Pflicht gegen Aue und Kür in Erlangen
Bundesliga | 03. Dez 2015

Doppelspieltage haben es in sich. Besonders dann, wenn zwischen beiden Partien noch 450 Autobahnkilometer zurückzulegen sind. Mit dem Heimspiel gegen Aue (Freitag um 20.00 Uhr) und der Auswärtsaufgabe in Erlangen steht GWD Minden am nächsten Wochenende genau diese Strapaze bevor.

Dabei spricht Frank Carstens in der turnusmäßigen Pressekonferenz vor allen Dingen über die erste der beiden Partien, und das nicht nur weil sie zeitlich näher liegt: „Im Spiel gegen Aue geht es darum, den Abstand auf die Nicht-Aufstiegsplätze zu vergrößern. Erlangen ist für uns dann eher die Kür. Da geht es mehr ums Prestige.“ Sieben Punkte Vorsprung auf den Rangvierten aus dem Erzgebirge haben die Grün-Weißen im Augenblick. Im Falle eines Sieges wären es gar neun und das würde schon ein sehr komfortables Polster bedeuten. Die Vorzeichen für einen Erfolg sind gut, denn zu der bekannten Auswärtsschwäche des EHV kommt die Tatsache, dass beide Teams bereits im Pokal miteinander zu tun hatten – mit dem besseren Ende für die Dankerser. „Das Spiel war aber enger als es das Ergebnis aussagt“, dämpft Frank Carstens die Erwartungen, die der deutliche 28:22-Erfolg im Achtelfinale geschürt haben mag. Unbehagen bereitet dem GWD-Coach die Auer 5:1-Deckung: „Da wird man als Gegner immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Es dürfte schwer werden, unsere normalen Abläufe zu spielen.“ Trotzdem gelten die Ostwestfalen als Favorit und es wäre ärgerlich, sollten die Gäste ausgerechnet in der KAMPA-Halle die Auswärtspunkte fünf und sechs ergattern.

Nur 45 Stunden später und 450 Kilometer weiter südlich kommt es dann in der Arena Nürnberger Versicherung zum Showdown der beiden Top-Favoriten auf Aufstieg und Meisterschaft. Der gastgebende HCE scheint den Ausfall von Spielmacher Pavel Horak noch nicht ganz verkraftet zu haben, verlor unlängst in Nordhorn und tat sich in der Vorwoche gegen Bayer Dormagen verdammt schwer. Auch für das Team von Trainer Robert Andersson ist der Doppelspieltag kein Segen, denn am Freitagabend geht die Reise zu TUSEM Essen. „Erlangen hat einen bundesligareifen Kader, verteidigt sehr kompakt und ist uns im Tempospiel überlegen. Dafür haben wir vielleicht mehr Erfahrung mit engen Spielen“, zieht Frank Carstens Vergleich zwischen beiden Kontrahenten.

Das GWD-Team wird die Doppelaufgabe ohne Moritz Schäpsmeier und Florian Freitag, dafür aber mit dem wieder genesenen Miladin Kozlina angehen. Probleme bei Sören Südmeier (Patellasehne) und Gerrie Eijlers (Bindehautentzündung) sollten bis zum Wochenende behoben sein. Aus der zweiten Mannschaft rücken dieses Mal die beiden Außenspieler Max Hösl und Tim Wieling in den Profikader. „Charlie und Aleks haben in den letzten Wochen wenig Entlastung bekommen“, begründet Frank Carstens die Wahl.

© GWD Minden – bra

Es lebe der Sport
Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport