Dankerser wahrscheinlich endlos langen, Minuten dann ernüchternd deutlich.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Es ist heute viel schwieriger gewesen als in der letzten Woche. Natürlich bin ich unzufrieden, aber es ist für uns verständlich. Die Rhein-Neckar Löwen sind einfach zu schnell und zu entschlossen für uns.“

Nicolai Jacobsen: „Wir haben sehr gut angefangen und waren sehr konzentriert. Heute hat für uns fast alles geklappt. Man muss aber auch die vielen Ausfälle von Minden sehen und das war bestimmt auch ein Grund dafür, dass es so deutlich geworden ist.“

Torschützen GWD: Christoffer Rambo (11), Florian Freitag (4), Miladin Kozlina (3), Yves Kunkel (2), Moritz Schäpsmeier (2), Christoph Steinert (2), Arne Niemeyer (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-20. mit 4 Paraden), Gerrie Eijlers (20.-60. mit 10 Paraden).

Torschützen RNL: Alexander Petersson (7), Uwe Gensheimer (6/2), Patrick Grotzki (6), Bjarte Myrhol (4), Mads Larsen (3), Gedéon Guardiola (2), Harald Reinkind (2), Kim Ekdahl du Rietz (2), Andy Schmidt (2), Tim Suton (2), Stefan Sigurmansson (1).
Im Tor: Niklas Landin (1.-47. mit 12 Paraden), Bastian Rutschmann (47.-60. mit 6 Paraden).

Spielfilm: 1:3 (5.), 3:6 (10.), 4:9 (15.), 5:13 (20.), 7:15 (25.), 11:19 (30.), 15:23 (35.), 17:27 (40.), 18:30 (45.), 20:33 (50.), 21:35 (55.), 25:37 (60.).

Strafminuten: Torbrügge (27., 30.) – Schmid (44.), Larsen (45.), Petersson (45.), Gensheimer (46.), Myrhol (59.).
Zuschauer: 1.850

Schiedsrichter: Nils Blümel und Jörg Loppaschewski

  

 
© GWD Minden – bra

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