Ohne „Südi“ in den Süden
Bundesliga | 11. Sep 2015

Auch im zweiten Auswärtsspiel der Saison trifft GWD Minden am Samstag (20.15 Uhr) auf einen Bekannten aus Erstliga-Zeiten. Die Dankerser treten bei der SG BBM Bietigheim an. Beide Kontrahenten dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf nur bedingt zufrieden sein.

Dabei gibt bei den Grün-Weißen nach drei Punkten aus den beiden ersten Spielen vor allem das Auftreten der Mannschaft im Heimspiel gegen den TuS Ferndorf Anlass zum Nachdenken. „Unsere Probleme lagen vor allem im Positionsangriff und im Rückzugsverhalten. Dadurch haben wir viele Kontertore bekommen“, zeigt Trainer Frank Carstens deutlich die Schwachpunkte auf. Zwar konnte sein Team das Match mit 28:25 gewinnen, gegen einen Aufsteiger hätte man sich an der Weser aber sicherlich ein wenig mehr Souveränität gewünscht.

Der Mitabsteiger aus Bietigheim läuft währenddessen noch weitaus mehr den Erwartungen hinterher. Das Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer wartet auch nach drei Spieltagen noch auf den ersten Erfolg. Ein 23:24 in Hagen, das 23:25 in eigener Halle gegen Dormagen und die schmerzhafte, weil deutliche 24:32-Niederlage in Essen stehen bislang in der Bilanz der Süddeutschen. Damit belegt die SG den vorletzten Tabellenplatz und wähnt momentan nur noch den Aufsteiger aus Springe hinter sich. Dabei hatten die Bietigheimer in Essen bereits mit 11:7 geführt, ehe sich das Team einen totalen Einbruch erlaubte und nach der Pause überhaupt nicht mehr in die Partie fand. „Da muss schnell eine Änderung her“, fordert der sichtlich frustrierte Coach.

Dennoch hat Mindens Frank Carstens großen Respekt vor dem Gegner: „Bietigheim ist eindeutig unter Wert geschlagen. Der Kern der Mannschaft wurde nach dem Abstieg gehalten und es gibt interessante Neuzugänge. Das Team hat sicherlich großes Potential und wird nach den bisherigen Ergebnissen bestimmt alles daran setzen, gegen uns nun die ersten Punkte zu holen.“ Carstens hebt die „sehr gute Angriffsqualität“ der SG heraus und warnt zudem vor Gegenstoß-Spezialist André Lohrbach.

Von seinem Team fordert der GWD-Coach eine „strukturierte und kooperative Spielweise“. Gerade unter diesem Aspekt wiegt der Ausfall von Spielmacher Sören Südmeier sehr schwer. Der Mittelmann hatte unter der Woche für eine Schrecksekunde im Training gesorgt als er sich am bereits operierten Knie verletzte. Die ersten Befürchtungen haben sich aber zum Glück nicht bestätigt. „Sören hat eine Prellung im Schienbeinknochen. Deshalb müssen wir ihn etwas schonen. Für einen Einsatz in Bietigheim sieht es wohl schlecht aus, aber zum Heimspiel gegen Saarlouis sollte er wieder im Kader stehen“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Jörg Pöhlmann. Auch Dalibor Doder und Magnus Jernemyr mussten kleine Trainingspausen einlegen, ihrem Einsatz steht aber nichts im Wege.

Schon am Freitag brechen die Grün-Weißen in Richtung Süden auf. Die Partie des vierten Spieltages wird in der MHP Arena in Ludwigsburg ausgetragen. Frank Carstens erwartet in der knapp 5.000 Zuschauer fassenden Multifunktionshalle einen heißen Tanz: „Da wir richtig Dampf auf dem Kessel sein!“

© GWD Minden – bra

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